Der ehemalige Chef des BDI stellt hier 20 Thesen zu Politik und Wirtschaftspolitik vor.
Neben Ausführungen zu Freiheit, Ethik, Freiheit und Innovationen geht der Autor besonders auf Kritik am Kapitalismus ein. So erklärt er u. a., warum Mindestlöhne der Wirtschaft schaden (was in der Regel korrekt ist), die Globalisierung nützlich ist (stimmt nur, wenn auch die großen Länder nach den marktwirtschaftlichen Regeln spielen) und warnt vor den Grünen. Diese haben seiner Meinung nach eine Menge Arbeitsplätze vernichtet bzw. verhindert, z. B. durch die Ökosteuer (wegen der hohen Strompreise wandern heute Aluminiumwerke ab). Den Gewerkschaften wirft der Autor vor, zu unflexibel zu sein und zu wenig an die Arbeitslosen zu denken (in der Wissenschaft als Insider-Outsider-Problematik bekannt).
Das Buch ist vor allem deshalb interessant, weil es die Sichtweise des BDI einmal im Zusammenhang darstellt. Im Großen und Ganzen scheinen die Thesen zuzutreffen; allerdings übertreibt der Autor manchmal etwas oder sieht etwas nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht.