Schon in der Schule war ich kein guter Sprachenlerner. Sowohl der Wortschatz als auch die Grammatik machten mir Probleme. Da ist es umso schlimmer, dass ich nun von Berufs wegen wieder die Schulbank drücken muss, um in einem Schnellkurs mein Englisch aufzufrischen. Plötzlich waren sie alle wieder da, meine alten Schulproblemchen. Ich musste mir Hilfe holen und versuchte es mit diesem kleinen Büchlein - und ich muss sagen, mit Erfolg! Man kann hier wirklich systematisch das Sprachenlernen lernen.
Schon die beiden Einstiegskapitel sind keine lästigen Hinführungen zum eigentlichen Thema, sondern lassen einen erkennen, wo im eigenen Lernverhalten Schwächen liegen, die blockierend wirken können. Darüber hinaus wird auf knappe, aber durchaus verständliche Weise dargelegt, was speziell beim Sprachenlernen im Gehirn vor sich geht und wie man diese Prozesse unterstützen oder unbeabsichtigt blockieren kann.
Danach kommen sechs sehr praxisorientierte Kapitel, die in regelmäßigen Abständen mit durchaus brauchbaren Übungen aufwarten. Besonders geholfen hat mir etwa der Abschnitt über das Visualisieren grammatischer Strukturen, eine Methode, die ich jetzt fest in mein persönliches Lernen übernommen habe. Auch die Übungsmöglichkeiten, die sich durch einen Konversationskurs bieten, haben mich sehr überzeugt - und ich habe mich tatsächlich einem solchen angeschlossen, was meine Sprachpraxis in wenigen Wochen immens gesteigert hat.
Man ist vielleicht zunächst ein wenig erschrocken über das umfangreiche Inhaltsverzeichnis, das auch etwas unübersichtlich wirkt. Wenn man es aber konzentriert liest, dann merkt man, dass hier einfach nur konsequent gegliedert wurde. So hat man es als Benutzer sehr leicht, diejenigen Bereiche zu finden, die für einen selbst von Bedeutung sind. Die Schrift im Inneren des Buches ist indes größer und gut leserlich, die Gestaltung (auch was Grafiken und Tabellen anbelangt) sehr übersichtlich.