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Clint Eastwood spielt wie schon in Für eine Handvoll Dollar den mysthischen Fremden (hier nennt er sich Monco), dem in Für ein paar Dollar mehr jedoch ein Gegenspieler zur Seite gestellt wird. Lee van Cleef, bis dahin lediglich als Nebendarsteller in Erscheinung getreten, verkörpert den Kopfgeldjäger Colonel Douglas Mortimer, ein exzellenter Scharfschütze, der bislang noch jeden Gauner zur Strecke brachte. Nachdem der gemeingefährliche Psychopath El Indio (Gian Maria Volonté) aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und seine alte Gang um sich schart (darunter der unvergessene Klaus Kinski) kommen sich Monco und der Colonel auf der Jagd in die Quere. Sie realisieren schließlich, dass sie nur eine Chance haben El Indio zu schnappen. Wenn sie zusammenarbeiten.
Leone hat die radikale Umarbeitung des Genres in Für ein paar Dollar mehr konsequent weiterbetrieben. Man könnte womöglich sogar behaupten, dass in diesem Film zum ersten Mal überdeutlich Leones Handschrift zum Vorschein kommt. Die Opulenz der Bilder, die expressive Behandlung der Tonspur, das Desinteresse an konventionellen Schnitttechniken, die sich nie dem Fluss der narrativen Handlung entgegenstemmen. Am nachhaltigsten wirkt vielleicht der Umgang mit dramaturgisch strukturierenden Elementen, soll heißen: Leone reißt den Zuschauer durch die überdeutliche Akzentuierung von Bild oder Ton, etwa durch extreme Close-ups oder in den Vordergrund gerückte Toneffekte aus dem Handlungsfluss. Er verwendet Flash-Backs, wechselt zwischen langsamen, dialoglastigen Sequenzen und kurzen, explosiven Schießereien. Das führt zu einer spürbaren Verunsicherung, entwickelt dadurch im besten Fall aber auch einen hypnotischen Sog, der durch Ennio Morricones Musik noch verstärkt wird. Leone hat sich dahingehend auch deutlich geäußert, dass er die Zeit als seinen wichtigsten Hauptdarsteller empfindet.
Obwohl Für ein paar Dollar mehr im Vergleich zu seinem Vorgänger der in sich geschlossenere Film ist, in dem auch der Inszenierungswille seines Regisseurs eine passendere Form gefunden hatte, bleibt der Film in der öffentlichen Wahrnehmung hinter Für eine Handvoll Dollar zurück. Die Tür war eben bereits geöffnet. Leone musste bei dieser Arbeit nur noch hindurchtreten. --Thomas Reuthebuch
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Muß zur Synchronisation noch etwas bemerken!,
Von Violetta Leon (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Für ein paar Dollar mehr [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Es gibt zwei KinoversionenZu diesen beiden Western „Für eine handvoll Dollar“ und „Für ein par Dollar mehr“ gibt es zwei Kinoversionen mit zwei verschiedenen Synchronisationen. Zuerst merkte ich es auch nicht, bezieht sich auf die zweite Synchronisation, die auch auf der VHS Fassung genommen wurde, da Clint Eastwood von ein und derselben Stimme (Klaus Kindler gestorben 2001) gesprochen wurde. Dann fielen mir mehrer Sätze auf, an die ich mich überhaupt nicht erinnern konnte. Irgendwie war auch der Biß hin. Die beiden Filme wirkten irgendwie vollkommen anders. Dann las ich in einer Kinofachzeitschrift, daß sich Rainer Brandt der neuen Synchronisationen angenommen hatte. Nichts gegen Rainer Brandt, er ist mit Sicherheit eine Ikone auf seinem Gebiet und hat so manch lahmer TV Serie mit seiner unwiederbringlichen Art auf die Sprünge geholfen, aber bei diesen beiden Meisterwerken hat er meines Erachtens vollkommen daneben gelegen. Der ganze Charme der ersten sehr guten Synchronisation war dahin und man hörte dieselben Sprüche wie bei „Al