Meine Freundin hatte es mir geschenkt. Warum? - Weil eine unserer Katzen über mehrere Wochen hinweg eine Futtermittelallergie aufgebaut hatte, und die Allergie schließlich unübersehbar so schrecklich wurde, dass wir von einem Tag auf den anderen, völlig ohne jede Information oder Literatur, das Dosenfutter wegließen. Zunächst fütterten wir "nach Gefühl", mal roh, mal gekochtes Fleisch, immer auch Brühe.
Nach 3 Wochen wurden die Katzen ein bisschen struppig. Zu diesem Zeitpunkt bekam ich das Buch, las es in knapp 2 Stunden (so irre viel Text ist nicht drin), habe viel, wirklich viel über Katzen und ihre Ernährungsbedürfnisse gelernt, bin aber schonmal sofort an dem komplizierten Bedarfsrechnen gescheitert (Mathe ist nicht meine Stärke).
Dann stellte ich gemäß dem Buch, so weit wie ich es verstanden hatte, das Barfen besser ein, bestellte mir für den Anfang noch ein Mineral-Komplettpulver (nur solange, bis ich mit all den anderen Supplementen ausgestattet sein würde) und gab mein Bestes.
Das Fell wurde wieder besser. Die Verdauung regulierte sich.
Aber dann bekam die andere Katze ganz schlimme Zahnschmerzen. Ein Zahl war verfault und musste rausoperiert werden.
Nun ging ich im Internet auf die Suche. Ich fand eine sehr sehr tolle Seite einer Züchterin, die dort all ihr Wissen, und jahrzehntelange Barferfahrungen völlig kostenlos mit jedem Leser teilte.
Unter anderem stand dort: Kein Zucker!
Katzen sind Fleischesser. Und zwar ausschließlich. Die paar Samen, die sich im Magen einer Maus befinden machen 3-5% der Futtermenge aus. Das ist echt wenig. Der ganze Rest besteht aus Fleisch (und Knochen, Haut, Knorpel, Blut, Innereien).
Das waren völlig neue Informationen.
Denn bei vorliegendem Buch wird eigentlich bei jeder Mahlzeit Getreide und Gemüse und Obst beigefügt (Obst - Fruchtzucker).
Das ließ ich nun also lieber komplett weg.
Die Tierärztin meinte zwar, der schlimme Zahn käme nicht vom Futter, aber Zucker/Obst sollen wir trotzdem nicht geben, weil sich dann mehr Keime/Bakterien im Mund ansammeln.
Und das ist eigentlich mein Hauptkritikpunkt an dem Buch: dass es Zucker empfiehlt, und viel Samen und Gemüse. Und auch pflanzliche Öle, die wohl vom Katzenorganismus überhaupt nicht aufgenommen werden können.
Ich orientiere mich jetzt lieber an der Seite der Züchterin, die sogar auch noch leichter zu verstehende Rezepte für den Anfang/Anfänger liefert.