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Zeitgleich versucht der ehemalige CIA-Agent James Cameron den Tod seines Geschäftspartners aufzuklären. Dieser, genau wie Cameron inzwischen im Opiumhandel tätig, starb bei einem Anschlag in Peking.
Ein bedrohliches Bild der alle Staatsgrenzen überschreitenden organisierten Kriminalität zeichnet Giuseppe Genna in Fass nicht an die Haut des Drachen. Wenn gigantische Summen Geld im Spiel sind, ist es mit üblichen Moralbegriffen und Wunschvorstellungen so genannter Gutmenschen nicht weit her. Diese Tatsache an sich ist nicht unbedingt neu. Wie nüchtern aber Korruption auf der einen und Gnadenlosigkeit und Brutalität auf der anderen Seite in diesem Roman dargestellt wird, ist erschreckend.
Der Autor schafft mit den sprunghaften Wechseln zwischen China und diversen europäischen Städten als Schauplätze nicht nur ein hohes Maß an Tempo. Exzellent verknüpft er so auch die beiden Erzählstränge. -- Keine heitere Lektüre. Aber mehr als lesenswert für alle, die der Realität mal an die Haut fassen wollen. --Christian Koch
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genna setzt neue Maßstäbe,
Von Horst Tran (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Faß nicht an die Haut des Drachen: Thriller (Taschenbuch)
Das Buch ist ein Geniestreich, und zwar im Hinblich auf seine stilistischen Mittel. Die Verbindung der von James Ellroy übernommenen Staccato-Technik mit Gennas unleugbarer Gabe für Metaphern und poetisch-mythologische Exkurse setzt stilistisch einen neuen Meilenstein in der Actionliteratur. Der Plot wird zudem thrillig abgespult, Genna gelingt es mit großem Geschick, Spannung und ungeduldige Erwartung aufzubauen Als inhaltlichen Lapsus erster Güte empfinde ich jedoch die Konfusion von Koks und Opium - keine Ahnung, wieso das Genna in eine Kiste wirft, als wäre da kein Unterschied. Zum einen scheint Genna Koks und Opium materiell gleichzusetzen (Seiten 124 und 175, wo Koks "der Stoff" ist, mit dem Cameron handelt, also Opium ...), zum andern täuscht die CIA in der Story Kolumbien als Drogenexportland nur vor (Seiten 31 und 56), um die wirkliche Quelle, nämlich China bzw. die Clique um CIA-Cameron, zu tarnen. Jeder Pennäler aber weiß, daß in Kolumbien Koka angebaut wird und nicht Opium. Auch entgeht mir die Schilderung von Kokafeldern in China, die doch Voraussetzung dafür wären, daß 70 Prozent dieses Stoffes nicht aus Kolumbien, sondern (fiktiv) aus China kommen (Seite 56). Dagegen werden die Mohnfelder in Yunnan eingehendst beschrieben. Ein zumindest theoretisches Wissen um die von mir angesprochene Differenz sollte man bei einem Autor, der dieses Thema in den Mittelpunkt seines Plots stellt, schon voraussetzen können. Unter diesem Aspekt müßte Genna sein Werk eigentlich unbedingt noch einmal überarbeiten, was in der Belletristik allerdings nicht üblich ist. Den genannten Mängeln zum Trotz verzichte ich auf Punktabzüge. Das Buch setzt vor allem in stilistischer Hinsicht neue Maßstäbe. Was Ellroy für den realistischen Thriller ist, könnte Genna für den "mythologischen" werden. Weiter so, Giuseppe!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Für die Machos unter den Thriller-Fans gut geeignet,
Von Silke Schröder, hallo-buch.de "hallobuch" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Faß nicht an die Haut des Drachen: Thriller (Taschenbuch)
Guido Lopez ist nach einer harten Ausbildung endlich Agent der neuen europäischen Polizeispezialagentur. Und gleich sein erster Auftrag kann langweiliger nicht sein. Er soll die verwirrte Frau eines Großindustriellen von Zürich nach Mailand fahren. Die Frau redet zwar nur krudes Zeug von „Frischfleisch" und „Chinesen". Doch als er der Sache spaßeshalber nachgeht, gerät er auf die Spur eines ebenso gewalttätigen wie grausamen Syndikats, das mit mehr als nur mit Frischfleisch handelt.Gennas Thriller führt seinen italienischen Inspektor Lopez aus Mailand in die Welt der reichen Industrieeliten Europas, die nicht immer so honorig sind, wie sie scheinen. In stakkatohaften Sätzen beschreibt der Autor den sturen Weg seines Helden, der einer brutalen Wahrheit auf die Spur kommt. Dabei spart der Autor nicht mit Kritik an der EU-Bürokratie und an dem Lebenswandel der Reichen und Mächtigen. Allerdings könnte Genna sein Frauenbild mal etwas updaten - es gibt nicht nur Huren und Verräterinnen. Für die Machos unter den Thriller-Fans gut geeignet. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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