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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Tolles Spiel, aber nicht perfekt, 6. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Afrika Korps (Computerspiel)
Also erstmal vorneweg: "Afrika Korps vs Desert Rats" macht wirklich Spass, besonders der Detailgrad der Einheiten und die Grafik im Gesamten sind gut dargestellt, auch wenn praktisch nur Wüstensand mit ein paar Palmen zu sehen sind. Besonders toll wurden die gepanzerten Einheiten dargestellt, sowie deren Staubaufwirbelungen wenn sie durch den heissen Wüstensand peitschen, oder etwa die Soundeffekte betreffend aller Arten der Kampfgeräusche, auch die Musik ist sehr professionell gemacht. Das Gameplay ansich hat mich auch sehr angesprochen, besonders wenn man taktisch vorgehen möchte..... Es gibt jedoch auch einige Sachen die mich stören: Die Kampagnen, von denen gibt es eine deutsche und eine britische, logisch :), sind sehr kurz geraten, ungefähr 8 Missionen auf deutscher Seite, die ich in zwei Tagen durchatte und die bis auf eine Mission, alles Angriffsmissionen sind, wozu gibt es dann die Möglichkeit, defensive Waffengattungen auszuwählen, wie z.B. Pak's, oder die 8,8ter. Die Angriffe erledigt man eh mit seinen Panzern, in die man mal eben einen Scharfschützen oder Kundschafter als Besatzungsmitglied einsetzt um so eine grössere Sichtweite zu erlangen, im späteren Verlauf befehligt man Tiger und hat damit schon so gut wie gewonnen, wozu also noch kleine Pak's hinterher schleppen, die eh die Blitzkrieg-Taktik aushebeln. Ich hätte mir gerne auch typische Verteidigungs Missionen gewünscht in der es eine taktische Aufstellung von Defensiv-Einheiten mit anschliessender Abwehrschlacht gegeben hätte. Davon hatte das DAK ja genug im Afrika-Feldzug. Andererseits hätte ich mir auch einen Skirmish-Modus gewünscht, in der man einfach die vorhandenen Multiplayer-Maps,von denen es auch nur ein paar gibt, gegen den Computer gespielt hätte. Zu hoffen bleibt nur, das ein AddOn herausgebracht wird, oder fähige Mod-Teams in naher Zukunft sich mit dem Titel beschäftigen um diese fehlenden Dinge nachzureichen. Ansonsten macht das Spiel einen guten Eindruck und ist allen zu empfehlen die gerne Sudden Strike, Blitzkrieg und Co. zocken...
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eigentlich genial, 8. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Afrika Korps (Computerspiel)
Afrika Korps vs. Desert Rats bietet einige Neuerungen, die der Sudden Strike Spieler bisher noch nicht kennt. Eine 3D Engine, die sehr schöne Effekte zaubern kann und einen Hauch von Story, der durch den ganzen Story-Modus getragen wird. Aber beginnen wir am Anfang: Nach dem öffnen der Verpackung strahlt uns ein Handbuch an. In der heutigen Zeit ist es vielen Publishern bequemer, das Handbuch auf ein undruckbares PDF zu quetschen anstatt es schön in die DVD Box zu legen. Ein klarer Pluspunkt schon beim Auspacken. Die Installation geht fix und auch beim Start wird man nicht mit langweiligen Ladesequenzen gequält. Stattdessen bekommt man im schönen, alten Stil die Entwicklerlogos und anschliessend das Intro zu Gesicht. Im Hauptmenü gibt es dann aber auch schon den ersten Abzug: Das Menü (bzw. das Interface allgemein in diesem Spiel) hat eine sehr großzügige Kollisionsabfrage der Maus. Wenn ich zum Beispiel auf "Spiel laden" drücken will, kommt stattdessen das Tutorial zum Vorschein. Zum Glück wird man durch den Buttoneffekt davor gewarnt, so dass man noch kurz korrigieren kann. Beginnen wir also mit einem neuen Spiel. Man hat die Wahl zwischen dem Story Modus, dem Kampagnenmodus und verschiedener Szenarien (man kann es auch Einzelmissionen nennen). Im Story Modus werden zuerst alle Mission auf Seiten des Afrika Korps gespielt, bis dann zu den "Desert Rats" gewechselt