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F wie Fälschung

Oja Kodar , Elmyr de Hory , Orson Welles    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,67 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Oja Kodar, Elmyr de Hory
  • Regisseur(e): Orson Welles
  • Komponist: Michel Legrand
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 7. April 2006
  • Produktionsjahr: 1975
  • Spieldauer: 84 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000EMTGL8
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 50.117 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Orson Welles war ein Genie. Und "F wie Fälschung" ist ein eindrucksvolles Dokument dessen. Welles erschafft eine Dokumentation, die Fakt und Fiktion miteinander verwebt, zwischen echten und falschen Geschichten hin und herschwankt, den Zuschauer aber im Unklaren darüber lässt, was er gerade sieht. "F wie Fälschung" ist keine leichte Kost, aber Arthaus at its best! Fazit: Hochinteressant

Moviemans Kommentar zur DVD: Bild und Ton sind dem Alter entsprechend. Der Kauf dieser DVD lohnt schon alleine wegen der herausragenden Dokumentation, die im Bonusmaterial zu finden ist.

Bild: Die Bildqualität dieses mehr als 30 Jahre alten Films ist nicht mehr ganz taufrisch, dürfte aber auch seinerzeit schon bewusst etwas schlechter gewirkt haben, um dem Gezeigten mehr Glaubwürdigkeit zu vermitteln. So findet sich sehr oft sehr starkes Rauschen (00:11:20), bei dem dann auch richtige Rauschmuster innerhalb des Grieselns zu erkennen sind. Die Schärfe ist nichts, worüber man ins Schwärmen geraten würde. Zu oft gibt es Einstellungen, in denen man mehr Masse als Klasse sieht, sprich Details kaum wahrnehmen kann (00:20:25). Gelegentlich schleicht sich in den Film ein durchaus störendes Flimmern (00:54:57). Die Vorlage ist größtenteils noch recht gut erhalten, ein paar Verschmutzungen gehören jedoch dazu.

Ton: Der Ton liegt in Mono vor, was ganz und gar ausreichend ist. Hauptsächlich hört man Welles per Off-Kommentar. Seine aber auch die Stimme des Synchronsprechers ist sauber und klar zu verstehen, geradezu eindringlich. Die Stimme übertönt alles, sie ist das definierende Element des Tons. Und darum tritt alles andere in den Hintergrund.

Extras: Neben dem Trailer gibt es eine mehr als 80-minütige Dokumentation namens "Orson Welles: The One-Man Band". Diese Dokumentation ist noch interessanter als der Film, für den sie Bonus darstellt. Sie beschäftigt sich mit den letzten 20 Jahren im Schaffen von Orson Welles, wobei hier einige Fragmente und Stücke aus den größtenteils unveröffentlichten Filmen des Meisters gezeigt werden. Diese Dokumentation macht den Mund wässrig auf das, was es noch in den Archiven zu finden gibt, die Welles Oja Kodar hinterlassen hat. Die Dokumentation gibt einen enormen Einblick in das ruhelose Schaffen eines Mannes, der von der Öffentlichkeit nur noch selten wahrgenommen worden ist. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Wahrheit, Lüge, Kunst und Fälschung - Orson Welles genialer Filmessay eröffnet dem erstaunten Betrachter völlig neue Blickwinkel auf scheinbar fest definierte Begriffe. Durch die geschickte Montage von Filmausschnitten und Scheindokumentationen beschreibt er die Methoden der Medien, Individuen und Massen zu manipulieren und die Unmöglichkeit, zwischen Realität und Illusion zu unterscheiden. Im Mittelpunkt der ironisch-witzigen Abhandlung stehen der berühmte Kunstfälscher Elmyr de Hory sowie der nicht weniger bekannte Tagebuchfälscher Clifford Irving...

