SZ und FAZ - das sind gemeinhin die Tageszeitungen, die man die "großen" deutschen Blätter nennt.
Wer die FAZ aufschlägt, dem fällt sofort die klare Ordnung, die klare Struktur des Inhalt auf. Klar wird hier zwischen MEINUNG und BERICHT getrennt. Keine subtile Ironie in den Berichten, keine "witzigen" Anspielungen oder suggestiven Zwischenfragen - dafür ist Platz in den Glossen, Kolumnen und Kommentaren!
Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Für jeden, der sich auf höchstem Niveau informieren will, ist also etwas dabei. Im ersten "Buch", dem Politikteil, gibt es interessante Hintergrundberichte, Rezensionen Politischer Bücher sowie die "Klatschseite" Deutschland und die Welt, die man vor allem liest, wenn der Wirtschaftsteil im "Halbschlaf" am Morgen noch zu komplex erscheint. Der Sportteil wird dabei keineswegs "stiefmütterlich" behandelt - im Gegenteil. Schon viele Male wurde er von Sportlern und Sportjournalisten zum besten Sportteil Deutschlands gekürt.
Man sage nicht, die FAZ schreibe "kompliziert", wie man es oft unter Jugendlichen hört. Wer ein Thema nicht versteht, für den ist eben jeder Text zu diesem Thema komplex. Außerdem ist der Vorwurf vollkommen unsinnig. Die FAZ bringt Sachverhalte auf den Punkt, ohne lang zu "erzählen", klar und geordnet. Davon könnte sich der FOCUS mit seinen "Fakten, Fakten, Fakten" eine Scheibe abschneiden.
Kein Vergleich dazu die SZ. Fröhlich wird dort Kommentar und Bericht zu einer wilden Mixtur vermengt, bei der oft nicht klar wird: Was lese ich hier? Einen Sachbericht, einen Kommentar oder gar - eine Satire? Zudem wirkt das Layout unübersichtlich, überall wimmelt es von Kästen und kleinen Meldungen. Unwichtiges schiebt sich zwischen Bedeutsames.
Wer also dem Weltgeschehen eins zu eins ins Auge blicken möchte und nicht mit einer wirren Mixtur abgespeist werden will, sollte zur FAZ greifen.