wird. Zwischendurch wird dann auch die Geschichte zwischen dem Deutschen Erich von Hartmann und dem Briten Gregory Sinclair weitererzählt. Der Kampagnenmodus ist mit dem Story Modus identisch, lässt aber die komplette Geschichte vom Spiel weg. Sudden Strike und Blitzkrieg Spieler werden mit diesem Modus schon vertraut sein. Die Szenarien sind eigentlich nur einzelne Missionen, die ohne jeden Zusammenhang zueinander gespielt werden. Wir haben uns in diesem Fall für den Story Modus entschieden und wollen auch gleich anfangen zu spielen. Sofort geht es in den Missionsbriefing-Bildschirm. In der oberen, rechten Ecke gibt es die so genannte "Zeittafel": Dort werden die historischen Aktionen des Afrika Korps zu der Zeit in der die Mission spielt angezeigt. Links davon gibt es dann die Karte, die (ein bisschen unübersichtlich) einen kleinen Missionsplan zeigt. Unter der Karte erscheint der Einleitungstext für die Mission. Rechts davon werden einem dann die Missionsziele mitgeteilt. Hier gibt es dann erneut einen Abzug: Manchmal sind die Missionsziele etwas ungenau definiert. Einmal wurde mir erzählt, ich soll die feindlichen Stellungen auskundschaften. Gleich am Anfang wurde mir dann jedoch erzählt, dass ich ein Gebiet einnehmen muss. Ich hatte natürlich nur Infanterie zusammengestellt, so dass es so kein weiterkommen gab. Es geht also weiter: Nun kommen wir in den Bildschirm, in welchem wir unsere Einheiten zusammenstellen können. Ganz oben gibt es eine menge Kategorien. So zum Beispiel Flugzeuge, Panzer, Infanterie und Artillerie. Jede Einheit kostet Missionspunkte (MP). Für jede Mission wurde der maximale Wert der MP angepasst. Außerdem kann man in jeder Mission zusätzlich MP gewinnen, wenn man besondere Aufgaben erfüllt. Wie gesagt, jede Einheit kostet. Bei der Infanterie zum Beispiel kostet ein Schütze mit Kar98 1 MP, während der MP-Schütze mit der MP40 5 MP kostet. Man sollte seine Einheiten also vorsichtig auswählen. Wir haben unsere Einheiten nun ausgewählt und befinden uns im Spiel. Dort wird man ersteinmal die wunderschöne Grafik betrachten. Schöne Bäume, wunderbare Oasen und tolle Einheiten lassen das Auge staunen. Der Held (Hartmann oder Sinclair) wird immer mit einem Symbol über dem Kopf gekennzeichnet. Aber zurück zur Grafik: Explosionen sehen überwältigend aus und ein Sandsturm hat richtig tolle Effekte. Für diese tolle Grafik gibt es einen dicken Pluspunkt! Wir beginnen also mit dem Spiel und markieren unsere Panzer und sausen vorwärts. Als wir die feindlichen Linien erreichen, kommt die erstaunliche Meldung, dass wir angegriffen werden. Allerdings nicht unsere Panzer, nein, die Lastwagen ganz hinten. Überleitung geschafft, Thema Scripts: Das Spiel scheint auf gescripteten Events aufgebaut zu sein. "Wenn der Spieler mit den Einheiten die feindlichen Linien erreicht, dann attackiere die Lastwagen.". Soll heißen, eine Mission ist beim ersten Mal so gut wie unschaffbar und der Schwierigkeitsgrad ist derbe hoch (ok, ich spiele auch auf schwer). Fazit: Trotz einiger Mankos (besonders gescriptete Events) ist Afrika Korps vs. Desert Rats mein neuer König auf dem Thron der Strategiespiele. Ich kann jedem empfehlen, unbedingt zuzugreifen.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brillant, 9. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Afrika Korps (Computerspiel)
