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»Hay dos. Su capellán también.«
»Sehr gut, Ali! Biete dem Kaplan auch etwas zu trinken an!« Mit dem gewerbsmäßigen Verfassen von Romanen habe ich nun schon vor zwölf Jahren aufgehört. Immerhin, werter Leser, wenn Sie meine Bücher irgend kennen und sich die Mühe machen wollen, den ersten Satz nochmal zu lesen, müssen Sie zugeben, daß ich von meiner alten Schläue im Anzetteln eines packenden Beginns noch nichts eingebüßt habe. Aber hier ist gar nichts, was ich erst hätte anzetteln müssen. Manchmal arbeitet das Leben der Kunst in die Hände. Daß ich einundachtzig war, konnte ich kaum bezweifeln: Den ganzen Vormittag hatten Glückwunschtelegramme mir immer wieder die Zahl unter die Nase gerieben. Geoffrey, der sich nun schon in seine hautengen Leinenhosen zwängte, war mein Sekretär, aber zugleich darf ich ihn wohl als meinen Ganymed, Geliebten oder Buhlknaben bezeichnen. Und spanisch arzobispo heißt unbezweifelbar Erzbischof. Es war kurz nach vier an einem Junitag auf Malta - dem dreiundzwanzigsten Juni, um es genau zu sagen und den ehrlich Interessierten das Nachschlagen im Who's Who? zu ersparen.
Geoffrey schwitzte viel (nicht vor Anstrengung) und setzte Fett an. Für einen Bengel von fünfunddreißig hatte er wohl ein allzu bequemes Leben. Aber wie die Dinge lagen, ließ sich unsere Trennung nicht mehr viel länger hinausschieben. Geoffrey würde gar nicht zufrieden sein, wenn er zur Verlesung meines Testaments käme. »So ein altes Ekel, mein Lieber, und was ich nicht alles für den getan habe!« Und ich für ihn - aber das Beste käme erst posthum, lieber posthum.
Ich blieb noch einen Augenblick liegen, nackt, wie ich war, blauäderig, gelblich und mager. Ich rauchte eine Zigarette, nicht die postkoitale, wie es hätte sein sollen. Geoffrey bückte sich schnaufend, um die Sandalen anzuziehn; sein Bauch schlug einen dreifaltigen Speckwulst. Dann streifte er sein geblümtes Tropenhemd über.
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