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Für immer in Honig
 
 
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Für immer in Honig [Gebundene Ausgabe]

Dietmar Dath , Daniela Burger
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1035 Seiten
  • Verlag: Verbrecher Verlag (Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940426024
  • ISBN-13: 978-3940426024
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13,6 x 6,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 306.995 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Dietmar Dath
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Schläft Dietmar Dath eigentlich auch mal? Gemach: "Für immer in Honig" ist nur die Neuauflage eines Mammutromans von 2005, eine 1035 Seiten starke Aktualisierung leninistischer Revolutionstheorie, ein Zombieschocker, ein badischer Heimatroman. Nicht zuletzt: ein Lob aufs lustvolle Besserwissertum. Glam! (fis)

Kurzbeschreibung

Für immer in Honig ist ein historischer Roman über Dinge, die nie passiert sind und nicht passieren werden. Er erklärt alles, was in der Zeitung steht und im Fernsehen kommt und handelt von Leuten, die sehr viel wissen und trotzdem alles falsch machen. Die Geschichte umfasst mehrere Jahrzehnte, in denen Deutschland vor die Hunde geht und die Beziehungen der Vereinigten Staaten von Amerika zum Rest der Welt sich verschlechtern, während die Toten ins Leben zurückkehren, die Wissenschaft Fortschritte eher seitwärts als nach vorne macht und die Popmusik sich nicht gerade verbessert. Das Buch enthält ausreichend Liebe, Gewalt und wichtige Enthüllungen über brennende Zeitprobleme, so dass man die rund tausend Seiten trotz Studium oder Berufsleben relativ rasch runterlesen kann und danach bald wieder Zeit für neue Romane, CDs und DVDs hat. Die verhandelten Themen sind unter anderem: Pädophilie, Hillary Clinton, Wölfe, Molekulargenetik, die NATO, die Schulden der Dritten Welt, süddeutsche Provinznester, Schnee, Nazis, Islamismus, Ehebruch, Berlin, Videokunst, Poststrukturalismus, Messer, haitianische Küche, Fernsehen, moderne Krankheiten, Pinguine, Frankfurt, Wladimir Putin und Ohrstöpsel aus Schaumstoff. Dies ist eine vollständige Neuausgabe des erstmals 2005 in kleiner Auflage erschienenen Romans. Damals schrieb Die Zeit: Prächtiges Kanonenfutter für die gerade einmal wieder aufbrandenden Scharmützel innerhalb der Linken in Deutschland. Altlinks oder poplinks, modern oder poststrukturalistisch, für oder gegen Amerika, politisch korrekt oder neoliberal wer raus aus dem Graben und rein ins Schlachtfeld will, lese den drastischen Dietmar Dath.

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ameisen vor! 8. August 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Mein Eindruck auf halber Strecke: Klug, überkandidelt, liebevoll, sarkastisch, mal locker, mal verkrampft. Meistens überladen. Auch als Fan von Eintopfgerichten mundet mir nicht alles, was einen unter einem bzw. zwischen zwei Deckeln erwartet. Drei kleine Gänge hätten mich jubeln lassen (vier waren tatsächlich mal geplant, lese ich später) Doch welcher Magen hält das hier durch? Da haben wir Agentinnen, Werwölfe, Zombies, Knabenschlitzer, Lolita, 68er Strukturalismusdebatte, streng dialektische Analysen und Porno, alles durchaus glaubhaft ausgeführt auf einem Teller und suchen jemanden, der das runterkriegt. Ich kann es nur bedingt.

Was sind das für Figuren? Valerie und ihre Bande z.B. sind anfangs lebensnah gezeichnete Teenager, wenig später altmarxistische Esohexen.
Was soll die Kategorientheorie (Metamathematik) auf 333 ff.? Da spielt er Gott, schön. Alle wissenschaftlichen Anmerkungen haben eine reale Basis. Das verblüfft des öfteren, befriedigt aber nur zum Teil. Da, wo ich durchblicke, finde ich Halbwissen, elegant hinter Generalisierungen versteckt. Auch die regelmäßigen Namedropping-Amokläufe lassen einen Blender vermuten, der Dath natürlich nicht ist. Okay, dann sind die Akteure gewollte Blender, allen voran Andreas Willer und Robert Rolf, aber das sind doch auch wieder mehr oder weniger ehrliche Inkarnationen des Autors. Oder?