Mit „Afrika Korps vs. Desert Rats" bedienen die ungarischen Entwickler das schon arg strapazierte Genre der WK2 Echtzeitstrategie und die Spielergemeinschaft erwartet einen mehr oder weniger gut gelungenen Blitzkrieg oder Sudden Strike Klon. Jedoch weit gefehlt. Schon das sehr gelungene Intro verfrachtet den Spieler in eine zugegebenermaßen nicht allzu anspruchvolle Rahmenhandlung in der sich zwei befreundete ehemalige Olympioniken aus England und Deutschland vor dem Hintergrund der Kämpfe in Nordafrika gegenüberstehen. Die Helden Oberstleutnant Hartmann und Colonel Sinclair. Mit ersterem absolvieren Sie das wenig aussagekräftige Tutorial und die einleitende Mission, anschließend geht es mit acht Missionen pro Charakter zur Sache. Jede Mission wird von einen historischen Kurzabriß und einer das Kriegsgeschehen begleitenden, tagebuchartigen Abhandlung eingeleitet. Anschließend läßt sich die eigene Streitmacht zusammenstellen. Bemerkenswert ist die Möglichkeit, die Fähigkeiten der Fahrzeuge durch Modifikation der Besatzungsmitglieder aufzuwerten. Ein Panzer IV D mit Scharfschützen und Fernspäher ist wesentlich leistungsfähiger als mit der Standardbesatzung aus einfachen Schützen. Natürlich geht diese Aufwertung zu Lasten der verfügbaren Missionspunkte. Diese stellen das Budget dar, welches dem Spieler zur Verfügung steht und für welches er Einheiten erwerben kann. Die verfügbaren Einheiten sind streng limitiert und entsprechen in ihrer Modellvielfalt den historischen Gegebenheiten recht gut. Zum Anfang rasseln Panzer II und III Modelle über den Wüstensand wogegen gegen Ende der deutschen Kampagne die gefürchteten Tiger aufkreuzen. Der eigene Fuhrpark läßt sich allerdings durch das Erbeuten von feindlichen oder zurückgelassenen eigenen Einheiten beträchtlich aufstocken. Besonders hilfreich ist dieser Umstand in der britischen Kampagne in der Churchill und Cruiser gegen Panzer IV und Tiger bestehen müssen. Auch die Fähigkeiten der Veteranen wird durch 3 Erfahrungsstufen berücksichtigt und, sofern die Einheit die Schlacht überlebt, in die nächste Mission mitgenommen. Die Missionen sind sehr abwechslungsreich und lehnen sich an die tatsächlichen historischen Geschehnisse an. Allen gemeinsam ist die Tatsache, daß man selber regelmäßig gegen eine gut positionierte Übermacht antritt, die nur durch geschicktes Taktieren zu bezwingen ist. Die Vielfalt an sehr detailliert nachgebildeten Einheiten läßt da allen Möglichkeiten offen. Allein acht verschiedene Infanterieeinheiten sowie verschiedenste Artillerie-, Panzerabwehr- und Flugabwehrgeschütze sowie etliche Panzer und Aufklärer, Transporter und Reparaturfahrzeuge stehen zur Verfügung. Die 3D Landschaft ist hierbei ein wirklicher Augenschmaus! Alle Einheiten sind sehr liebevoll Nachgebildet und sehen selbst bei maximalem Zoom hervorragend aus. Die technischen Besonderheiten der Waffensysteme wurden recht gut umgesetzt und so dreht der schwere Tiger fast 15sek. um 360° wobei der flinke Cruiser schwache Bewaffnung und dünne Panzerung durch Agilität auszugleichen versucht. Effekte wie wirbelnder Staub, Schatten und Witterungseinflüsse sowie grandiose Explosionen runden das Gesamtbild vorbildlich ab. Trotz der recht geringen Missionsanzahl sitzt man recht lange an diesem Titel da die Missionen häufig recht fordernd sind und man schließlich recht viele Einheiten behalten will. Auch gibt es immer Sekundärziele oder versteckte Bonusziele die für hohe Prestigepunktezahl und damit für mehr Spezialeinheiten sogen. Die Gegnerische KI kann ich getrost als sehr gut bezeichnen, zumal das Missionsskript ab und an für unschöne Überraschungen aus dem Hinterhalt sorgt. Die musikalische Untermalung ist gut gelungen und nur die Synchronisation ist als völlig unprofessionell zu bezeichnen. Der britische Akzent des englischen Colonels hört sich eher nach Kreuzung zwischen Österreicher und betrunkenem Australier an. Die Sinnhaftigkeit der Befehlsbestätigungen der eigenen Truppen darf ebenfalls ruhig in Frage gestellt werden. Dieser Umstand stellt jedoch zusammen mit den ab und an etwas eigenwilligen Wegfindungsroutinen den einzigen Kritikpunkt dar. Dieses Spiel hat mich drei Tage ununterbrochen an den PC gefesselt und wird mit Sicherheit noch einige Male durchgespielt.
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