Kurzbeschreibung
Schluß mit dem Rauchen! - mit diesem Buch kann jeder endlich den lang gehegten Vorsatz in die Tat umsetzen. Allen Carr zeigt eine verblüffend einfache Methode, mit der die nächste Zigarette wirklich zur letzten wird. Und das ohne Schockbehandlung und ohne starre Verhaltensregeln: Allein durch einen Wandel der inneren Einstellung gelingt es, dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören. Der ausführliche, psychologisch fundierte Ratgeber ist der Schlüssel zu einem gesunden und glücklichen Leben als Nichtraucher. Mit dieser erfolgreichen Methode, die bereits weltweit unzählige Anhänger gefunden hat, kann es endlich jeder schaffen.
Über den Autor
Der Bestsellerautor Allen Carr hat mit seinen Büchern weltweit Millionen Menschen von Nikotinsucht, Übergewicht und Flugangst befreit, indem er ihnen zeigte, wie sie mit seiner einzigartigen Methode ganz einfach und wie von selbst ihre Probleme hinter sich lassen. Durch den großen Erfolg seiner Selbsthilfe-Methode erlangte Carr internationales Ansehen. Weltweit gibt es "Carr-Standorte" mit speziell ausgebildeten Trainern.
Allen Carr starb am 29. November 2006 im Alter von 72 Jahren an Lungenkrebs. Nach zahlreichen erfolglosen Versuchen, das Rauchen aufzugeben, hatte der ehemalige Kettenraucher (100 Zigaretten pro Tag) 1983 die revolutionäre und äußerst erfolgreiche Methode der Suchtentwöhnung entwickelt. Im persönlichen Umfeld des Verstorbenen wird vermutet, dass jahrelanges Passivrauchen bei seinen Nichtraucherseminaren zu seiner Erkrankung beigetragen hat. Carr sagte dazu: "Eine vorsichtige Schätzung besagt, dass ich 10 Millionen Menschen geholfen habe, vom Rauchen loszukommen. Wenn das halbwegs zutrifft, war es den Preis wert."
Allen Carr starb am 29. November 2006 im Alter von 72 Jahren an Lungenkrebs. Nach zahlreichen erfolglosen Versuchen, das Rauchen aufzugeben, hatte der ehemalige Kettenraucher (100 Zigaretten pro Tag) 1983 die revolutionäre und äußerst erfolgreiche Methode der Suchtentwöhnung entwickelt. Im persönlichen Umfeld des Verstorbenen wird vermutet, dass jahrelanges Passivrauchen bei seinen Nichtraucherseminaren zu seiner Erkrankung beigetragen hat. Carr sagte dazu: "Eine vorsichtige Schätzung besagt, dass ich 10 Millionen Menschen geholfen habe, vom Rauchen loszukommen. Wenn das halbwegs zutrifft, war es den Preis wert."
Auszug aus Für immer Nichtraucher! von Allen Carr, Gabriele Zelisko. Copyright © 2000. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Allen im Wunderland
"Was um alles in der Welt tust du dir an?"
"Ich lasse mir eine Zigarette schmecken."
Die Frage kam von meiner Frau Joyce. Eine dieser glücklichen
Personen, die ihre erste Zigarette so widerlich finden,
dass ihnen für immer die Lust auf eine zweite vergeht.
Wie sollte auch ein Nichtraucher den Genuss des Rauchens
ermessen?
Die Zigarette hing aus meinem Mundwinkel wie bei
Humphrey Bogart, und die Tatsache, dass sie mit meinem
eigenen Blut getränkt war, schmälerte den Genuss nicht im Geringsten.
Ich blutete bereits zum zweiten Mal innerhalb einer
Stunde aus der Nase.
Die erste und wirklich schlimme Blutung war die Folge eines
krampfartigen Hustenanfalls, ausgelöst von jener ganz besonderen
Zigarette am frühen Morgen. Das Nasenbluten gehörte
seit kurzem fest zu meinem Tagesablauf. Joyce hielt mir regelmäßig
die bekannten Vorträge über die Auswirkungen des
Rauchens auf die Gesundheit. Sie gingen zum einen Ohr hinein
und auf direktem Weg zum anderen wieder hinaus.
Mir war ohnehin klar, dass das Rauchen mich umbringen
würde, durch die dauernden Ermahnungen kam ich mir nur
noch idiotischer vor - und meine Abhängigkeit von den Zigaretten
schien noch größer zu werden.
Nicht dass ich nicht aufhören wollte, aber ich wusste, ich
würde es nicht schaffen. Und damit unternahm ich nicht einmal
mehr den Versuch.
Nach dem ersten Nasenbluten wechselte ich den Anzug und
ging zu meinem Wagen. Dort saß ich, deprimiert und fertig,
und dachte: So sieht mein Leben nun aus mit diesem Zeug, und
ich halte es nicht aus ohne!
Ich spürte größtes Verlangen nach einer Zigarette, wusste
aber, dass dann das Nasenbluten wieder anfangen würde. Das
erste Mal hatte mir Angst eingejagt, ich hatte mindestens einen
Viertelliter Blut verloren, das sollte reichen.
