In diesem Buch beginnt die Handlung mal nicht im Umkreis des friedlichen Münster, sondern auf dem meist nicht weniger friedlichen Norderney. Hier soll ein internationales Gipfeltreffen stattfinden - weil die Insel so leicht zu überwachen und abzuriegeln ist.
Doch bevor die Besichtigungen durch die Bundessicherheitsbeauftragten abgeschlossen sind taucht eine ganz unerwartete Gefährdung auf in der Form der durch Zecken übertragenen Frühsommerlichen Meningoenzepalitis (FSME). Kommissar Geis von der Norderneyer Polizeistation und Viola de Monti vom Bundesinstitut für Infektionskrankheiten in Berlin machen sich - auch gegen den Willen ihrer respektiven Vorgesetzten - auf die Suche nach dem Ursprung dieses Virus, der im hohen kalten Norden eher deplatziert ist und der sich auch sonst in der Republik auszubreiten scheint. Und der aus den Infizierten, die ihn überstehen, deutlich andere Menschen macht.
Ein Buch voller interessanter Denkansätze, die man sich durchaus mal durch den Kopf gehen lassen sollte, denn das, was der Virus bei den Überlebenden bewirkt, würden viele Menschen für erstrebenswert halten.
Wegen der für mich nicht ganz nachvollziehbaren Motivation der Personen auf "der anderen Seite" unserer "Helden" möchte ich für dieses Buch nur viereinhalb Sterne geben, aber es ist auf jeden fall lesens- und bedenkenswert.