Sir Josse d Aquin und Aebtissin (habe leider keine Tastatur mit Umlauten) Helewise klaeren eine wirre Geschichte um einen anscheinenden Giftmord, der offenbar mit der Lebensweise eines den alten germanischen Goettern verhafteten und in den Marschen der SO-Kueste Englands lebenden Clans in einem mysterioesem Zusammenhang steht. King Richard the Lionheart ist gerade im Oesterreich Leopold V. bzw. im Reich Kaiser Heinrich VI. gefangen und harrt der Ausloesung durch die Finanzkraft seiner Untertanen.
Einfach gestrickter Mittelalterkrimi in schwacher Uebersetzung in gespreiztes Deutsch und einigen sprachlichen Aergernissen.
Die Erzaehlung bleibt vordergruendig und blass. Verglichen mit Peter Tremaynes Fuelle von fundierten Hinweisen auf die gaelisch-irischen Verhaeltnisse, den Blutopern Susanna Gregorys zur Zeit des Schwarzen Todes im universitaeren Cambridge und den soliden Ermittlungen von Candace Robbs Captain Archer in Oxford und sogar den eher skurrilen Erhebungen des Coroners Sir John bei Paul Harding, mangelt es der Autorin an kreativen zeitlichen Bezuegen, die den Reiz des Genres eben ausmachen. Der deutsche Titel steht - wie oft - mit der Geschichte in keinerlei Zusammenhang. Wenn das alles ist, was Ritter Josse zu bieten hat, dann ist es fuer eine weitere Begegnung mit ihm zu wenig. Schauen wir einmal. Fuer Freunde des Genres und Rekonvaleszente.