Quadratisch, praktisch, gut - das kleine Büchlein mit typischen Gerichten des Alpenlandes ist nicht nur ein Fundus an Wissen, sondern passt auch noch in jede Handtasche. Zwar ist es nicht so ganz preiswert, aber als kulinarischer Reisebegleiter überaus hilfreich. Vor allem, wenn man feststellt, dass einem die Speisekarten in der Schweiz doch gar nicht so geläufig sind, wie man immer glaubt. Unser Nachbarland hat eben nicht nur einen deutschsprachigen, sondern auch einen italienisch und einen französisch beeinflussten Teil plus der rätoromanischen Wurzeln. Geradezu mutig ist, dass in Zeiten des allgemeinen Kochbuchhypes nur ein einziges Rezept zu finden ist. Besonders spannend war die Entdeckung, dass die Schweizer Küche, die man heute ja eher mit Delikatem und Teurem verbindet, ursprünglich eine einfache, preiswerte Bauernküche war. Und ganz nebenbei macht die Lektüre auch noch Lust, mal wieder etwas typisch Schweizerisches zu speisen - am besten vor Ort.