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Fabian. Die Geschichte eines Moralisten. Mit einem Nachwort von Gerhard Seidel. Unbekannter Einband – 1976


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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • ASIN: B004S5YDFG
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)

Mehr über den Autor

Als die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 Bücher und Bilder unliebsamer Künstler verbrannten, waren auch Werke von Erich Kästner darunter. Seine zeitkritischen und satirischen Texte hatten ihn in Ungnade fallen lassen. Der am 23. Februar 1899 in Dresden geborene Journalist und Schriftsteller lebte und arbeitete weiter in Berlin und publizierte im Ausland. Die Gedichtbände "Herz auf Taille" und "Lärm im Spiegel" erschienen 1928 und 1929, ebenso sein bekanntestes Kinderbuch "Emil und die Detektive". Nach dem Krieg lebte Kästner in München und rechnete als Mitglied der "Schaubude" sowie in seinen Hörspielen und Liedern mit den Nazis ab. Er starb am 29. Juli 1974 in München.

Foto: Kaestner(c)Dressler Verlag

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Kundenrezensionen

4.8 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 18. Juli 1999
Format: Taschenbuch
Möge das Komitee zur Verfolgung literarisch Ungebildeter mich teeren und federn, aber mit Erich Kästner habe ich bis zur Lektüre dieses Buches eigentlich nur Kinderbücher (oder vielleicht auch vermeintliche Kinderbücher) wie "Das fliegende Klassenzimmer" und "Pünktchen und Anton" oder "Das doppelte Lottchen" verbunden. Als ich dann aber dieses Buch zu meinem Geburtstag geschenkt bekam (der zufälligerweise, wie Kästners auch, der 23. Februar ist) wurde das Präsent mit den Worten begleitet: "Lies das mal, der Kästner hat auch sehr ernsthafte Sachen für Erwachsene geschrieben".
Was soll ich sagen (bzw. schreiben), ich war überrascht. Fabian ist ein zynisch-distanzierter junger Akademiker, der in den Wirren der späten Weimarer Republik mit fast hemmungslosem Sittenverfall konfrontiert wird, seinen Job verliert und die hohe Arbeitslosigkeit am eigenen Leib erfährt. Fabian lernt in einer etwas bizarren, leicht (ich betone leicht) kafkaesk anmutenden Szene, eine Frau in seinem Alter kennen - die zufälligerweise ihm direkt gegenüber wohnt. Gerade dieser Handlungsstrang ist voll von Witz und surrealen Momenten - letztere tauchen aber auch immer wieder in anderen Szenen auf. So etwa in einem Kapitel, das in der Originalausgabe zensiert worden war. Fabian hat zu diesem Zeitpunkt noch eine Anstellung. An einem Arbeitstag taucht der Direktor der Firma bei Fabian und seinem Kollegen auf, und fängt nach einigen Sätzen an, sich auszuziehen; er zeigt seinen Mitarbeitern seine Bauchnarben. Surreal wird diese Darstellung durch die völlige Normalität mit der die drei Charaktere dieses Verhalten betrachten und darauf eingehen.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "hehli" am 24. Juni 2003
Format: Taschenbuch
Manche würden Fabian, die Hauptperson in Erich Kästners "Fabian. Die Geschichte eines Moralisten" als aussichtslosen Fall bezeichnen, als einen vom Pech verfolgten. Zunächst verliert er seine Arbeit, dann seine Freundin Cornelia, seinen Freund Labude und zum Ende auch noch sich selbst.
Fabian ist Moralist. Er hofft sein ganzes Leben lang auf das Gute im Menschen und wird stetig mehr und mehr dafür bestraft. Geld ist nicht das Gut, das er erreichen möchte, "Anständigkeit der Menschheit" ist das Zauberwort. Er stellt sich nicht in den Mittelpunkt, immer wieder hilft er dritten Personen aus missligen Lagen, obwohl es ihm selbst zunehmend schlecht ergeht.