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Enigma Orson Welles 19. Dezember 2010
Von christine TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Spätwerk von Orson Welles ist bestimmt von vielen Projekten, die nie zu Ende geführt wurden. Für "F for Fake" ließ sich Welles von einem Fernsehfilm seines Freundes Francois Reichenbach inspirieren, ein Filmessay zum Thema Fälschung, einer der wenigen Filme, die er in jener Zeit zu Ende brachte.
Zu Beginn sehen wir Welles als Mann, der mit Taschenspielertricks einen kleinen Jungen verblüfft. (Ein Leben lang fühlte sich Welles zur Zauberei hingezogen. Schon während des Zweiten Weltkriegs trat er an der Seite von Marlene Dietrich vor amerikanische Soldaten als Illusionist auf.) Soll es im Film um Täuschung gehen? Nein, versichert Welles, was der Zuschauer in der nächsten Stunde sehen werde, entspreche wirklich der Wahrheit (da der Film länger als eine Stunde dauert, darf man sich auf einige hanebüchene Geschichten zu Ende des Films gefasst machen). Welles erzählt die Geschichte des Kunstfälschers Elmyr de Hory, der mit seinen Modigliani nachempfundenen Bildern für einige Furore sorgte und seines Biografen Clifford Irving. Dazu verwendet Welles Material, das Reichenbach für einen Fernsehfilm in den 60er Jahren über die beiden gedreht hatte. Inzwischen war aber Clifford Irving selbst der Fälschung bezichtigt worden. Anfang der 70er Jahre stellte sich heraus, dass seine Howard-Hughes- Biografie auf Interviews beruhte, die Hughes nie gegeben hatte. Dieser verwehrt sich telefonisch dagegen, aber ist das wirklich Hughes` Stimme? Welles kommentiert dazu die gezeigten Filmausschnitte.
Zunehmend mäandert der Film in mehrere Richtungen. Kann man überhaupt von Fälschungen reden, wenn Experten ein Bild für echt erklären? Sind dann nicht die so genannten Experten die Fälscher? Joseph Cotton äußert sich zu den Dreharbeiten von "Citizen Kane", ursprünglich sei nicht Randolph Hearst, sondern Howard Hughes Vorbild für Citizen Kane gewesen. Aber ist das ein "richtiges" Interview oder wirkt Cotton hier lediglich am neusten Film seines Freundes Orson mit? Auszüge aus Welles` Hörspiel "Krieg der Welten" werden mit Bildern eines Außerirdischen-Films der 50er unterlegt. Können wir alles glauben, was wir sehen oder hören? Es wird für den Zuschauer immer wenig unterscheidbar, was auf den ursprünglichen Recherchen Reichenbachs (der selbst von Hory übers Ohr gehauen worden war) beruht und was Welles durch zusätzlich gedrehtes Material suggeriert. Hory behauptet schließlich kleinlaut, nie eine Signatur gefälscht zu haben (was natürlich überhaupt nicht der Wahrheit entspricht), aber Anlass zur Frage gibt, ob Kunst nur dann als solche gilt, wenn der Künstler hinter ihr erkennbar ist. Zum Schluss gibt es eine Geschichte über Picassos letzte Muse (1973 verstarb Picasso), die im Kontext der erzählten unglaublichen Geschichten fast authentisch klingt.
Zugegebenermaßen ist der Film keine leichte Kost. Dem Zuschauer wird einiges an Konzentration und Aufmerksamkeit abverlangt, um sich in Welles Gedankenwelten zu recht zu finden. Mal ironisch, mal nachdenklich umkreist er die dargestellten Personen, um abschließend in einer grandiosen Farce seine Lebensgefährtin Oja Kodar, die zu Beginn des Films kurz als Männertraum auftauchte, als Muse Picassos in einem Kunstskandal zu zeigen.