Mundi“ oder „Jason King“. Damit wurde die Ernsthaftigkeit der beiden Filme in Frage gestellt. Sie verloren total. Später kamen sie in derselben Form auf Video heraus. Das die Filme bei der Zweitaufführung auch noch erheblich gekürzt wurden brauch ich sicher nicht extra zu betonen. Die DVD hat nun aber wieder die alte werkgetreue Synchronisation bei beiden Dollar Filmen. Was mich allerdings bei der Veröffentlichung auf DVD verwunderte, ist die Tatsache daß man am Schluß von „Für ein paar Dollar mehr“ die Stimme von Lee van Cleef, gesprochen von Heinz Engelmann (verstorben in den 90ern) ersetzt hat, obwohl in der Kinofassung, bis auf den ganz kurzen Schlußdialog, der jetzt zugefügt wurde alles gesprochen hat. Mich wundert zwar, daß hier einige Fans die zweite Fassung lieber hören würden, aber technisch wäre es ja kein Problem gewesen, die zweite Synchronisation auch noch draufzupacken. Daß es auch anders geht zeigt uns immer wieder die Firma „ANOLIS“ die bemühen sich dem Zuschauer die ursprüngliche Synchronisation zukommen zu lassen und machen manchmal sogar noch die TV Synchro als Bonus dazu. So kann der Kunde selbst entscheiden, was er hören will. Ich denke in dem Zusammenhang an die deutsche Erstveröffentlichung mit neuer Synchronisation von „Frankensteins Höllenmonster“ wo man extra um den Zeitgeist des Films einzufangen Friedrich Schönfelder engagierte um Peter Cushing zu sprechen. Das nenne ich Dienst am Kunden. Die beiden „Dollar Filme“ hätten mindestens 10 Sterne verdient. Ich bin mit der Fassung, so wie sie ist sehr zufrieden und vermisse die andere Synchronfassung in keiner Weise. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fast perfekt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Für ein paar Dollar mehr [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Die zweite Leone/Eastwood-Zusammenarbeit ist im Grunde genommen der erste echte Leone-Film:Die epische Breite, die ritualisierten Duelle sowie der sardonische Humor kommen hier zum ersten Mal richtig zum Tragen. Insoweit ist dieser Film auch nicht, wie der Titel suggeriert, eine Fortsetzung von "Für eine Handvoll Dollar", sondern ein durch und durch eigenständiges Werk. Und zum ersten Mal darf man in Deutschland eine vollständige Fassung des Films erleben - nach vierzig Jahren! Die Restauration des Films auf DVD ist auch gut gelungen - man hatte auch offensichtlich deutlich besseres Material zur Hand als beim ersten Dollar-Film. Die Synchronisation ist zudem ganz ordentlich ausgefallen - man hat offenbar vom Desaster bei "Zwei glorreiche Halunken" gelernt. Die Bonus-DVD selbst ist leider nicht ganz zufriedenstellend: Eastwoods Erinnerungen zu den Dreharbeiten betragen gerade mal fünf Minuten - verdammt knapp! Letztendlich lohnt sich die Anschaffung der DVD, auch wenn man sich beim Bonus-Material wirklich mehr Mühe hätte geben müssen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Top-DVD, reichlich Bonusmaterial,
Rezension bezieht sich auf: Für ein paar Dollar mehr [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Gute Bild- und Ton-Qualität, die Handdlung is typisch Leone, der Film lebt von seinen kurzen Dialogen, den Schießereien und den Duellen.Die Besetzung ist natürlich einmalig, aber alleine schon Clint Eastwood macht diesen Film sehenswert. Was mich dennoch ein wenig stört ist der Abdruck von Klaus Kinski auf dem Cover der DVD. Der hat dort wirklich nichts zu suchen, da er nur eine Nebenrolle spielt. Trotzdem, einer der besten Sergie Leone Filme, die es gibt! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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