Was sind das für Nebenrollen? Der Knabenschlächter ist überflüssig und abstoßend. American Psycho Abklatsch. Die Mathematikerin ist eigentlich gut. Mit ihr lenkt er auf interessante Themen, die aber trotzdem im Kontext irrelevant bleiben. Sieht für mich jedenfalls so aus. Ich bin vermutlich zu blöd für dieses Buch. Dabei liebe ich Assoziationssprünge. In Sekundenbruchteilen quer durch den Kosmos? Aber gern!

Überraschungen sind gut. Davon bekommt man genug geboten. Aber manchmal wäre etwas Spannungaufbau, ein roter Faden, ganz nett gewesen. Für mich zu oft war da die Willkür am Werk. Wenn nach quälenden Seiten voller Klischees über die selbstverständlich schlimme US-Hegemonialpolitik ein Selbstmordattentäter ex machina vor Hillary Clinton purzelt, der von einem Deutschen (mit köstlich wiedergegebenem Akzent) zufällig niedergestreckt wird, kündigt sich das mit keinem Wort an. Wie ist das gemeint? Schockierend? Lustig? Historisch zwangsläufig? Bitterernst? Gott, bloß nicht. Womöglich alles?

Was ist Füllmasse, was ist besoffenes Gelaber, was ist genial auf den Punkt gebracht, was ist absurd, was ist real? Dieses ständige Kategorisieren, ohne das man als Leser völlig untergeht, über mehr als tausend Seiten, schlaucht mörderisch. Nach den ersten fünfhundert war klar, dass mich dieses dicke Buch nicht um Einsichten, sondern Zweifel reicher zurücklassen wird.

Besonders stach heraus:
Kapitel 29: Sinnloser Porno-Trash
Kapitel 30: Didi erklärt die Welt und wirft die letzten Fragen auf. Putzig und gut.
Schön zynisch: Kinderarbeit in Haiti für die europäsche Künstlerelite.
Klasse: Der selbstgefällige Intellektuellenjargon des Festredners.
Zum Brüllen: Die 70er Erinnerungen, vor allem die Mitschüler.
Sinnlos und kein bisschen komisch: Kapitel 39. Revolutionstherie als überlanges, absurdes Feuilleton-Gespreize, dessen einziger Zweck darin zu bestehen scheint, die Belesenheit des Autor unter Bewis zu stellen. Ob Andys oder Robert Rolfs oder Philips oder Cordulas oder DDs selbst macht keinen Unterschied, da alle Figuren eh gleich verschwurbelt herumtheoretisieren.

"Révolu, révolu, révolu." 15 Jahre Weltgeschichte werden hier in drei Worten übersprungen. Das hätte mehr hergegeben. Die Minidisc-Botschaften werden nicht entschlüsselt. Hätt ich eigentlich erwartet. Steganographie hat er nur halb verstanden. Ist bei Audioaufzeichnungen semiotisch nicht umsetzbar, sieht man von Pig Latin und Argot ab, höchstens hinterher rein tontechnisch, wenn man ein anderes Signal untermischt. Die Matheformeln im Anhang sind lückenhaft erklärt und deshalb für Laien nicht nachzuvollziehen. Wie so vieles.
Aber der trockene Humor und oft die schiere Sprachgewalt reissen's wieder raus.