Als Extra bietet die DVD neben deutschen Untertiteln, einen Trailer für das französische Kino, Informationen zu Welles auf Texttafeln und die 84 minütige Dokumentation "The One-Man-Band" von Vassili Silovic (unter Mitwirkung von Oja Kodar) aus dem Jahr 1995, die allein schon die Anschaffung der DVD lohnt.
Marlene Dietrich hat einmal gesagt, dass es leicht gewesen sei, Orson Welles zu lieben. Oft schien seine in späteren Jahren bullige Statur den feinsinnigen Menschen Orson Welles zu verdecken und die Dokumentation eröffnet einen sehr privaten Blick auf seine Person. Oja Kodar öffnete für die Dokumentation ihr Archiv und zeigt viele Ausschnitte aus unvollendeten Projekten Welles`. Den "Don Quijotte" bezeichnete Welles selbst als sehr private Fingerübung, die Dreharbeiten für "The Deep", auf den er als Comeback sehr viel Hoffnungen gesetzt hatte, wurden kurz vor der Fertigstellung aufgrund des Todes von Hauptdarsteller Laurence Harvey abgebrochen. Bei "The other Side of the Wind" (mit John Huston und Peter Bogdonovich) ergaben sich juristische Problem, die das Projekt scheitern ließen. Für den "Kaufmann von Venedig" musste aus Kostengründen nach Kroatien ausgewichen werden, ohne den Film fertig stellen zu können. Für eine Neuverfilmung von "Moby Dick" (Welles spielte schon in Hustons Verfilmung mit) wollte Orson Welles alle Rollen spielen. Es gibt eine zu Herzen gehende Sequenz, in der Welles mitten in der Wüste den Monolog des Shylock spricht.
Es ergibt sich das Portrait eines Ideenreichen, der in der Filmindustrie zwar einerseits als Schöpfer von "Citizen Kane" herumgereicht wurde, dem sich aber fast alle Türen verschlossen, wenn er finanzielle Unterstützung für neue Filmprojekte suchte. Auszüge aus einer Diskussion mit Studenten runden diesen Eindruck ab. Ja, er hätte einige Filme irgendwie beenden können, vielleicht wären sie sogar besser geworden, es wären dann aber nicht mehr seine Filme gewesen. In einer Sequenz beschreibt Kodar, wie sie sich mit Welles und einigen Filmenthusiasten am Wochenende auf ein Filmgelände eingeschlichen hatten, um an einem Film zu drehen. Als besonderes Schmakerl zeigt die Doku auch den Originaltrailer des Films "F for Fake", in dem Szenen zu sehen sind, die rein gar nichts mit dem Film zu tun haben. Richtig, schließlich geht es ja um Fälschung.
Der Dokumentarfilm hätte ruhig doppelt so lang sein könne, er hätte zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Kaum ein Film ist je so nahe dem Menschen Orson Welles gekommen.

Großartig!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der letzte fertigestellte Film des Meisters... 9. März 2011
Von Thomas
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
F wie Fälschung ist der letzte fertigestellte Film von Orson Welles in Spielfilmlänge.Es
handelt sich hier bei um eine Halbdokumentation zum Thema Tricks, Betrug und Fälschung, hinter das
Licht führen.Im ersten Moment könnte man denken: Es könnte langweilig werden. Da ich aber ein Fan von Orson Welles
bin, dachte ich mir, probierst du den Film einfach mal aus und siehe da ich war angenehm überrascht.
Der Film ist flott inszeniert. Man sieht das Welles es immer noch kann. Die Figuren, wie der damals beste Kunstfälscher,
Welles selber, um nur ein paar zu nennen, haben Charisma. Welles führt auch sehr gut durch den Film und brint einem das Thema näher
Die Bilder sind rasant geschnitten für eine Doku, wenig lange Einstellungen. Kurz um ist es ein netter kleiner Film,
der speziell für das Leute abseits des Mainstreamkinos ist. Er ist nicht umsonst von Arthouse rausgebracht worden.
Nebenbei noch ein Dankeschön an Arthouse.
Die Bildqualität ist nicht so besonders. Das hat man auch bei älteren Filmen schon besser gesehen. Sie ist aber annehmbar und schmälert den Gesamteindruck ins keinster Weise.
Bei einer Doku kann man nicht unbedingt ein Dolby Sorround erwarten, das ist klar und in der Zeit, in der
der Film gedreht wurde eh nicht. Die Personen sind aber alle gut verständlich.
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