Es gibt Bücher, die setzten einsame Standards und werden, gleich welches Gebiet
sie umfassen zu unverzichtbaren Klassikern. Dieses Buch ist eines dieser recht
einsamen Lichtblicke , und wer sich für amerikanische Geschichte Interessiert, der
kommt an dem Standardwerk von James M. Mcpherson einfach nicht vorbei.
Beginnend mit einem -recht kurzen- Überblick über die Entstehungsgeschichte der
Vereinigten Staaten skizziert der Autor den langen Weg der Expansion eines
jungen und uneinheitlichen Staates, schildert die Glorie des Sieges und deutet
gleichzeitig die damit verbundene Katastrophe an.
Bei allen detaillierten Ereignissen vergisst McPherson dabei nicht, den Leser mit
plastischer Sprache zu fesseln, das Buch wird selbst bei trockensten Themen
(und auf fast eintausend Seiten) niemals langweilig oder spröde.
Der Autor hält dabei gekonnt die Balance, große geschichtliche Handlungsstränge
werden kombiniert mit den Schicksalen von Einzelpersonen. Dabei verfällt
McPherson weder in die Heuchelei, alles aus dem Süden mit einfach mit dem
Kainsmal des blutigen Sklavenhalters gleichzusetzen. Auch dabei bleibt das
Buch ein Musterbeispiel an Ausgewogenheit und Präzision.
Verlegt wurde das Buch im Original bei Oxford University Press, und es bleibt die
Hoffnung, dass auch die anderen Bände aus dieser Reihe den Weg als deutsche
Übersetzung in unsere Bücherregale finden werden.