Wunderschöne Melodien, tolle Spannungsbögen. Ruhige Passagen über die die Schrammelgitarren wuchtig hereinbrechen. Ein Vortrag - zunächst gewöhnungsbedürftig - mit dem Mut zu Pathos (besonders auf "So gut es geht"), der den Text kongenial untermalt und bei jedem Hören besser wird. Überhaupt die lyrics: hier sagt jemand laut "ich" und scheut bisweilen die radikale Subjektivität und einhergehende Hermetik nicht. Das ist authentisch,nicht tongue-in-cheek, es lässt keine Hintertür. Angesichts der Schelte, die Blumfeld mit Old Nobody und den Folgealben von mancher Seite eingeheimst haben, ist dies nicht ganz ungefährlich. Wer sich derart exponiert, macht sich angreifbar.
Die Reduziertheit der Texte bringt eine Universalität mit, die sich als guter Transmitter für die elegisch-dunkle Grundstimmung der Songs erweist.
Vier neue Lieblingssongs. Sogar bei 32K.