Unter diesem Tauziehen mit der Angst leiden alle Drogenabhängigen
- und bleiben doch an der Droge hängen. Es war
ein elender Montagmorgen. Ich war entsetzt, wohin das Rauchen
mich gebracht hatte, und dachte gleichzeitig: Wenn ich jemals
wirklich eine Zigarette nötig gehabt hatte, dann jetzt!
Mein Raucherhirn fand schnell eine einfache Lösung des
Problems. Eines der wenigen Fächer, das mich in der Schule
interessiert hatte, war Biologie. Ich erinnerte mich, dass im
menschlichen Körper ungefähr vier Liter Blut zirkulieren.
Wenn ich nun einen Viertelliter verloren hatte, musste mein
Blutspiegel unter Nasenhöhe gesunken sein, weshalb wohl
auch das erste Nasenbluten aufgehört hatte. Ich konnte also
unbedenklich eine zweite Zigarette anstecken. Und tat es.
Ich halte mich selbst für einen halbwegs intelligenten Menschen.
Ich erinnere mich gut an Tony Hancocks klassische Bemerkung
in The Blood Donor und seinen entsetzten, ungläubigen
Blick, als man ihm erklärte, er solle einen halben Liter Blut
spenden: "Einen halben Liter! Das ist ja fast ein Arm voll! Ich
laufe doch nicht den ganzen Tag mit einem schlaffen Arm herum,
nur um einem amtlich zugelassenen Vampir einen Gefallen
zu tun!"
Ich wusste natürlich um die Funktionsweise des Blutkreislaufs
und insbesondere auch um die Wichtigkeit der permanenten
Blutversorgung im Gehirn; doch hier handelte es sich
um die typische Verirrung eines Drogenabhängigen. In unserem
Raucherleben kennen wir viele überzeugende Argumente dagegen
- und haben immer schnell fadenscheinige Ausflüchte
parat, um nur noch eine Zigarette zu rauchen!
Innerhalb kürzester Zeit lief das Blut wieder in Strömen, und
ich nahm nichts mehr wahr als meine eigene Erbärmlichkeit.
Doch plötzlich bemerkte ich, wie Joyce mich durch das Autofenster
anstarrte, in ihrem Gesicht jener gequälte Ausdruck,
den ich so fürchtete. Ich biss die Zähne zusammen und wartete
auf den üblichen Vortrag.
Er kam nicht. Joyce hatte wohl allmählich begriffen, dass
Vernunft und gesunder Menschenverstand bei Drogenabhängigen
absolut nichts bewirken, und war zu natürlicher Emotionalität
und weiblicher Intuition übergegangen.
Sie hatte einen Film gesehen über ein Paar, das unbeirrbar
versuchte, für sich selbst und ihr langsam an Leukämie sterbendes
Kind einen konstruktiven Lebensweg zu finden. Allein
so einen Film zu sehen ist schon herzzerreißend, wie qualvoll
muss dann erst die Realität sein.
Joyce fragte mich: "Glaubst du, du könntest mit so einer Situation
fertig werden?" Ich muss gestehen, ich war zum damaligen
Zeitpunkt so beschäftigt mit meinen eigenen unbedeutenden
Problemen, dass ich keinen Blick für die Nöte anderer
Menschen hatte. Sie redete weiter: "Es muss schrecklich sein
für dieses Paar, aber immerhin haben sie den Trost, alles zu versuchen,
was in ihrer Macht steht, und die Krankheit ist nicht
selbstverschuldet. Wie viel schlimmer glaubst du wohl ist es,
mit ansehen zu müssen, wie sich ein geliebter Mensch langsam
selbst zerstört und dafür auch noch ein Vermögen ausgibt. Man
sieht ja, dass Rauchen nun wirklich gar keinen Vorteil bietet.
Machst du dir eigentlich Gedanken, welche Sorgen du mir und
deinen Kindern bereitest? Merkst du nicht, wie selbstsüchtig du
bist? Was würdest du sagen, wenn ich das gleiche meinem Körper
antäte?" (...)
"Was um alles in der Welt tust du dir an?"
"Ich lasse mir eine Zigarette schmecken."
Die Frage kam von meiner Frau Joyce. Eine dieser glücklichen
Personen, die ihre erste Zigarette so widerlich finden,
dass ihnen für immer die Lust auf eine zweite vergeht.
Wie sollte auch ein Nichtraucher den Genuss des Rauchens
ermessen?
Die Zigarette hing aus meinem Mundwinkel wie bei
Humphrey Bogart, und die Tatsache, dass sie mit meinem
eigenen Blut getränkt war, schmälerte den Genuss nicht im Geringsten.
Ich blutete bereits zum zweiten Mal innerhalb einer
Stunde aus der Nase.
Die erste und wirklich schlimme Blutung war die Folge eines
krampfartigen Hustenanfalls, ausgelöst von jener ganz besonderen
Zigarette am frühen Morgen. Das Nasenbluten gehörte
seit kurzem fest zu meinem Tagesablauf. Joyce hielt mir regelmäßig
die bekannten Vorträge über die Auswirkungen des
Rauchens auf die Gesundheit. Sie gingen zum einen Ohr hinein
und auf direktem Weg zum anderen wieder hinaus.
