Ich muss zu FEAR Files sagen, das ich es von Anfang an sehr kritisch beäugt habe und nach den ersten 1 bis 2 Leveln wieder abgeben wollte. Als ich mich aber auf das Gameplay einließ, entwickelte sich das Spielgeschehen und nach dem beenden der Extraction-Point Kampagne möchte ich nun hier meinen Erfahrungsbericht loswerden.
Ein Punkt, den man einfach nicht aus den Augen lassen kann, ist die Grafik und die Präsentation. Diese ist schlichtweg veraltet und kann auch nicht mit den weniger gutaussehenden Shootern der Xbox360 mithalten, auch nicht mit den wenigen genialen Effekten die die Grafik zu bieten hat. Die Levelumgebungen sind trist, Texturen teilweise unscharf. Da stechen die liebevoll animierten und texturierten Gegner und Endgegner um einiges heraus. In der Zeitlupe sieht alles durch einen Schärfe- und Farbeffekt alles etwas peppiger aus, allerdings sind diese Momente eher der kleinere Teil des Spielgeschehens.
Die Handlung der Extraction-Point Levelserie entpuppt sich als kurzläufiger Trip durch ein Fluchtszenario nach einem Helikopterabsturz. Unterwegs begegnet der Spieler mal hier, mal da Alma und ihren Kumpels. Die Schockmomente sind dabei sehr rar verteilt, aber manchmal genial umgesetzt: Sie gehen durch den Gang eines verlassenen und blutverschmierten Krankenhauses. Auf einmal werden Sie zurückgeschleudert, der Gang zieht sich auf die dreifache Länge fort. Als Sie an der Tür angelangen, und merken das diese nicht aufgeht, drehen Sie sich um und sehen in ein völliges heruntergekommenes Irrenhaus mit Holztüren, im nahtlosen Übergang. Alles wundervoll untermalt mit Horrorfilm-Musik und leisen Schreien im Hintergrund. Respekt an die Entwickler.
Die Steuerung und der Rest der relevanten Kriterien stimmen mit dem Hauptspiel überein und darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen.
Nach solchen Momenten bin ich froh diesen Artikel gekauft zu haben und nun begebe ich mich an die Mission-Perseus Kampagne und werde sehen, welche Greuelszenarien dort auf mich warten...