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Drei Töchter hat die verwitwete Fürstin von Neustatt-Birkenstein auf ihrem baltischen Landsitz standesgemäß zu erziehen und an den Mann zu bringen. Die beiden älteren Schwestern tragen ihr Schicksal mit der angemessenen Resignation. Die jüngste dagegen versucht aus ihrem Käfig auszubrechen.
Noch einmal nimmt Keyserling hier die Hauptthemen seiner früheren Romane auf: den Niedergang des baltischen Adels und den Ausbruch aus erstarrten Konventionen. Gleich einem impressionistischen Maler schildert der »baltische Fontane« eine versunkene Zeit, in der die jüngste Tochter versucht, den Schritt in eine schwierige Zukunft zu wagen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meister der Sprache,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fürstinnen: Roman (Taschenbuch)
Über die "Qualität" der Handlung läßt sich vielleicht streiten, aber nicht über die der Sprache. Manche Stellen sind derart poetisch und wundervoll erzählt, dass ich sie direkt noch einmal gelesen habe!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Kunstvoll und grau,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fürstinnen: Roman (Taschenbuch)
Ja, er konnte schreiben, dieser Eduard von Keyserling, daran besteht kein Zweifel. Auch in "Fürstinnen" zeichnet er wieder auf meisterhafte Weise das Bild von schönen Landschaften und empfindsamen Menschen - und ebenso meisterhaft legt er über all das den Grauschleier von Untergang und Lebensuntüchtigkeit. Diesmal wechselt er vom niedrigen zum hohen Adel. Die kleine Prinzessin Marie von Neustatt-Birkenstein ist in einem goldenen Käfig gefangen, der noch um ein vieles enger und unnatürlicher ist als die Konventionen, die die Heldinnen von Keyserlings anderen Romanen binden. Sie träumt davon auszubrechen, doch ihre Schritte sind so zaghaft, dass man von einem wirklichen Versuch gar nicht reden kann. Wo andere Keyserling-Heldinnen wenigstens mit einer gescheiterten Beziehung aufwarten können, gelingt es Marie erst gar nicht, wirklich eine Beziehung zu knüpfen.Nicht nur uns heutigen Lesern erscheint sie völlig fern, sondern sogar für die benachbarten Adelstöchter im Roman ist und bleibt sie nur das weltfremde "Prinzeschen". Vielleicht wäre die scharfsinnige Hilda,die meint "Warum sollen wir immer Töchter bleiben? Tochter ist ein Wesen, das eigentlich nur dazu da ist, um abends ins Haus zurückgeschickt zu werden, damit es der Mama einen Schal holt, weil es anfängt, kühl zu werden", die spannendere Heldin gewesen. Die Geschichte der kleinen Marie aber, die nicht gut enden kann, ja nicht mal überraschende Wendungen erwarten lässt, ist bei Klasse von Keyserling doch arg depressiv geraten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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