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Für immer und ewig: Eine Art Reigen
 
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Für immer und ewig: Eine Art Reigen [Taschenbuch]

Doris Dörrie
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"In diesem Text finden sich mehr, klügere, originellere und einleuchtendere Beobachtungen über die langen Schwierigkeiten oder kurzen Herrlichkeiten zwischenmenschlicher Beziehungen als bei irgendeinem anderen Autor, irgendeiner anderen Autorin aus Doris Dörries Generation. Auch wäre es schwer, im ganzen 20. Jahrhundert eine Schriftstellerin aufzutreiben, aus deren Werken man - als Mann - soviel darüber erfährt, wie es auf der anderen Seite, nämlich im psycho-physischen Haushalt der Frauen, zugeht. Doris Dörrie ist da unerschöpflich. Und sie schreibt weder schadenfroh - obwohl derartiges psychologisches Durchschauen-Können zur effektvollen Boshaftigkeit verführt -, noch feministisch. Sie formuliert uneitel, treffsicher, kühl." (Süddeutsche Zeitung)
"Doris Dörrie erzählt wunderbar leicht und flüssig lose zusammenhängende Geschichten über Hoffnungen und Enttäuschungen. Liebevoll ironisch, mit unbestechlichem Blick für verräterische Details." (Sibylle)
"Ein buntes Kaleidoskop von Geschichten aus dem prallen Leben." (Norddeutscher Rundfunk)

Kurzbeschreibung

Wieder erzählt Doris Dörrie Liebesgeschichten. "... Todtraurig verlaufen sie und grotesk zugleich, abgrundtief enttäuschend und mit bitterbösen Pointen. Was sie von den landläufigen Liebesgeschichten unterscheidet? Der lässige, fast frivol anmutende Unernst, mit dem Frau Dörrie sie vor dem Leser ausbreitet, und die spielerische Leichtigkeit, mit der sie das Schicksal ihrer Figuren ins Komische wendet", schrieb die FAZ.

Klappentext

Doris Dörrie - Für immer und ewig

»Doris Dörrie ist in diesem Buch auf der Höhe ihrer Männer- und Frauencharakterstudien. Ein Buch zum Lachen und zum Weinen. Zum genießerischen Wehmütigsein und zum sinnigen Nachdenken.« Die Welt, Bonn

»In diesem Text finden sich mehr, klügere, originellere und einleuchtendere Beobachtungen über die langen Schwierigkeiten oder kurzen Herrlichkeiten zwischenmenschlicher Beziehungen als bei irgendeinem anderen Autor, irgendeiner anderen Autorin aus Doris Dörries Generation. Auch wäre es schwer, im ganzen 20. Jahrhundert eine Schriftstellerin aufzutreiben, aus deren Werken man als Mann - soviel darüber erfährt, wie es auf der anderen Seite, nämlich im psycho-physischen Haushalt der Frauen, zugeht.« Joachim Kaiser / Süddeutsche Zeitung, München

»Doris Dörries Geschichten von Liebe und Leid, von Täuschung und Enttäuschung sind einmalig, teilweise grotesk und alltäglich möglich. Sie bieten dem Leser Chancen zur Begegnung mit Neuem und mit sich selbst. Die Autorin erzählt sensibel und unverblümt zugleich und packend bis zum Schluß.« Ute Schönefeldt Westfalen-Blatt,- Bielefeld

Autorenportrait

Doris Dörrie wurde 1955 in Hannover geboren. Sie war nach dem Abitur längere Zeit in den USA, studierte Theaterwissenschaften und Schauspiel in Kalifornien und New York, entschloß sich dann aber nicht vor, sondern hinter der Kamera zu stehen. Ihre Abschlußarbeit an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen "Der erste Walzer" wurde auf Festivals und im Fernsehen gezeigt, Männer, ihr dritter Kinofilm, in der ganzen Welt. Parallel zu ihrer Kinoarbeit veröffentlicht sie Kurzgeschichten, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Ihr erster Roman "Was machen wir jetzt? war monatelang auf den Bestsellerlisten. Doris Dörrie lebt in München.

Auszug

Neunzehnhündertachtundsechzig

Im Frühjahr 1968 begann ich zu Gott zu beten, er möge mir endlich einen Busen wachsen lassen. Ich hatte noch überhaupt keinen und meine Tischnachbarin Antonia den größten in der Klasse. Er war so riesig, daß sie ihn vor sich auf den Tisch legen könnte. Heimlich nannte ich Antonia »das trojanische Pferd«, nicht nur, weil sie so groß und schwer war und ihre Beine aussahen wie Säulen, sondern weil ich nie das Gefühl loswurde, daß sie etwas vor mir verbarg. Ich erzählte ihr immer alles und sie mir fast nichts. Um ein Haar hätte ich ihr sogar anvertraut, daß ich jeden Abend Gott um einen großen, dicken, schönen Busen wie den ihren anflehte.

Aber es war nicht nur ihr Busen, den ich an ihr bewunderte, sondern die Unverfrorenheit, mit der sie ihren ganzen Körper zur Schau stellte. Trotz ihrer dicken Beine trug sie den kürzesten Minirock der ganzen Schule. Wenn sie sich bückte, sah man ihre Unterhose. Das war ihr anscheinend egal. Sie tat überhaupt so, als sei ihr ziemlich alles egal. Ich wußte, daß das nicht stimmte. Sie war eitel, gab es aber nicht zu. Zum Beispiel schminkte sie sich jeden Tag, gab es aber nie zu, und nur wenn man ganz scharf hinsah, konnte man feine braune Striche über ihren Augen entdecken.

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