Mir war ohnehin klar, dass das Rauchen mich umbringen
würde, durch die dauernden Ermahnungen kam ich mir nur
noch idiotischer vor - und meine Abhängigkeit von den Zigaretten
schien noch größer zu werden.
Nicht dass ich nicht aufhören wollte, aber ich wusste, ich
würde es nicht schaffen. Und damit unternahm ich nicht einmal
mehr den Versuch.
Nach dem ersten Nasenbluten wechselte ich den Anzug und
ging zu meinem Wagen. Dort saß ich, deprimiert und fertig,
und dachte: So sieht mein Leben nun aus mit diesem Zeug, und
ich halte es nicht aus ohne!
Ich spürte größtes Verlangen nach einer Zigarette, wusste
aber, dass dann das Nasenbluten wieder anfangen würde. Das
erste Mal hatte mir Angst eingejagt, ich hatte mindestens einen
Viertelliter Blut verloren, das sollte reichen.
Unter diesem Tauziehen mit der Angst leiden alle Drogenabhängigen
- und bleiben doch an der Droge hängen. Es war
ein elender Montagmorgen. Ich war entsetzt, wohin das Rauchen
mich gebracht hatte, und dachte gleichzeitig: Wenn ich jemals
wirklich eine Zigarette nötig gehabt hatte, dann jetzt!
Mein Raucherhirn fand schnell eine einfache Lösung des
Problems. Eines der wenigen Fächer, das mich in der Schule
interessiert hatte, war Biologie. Ich erinnerte mich, dass im
menschlichen Körper ungefähr vier Liter Blut zirkulieren.
Wenn ich nun einen Viertelliter verloren hatte, musste mein
Blutspiegel unter Nasenhöhe gesunken sein, weshalb wohl
auch das erste Nasenbluten aufgehört hatte. Ich konnte also
unbedenklich eine zweite Zigarette anstecken. Und tat es.
Ich halte mich selbst für einen halbwegs intelligenten Menschen.
Ich erinnere mich gut an Tony Hancocks klassische Bemerkung
in The Blood Donor und seinen entsetzten, ungläubigen
Blick, als man ihm erklärte, er solle einen halben Liter Blut
spenden: "Einen halben Liter! Das ist ja fast ein Arm voll! Ich
laufe doch nicht den ganzen Tag mit einem schlaffen Arm herum,
nur um einem amtlich zugelassenen Vampir einen Gefallen
zu tun!"
Ich wusste natürlich um die Funktionsweise des Blutkreislaufs
und insbesondere auch um die Wichtigkeit der permanenten
Blutversorgung im Gehirn; doch hier handelte es sich
um die typische Verirrung eines Drogenabhängigen. In unserem
Raucherleben kennen wir viele überzeugende Argumente dagegen
- und haben immer schnell fadenscheinige Ausflüchte
parat, um nur noch eine Zigarette zu rauchen!
Innerhalb kürzester Zeit lief das Blut wieder in Strömen, und
ich nahm nichts mehr wahr als meine eigene Erbärmlichkeit.
Doch plötzlich bemerkte ich, wie Joyce mich durch das Autofenster
anstarrte, in ihrem Gesicht jener gequälte Ausdruck,
den ich so fürchtete. Ich biss die Zähne zusammen und wartete
auf den üblichen Vortrag.
Er kam nicht. Joyce hatte wohl allmählich begriffen, dass
Vernunft und gesunder Menschenverstand bei Drogenabhängigen
absolut nichts bewirken, und war zu natürlicher Emotionalität
und weiblicher Intuition übergegangen.
Sie hatte einen Film gesehen über ein Paar, das unbeirrbar
versuchte, für sich selbst und ihr langsam an Leukämie sterbendes
Kind einen konstruktiven Lebensweg zu finden. Allein
so einen Film zu sehen ist schon herzzerreißend, wie qualvoll
muss dann erst die Realität sein.
Joyce fragte mich: "Glaubst du, du könntest mit so einer Situation
fertig werden?" Ich muss gestehen, ich war zum damaligen
Zeitpunkt so beschäftigt mit meinen eigenen unbedeutenden
Problemen, dass ich keinen Blick für die Nöte anderer
Menschen hatte. Sie redete weiter: "Es muss schrecklich sein
für dieses Paar, aber immerhin haben sie den Trost, alles zu versuchen,
was in ihrer Macht steht, und die Krankheit ist nicht
selbstverschuldet. Wie viel schlimmer glaubst du wohl ist es,
mit ansehen zu müssen, wie sich ein geliebter Mensch langsam
selbst zerstört und dafür auch noch ein Vermögen ausgibt. Man
sieht ja, dass Rauchen nun wirklich gar keinen Vorteil bietet.
Machst du dir eigentlich Gedanken, welche Sorgen du mir und
deinen Kindern bereitest? Merkst du nicht, wie selbstsüchtig du
bist? Was würdest du sagen, wenn ich das gleiche meinem Körper
antäte?" (...)