Mein Resumee nach 1028 Seiten:
Es bleibt seltsam. So viel Sinn, so viel vom Gegenteil. Der Untergang der Welt durch Zombies und Kapitalismus, die rettende Revolution und ganz viel drumrum. Marx & Splatter als Mix. Warum nicht? Das Thema ist hiermit allerdings durch. Auch das Geschimpfe auf Siebziger, Moderne, Postmoderne, und all das, was er selbst verkörpert. Alles passiert, alles ist wichtig, alles unwichtig. Alles egal.

Ein Vergleich zum Schluss: Mein Küchenregal knallt runter. Ich kehre alles zusammen, Kreuzkümmel, Schokolade, Knoblauch, Spülmaschinenreiniger, Scherben, fülle es in eine silberne Schatulle und überlasse diese einem Ameisenstamm zur Erforschung. Ameisen bitte melden! Eine spannende Aufgabe liegt vor Euch...
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mein hohes Lob für diesen Roman möchte ich damit beginnen, dass ich seinen Verfasser auf eine Stufe stelle mit William Gaddis, Thomas Pynchon und David Foster Wallace.

Das sollte als Lob eigentlich genügen, denn diese drei Amerikaner werden an den literaturwissenschaftlichen Instituten hoch gehandelt und bewertet.

Und nun haben wir in Dietmar Dath einen deutschen Romanschreiber, der alles kann, was jene können (oder - im Falle von Wallace - konnten). Zuerst einmal, ganz nebensächlich, kann er so dicke Romane schreiben wie die drei Amerikaner. Und er füllt sie wie diese mit großem Geistreichtum, immenser Fabulierkunst, beeindruckender klassischer Bildung und - weil man so dicke Bücher nicht immer nah an der Wirklichkeit halten kann - mit saftigen und grotesken Ausflügen in das Reich der Phantasie. Dietmar Dath ist ein intellektueller Spökenkieker, und ich wünsche ihm, dass er endlich die breite Leserschaft bekommt, die er verdient, oder endlich die ihm zustehende Würdigung in den germanistischen Instituten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Goo
Format:Gebundene Ausgabe
"Dietmar Dath ist der letzte manische Aufklärer Deutschlands."

(Jens Friebe)

»Für immer in Honig« ist ein historischer Roman über Dinge, die nie passiert sind und nicht passieren werden. Er erklärt alles, was in der Zeitung steht und im Fernsehen kommt und handelt von Leuten in Europa, Amerika und Israel, die sehr viel wissen und trotzdem alles falsch machen. Die Geschichte, die ohne Hintergedanken im Stil leicht erkälteter Unterhaltungsliteratur erzählt wird, umfaßt mehrere Jahrzehnte, in denen Deutschland vor die Hunde geht und die Beziehungen der Vereinigten Staaten von Amerika zum Rest der Welt sich verschlechtern, während die Toten ins Leben zurückkehren, die Wissenschaft Fortschritte eher seitwärts als nach vorne macht und die Popmusik sich nicht gerade verbessert.

Das Buch enthält ausreichend Liebe, Gewalt und wichtige Enthüllungen über brennende Zeitprobleme, daß man die fast tausend Seiten trotz Studium oder Berufsleben relativ rasch runterlesen kann und danach bald wieder Zeit für neue Romane, CDs und DVDs hat. Wer es gelesen hat, kann hinterher nicht nur mitreden, sondern die Umgebung sogar mit seltenen Informationen und originellen Ansichten zu vieldiskutierten Themen beeindrucken, darunter: Pädophilie, Hillary Clinton, Wölfe, Molekulargenetik, die NATO, die Schulden der Dritten Welt, süddeutsche Provinznester, Schnee, Nazis, Islamismus, Ehebruch, Berlin, Videokunst, Poststrukturalismus, Messer, haitianische Küche, Fernsehen, moderne Krankheiten, Pinguine, die Monkees, Frankfurt, Wladimir Putin und Ohrstöpsel aus Schaumstoff.

Das Buch enthält zahlreiche schöne Illustrationen und Schautafeln von Daniela Burger, ein philosophisches und ein streng nichtphilosophisches Nachwort und ist leider beim Verlag restlos vergriffen.
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