Ergreifend bis zum letzten Satz mit einem tragischen Ende, was den Fatalismus des Werkes nur noch mehr herauskristalisiert. Die Menschheit bewegt sich auf einen Abgrund zu, doch statt etwas gegen diesen Zustand zu tun, fühlen wir uns pudelwohl in der schwarzdurchtränkten Höhle, die ganze Völker erfasst...
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von soya13 am 11. April 2004
Format: Taschenbuch
Erich Kästners Buch „Fabian" von 1931 trägt den Untertitel „Die Geschichte eines Moralisten". Der Moralismus, den Kästner hier entwirft, unterscheidet sich so gänzlich von dem, was auch heute noch vielfach darunter verstanden wird.
Wesentlicher Bestandteil des konservativen Moralismus war stets die Restriktion der menschlichen Sexualität. Davon kann bei Kästners Buch freilich keine Rede sein. Kästner selbst äußert sich im Anhang wie folgt: „Durch Erfahrungen am eignen Leibe und durch sonstige Beobachtungen unterrichtet, sah er (der Autor) ein, dass die Erotik in seinem Buch beträchtlichen Raum beanspruchen musste ... ihm lag außerordentlich daran, die Proportionen des Lebens zu wahren, das er darstellte. Sein Respekt vor dieser Aufgabe war möglicherweise ausgeprägter als sein Zartgefühl." Kästner wendet sich ausdrücklich gegen „Sittenrichter" jeglicher Façon. Und im Verlauf des Buches sind die für den tragischen Helden tröstlichen Momente insbesondere die, in denen er erotische Erfüllung erleben darf.
Moral ist nach Meyers Taschenlexikon definiert als „Gesamtheit von verbindlichen sittlichen und ethischen Normen, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft regulieren; Bereitschaft, sich einzusetzen". Diese Bereitschaft zeichnet den Titelhelden aus: Er setzt sich ein für Schwächere, für Toleranz und Menschlichkeit, gegen Falschheit, gegen ideologische Erstarrungen und somit letztlich auch und gerade gegen die Moralapostel seiner Zeit.
Die Zersetzung eines Moralbegriffs, der zum ideologischen Grundgerüst der rückschrittlichen Kräfte gehörte, konnte nicht ohne Widerspruch bleiben.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 18. November 1999
Format: Taschenbuch
Passend zum Kästner Jahr Dieser Roman Erich Kästners ist eine der besten Geschichten des damals noch jungen Autors, der hier einige seiner eigenen Erfahrungen wiedergibt. Wie er selbst kommt auch der Held des Romans aus Sachsen und es zieht ihn in den Moloch Berlin. Hier kommt der sarkastische und satirische Kästner sehr häufig zum Vorschein. Er zeichnet ein sehr plastisches Bild des Berlins Anfang der 30er Jahre mit seinen Problemen und Ausschweifungen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der aus dem Titel hervorgehende Jakob Fabian. Er hat ein Germanistikstudium hinter sich, arbeitet aber aufgrund der angespannten Arbeitsmarktlage in einer Werbetextagentur aus der er aber nach kurzer Zeit rausfliegt. Arbeitslos und ziellos ohne zu wissen wo er hin will, treibt er durch das chaotische Berlin und lernt dieses mit seinen unterschiedlichen Figuren kennen. Ein besonderer Charakter ist sein Freund Labude. Der eigentlich hochbegabte Student, der sich vor seinen eigenen Wissen fürchtet. Er kommt aus gutbürgerlichen Hause, welches Kästner in seiner ganzen Abartigkeit und Verlogenheit darstellt und bei dem Kästner seiner Abneigung gegen das Großbürgertum einbringt. Auch der sinnlose Freitod Labudes, der eigentlich nur durch einen Scherz, wenn auch einen sehr groben, ausgelöst wurde, zeigt die ganze Dekadenz und Sinnlosigkeit des Lebens am Ende der Weimarer Republik. Dieser Roman ist allen Kästner Fans wärmsten ans Herz gelegt. Aber auch vielen die ihn noch nicht so intensiv kennen- oder schätzengelernt haben, ist dieser Roman wärmstens zu empfehlen. Weil hier die Spritzigkeit und jugendliche Fabulierfreude voll zur Geltung kommen, die ich in manchen seiner Spätwerke doch oft vermißt habe. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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