Fabian Hambüchen beschreibt im Buch die bewegensten Momente in seinem Sportlerleben, aber auch seine ganz privaten Seiten.
Privat gibt er uns Einblick in seinen Alltag fernab der Turngeräte. Und hier unterscheidet er sich eigentlich kaum von anderen 22-jährigen. Obwohl Sportstar, kommt er mit weniger als 2000 Euro im Monat aus, die er ganz normal für Miete, Benzin, Versicherungen und ähnliches ausgibt. Zum Privatleben gehören natürlich auch seine Kontakte zum anderen Geschlecht. Hier erzählt er zum Beispiel, wie Haschisch eine Beziehung zerstörte oder etwa wie eine seiner Partnerinnen eifersüchtig auf seine Freundinnen bei Facebook wurde.
Im Mittelpunkt des Buches steht allerdings seiner Turnerkarriere. Hier kann man seine ganzen sportlichen Erfolge nochmal Revue passieren lassen - etwa den Durchbruch bei Olympia 2004 in Athen, die Goldmedaille bei der WM 2007 in Stuttgart oder Bronze bei Olympia 2008 in Peking.
Am bewegensten allerdings die Schilderung des 12. Juli 2004. Das war der Tag, an dem sein Mannschaftskollege Ronny Ziesmer durch einen mißglückten Sprung für immer im Rollstuhl landete. Hambüchen war in der Trainingshalle und musste alles hautnah miterleben. Etwa das furchtbare Geräusch beim Aufprall seines Kollegen auf dem Boden. Oder dessen verzweifelter Ausruf, dass er seine Beine nicht mehr bewegen kann. Und Hambüchen bekennt auch ehrlich, dass er mit der Situation überfordert war - und er es nicht schaffte, zu seinem Kollegen rüberzulaufen und ihm Mut zuzusprechen. Man merkt, dass ihn das noch heute beschäftigt.
Fazit: Man fragt sich natürlich zu Beginn des Buches schon, ob jemand mit 22 Jahren so viel erlebt hat, um eine Autobiografie zu schreiben. Und wird dann doch eines Besseren belehrt. Was gleichzeitig nicht heißt, dass nicht in der Zukunft noch viele Meilenstein hinzukommen werden - etwa der angestrebte Olympiasieg. Spätenstens dann müsste man wohl über einen Teil 2 nachdenken.