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Produktinformation

  • Kalender
  • Verlag: H. Stürtz, Würzbg. (Juli 1998)
  • ISBN-10: 3800309483
  • ISBN-13: 978-3800309481
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
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Dietrich Dörner
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Produktbeschreibungen

Rheinischer Merkur/Christ und Welt

"Komplexität erzeugt Unsicherheit. Unsicherheit erzeugt Angst. Vor dieser Angst wollen wir uns schützen. Darum blendet unser Gehirn all das Komplizierte, Undurchschaubare, Unberechenbare aus. Übrig bleibt ein Ausschnitt - das, was wir schon kennen. Weil dieser Ausschnitt aber mit dem Ganzen, das wir nicht sehen wollen, verknüpft ist, unterlaufen uns viele Fehler - der Mißerfolg wird logisch programmiert. Ohne öde spezialwissenschaftliche Diktion, dafür aber mit viel Verstand und Humor führt uns Dietrich Dörner, einer der ersten Leibnitz-Preisträger der Deutschen Forschungs- gemeinschaft, all die vielen kleinen, bequemen, ach so menschlichen Denkfehler vor, für die im besten Fall nur einer, im schlimmsten Fall der ganze Globus büßen muß." -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Warum machen Menschen in komplexen Situationen Fehler? Und vor allem welche Fehler machen Sie? Um dies herauszufinden hat Dietrich Dörner eine Reihe von Computersimulationen ersonnen, die die Basis für dieses Buch darstellen. Egal, ob es sich um die Verwaltung eines fiktiven Staates, einer erfunden Schokoladenfabrik oder die Überwachung des Reaktors von Tschernobyl handelt: Viele Menschen neigen offenbar dazu, ab einer gewissen Komplexitätsstufe der Aufgabe den rationalen Verstand auszuschalten, Wirklichkeitsanteile auszublenden und bei Fehlern Zuflucht zu Zynismus, Verschwörungstheorien und Despotismus zu nehmen statt das eigene Denken zu hinterfragen.

Alles vertraut und menschlich und man mag daraus den Schluss ziehen, dass vieles von dem, was uns auf dieser Welt falsch und ungerecht erscheint, aus reiner Dummheit bzw. Denkfaulheit und nicht aus bösem Willem geschieht. Das Buch zeigt aber auch, dass Intelligenz ohne Klugheit sich rasch in elaborierten Aberglauben verwandeln kann...die Dialektik der Aufklärung lässt grüßen.

Zum Glück wird dem Leser auch vermittelt, wie man sich mit Aufmerksamkeit Vernunft und einigen praktischen Strategien gegen die Fallen komplexer Systeme wappnen kann.

Streckenweise etwas theoretisch aber ohne Zweifel gewinnbringend zu lesen.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Niemand zwingt deutsche Professoren, allgemeinverständlich, lesbar oder gar unterhaltsam zu publizieren. Ganz im Gegenteil gibt sich unsere akademische Elite große Mühe, durch sprachliche Verkomplizierung und sorgsam gepäppelte Ausgrenzungsterminologie davon abzulenken, dass es meistens schwieriger ist, eine komplizierte Sache einfach zu vermitteln als umgekehrt. Schon deswegen ist Dörner eine echte Bereicherung, denn er bemüht sich um Lesbarkeit.

Seine Grundthese: Die Welt ist komplexer und vernetzter, als uns unser Intellekt und unsere evolutionsbedingten oder erlernten Denk-, Entscheidungs- und Handlungsmuster erschließen. Daraus leiten sich zahlreiche Fehlhandlungen ab, ob sie langfristige Strategie und planvolles Vorgehen betreffen oder „richtiges" Entscheiden-Müssen unter Zeitdruck. „Dass man mit den besten Absichten schlimme Folgen produzieren kann, bedeutet ja, dass man nur über ungenügende Einsichten in die herrschenden Verhältnisse verfügt". Dörner legt seinen Untersuchungen simple Thesen zugrunde, die er schrittweise um so folgenreicher entwickelt. Dabei verknüpft er philosophische Fragen (Was ist Realität) mit Systemtheorie, Mathematik, Psychologie und Verhaltensforschung. „Menschen kümmern sich üblicherweise um Probleme, die sie haben, nicht um die, die sie noch nicht haben". Natürlich, logisch, simpel, trivial - aber was hat diese Erkenntnis für Folgen bei der Zielfindung, beim Planen und Handeln? „Man stellt sich einen neuen, bislang unbekannten und zukünftigen Sachverhalt so vor wie den entsprechenden, bereits bekannten." oder "Der intuitive Umgang mit nichtlinear verlaufenden Wachstumsprozessen fällt uns allen recht schwer, und wir sind gut beraten, in solchen Fällen nicht auf Intuition, sondern eher auf die Mathematik zu vertrauen".

Dörner analysiert, wie es zum Unfall in Tschernobyl kommen konnte, warum unvernetzt praktizierter Umweltschutz mehr Schaden anrichtet als kein Systemeingriff, warum dogmatische Weltbilder in dynamischen Systemen zu selektiver und damit verschobener Realitätswahrnehmung führen oder warum Weltbilder auf Basis reduktiver Hypothesen so beliebt sind - im Klartext, was so tröstlich an Verschwörungstheorien ist. Wer sich ideologisch an Dörner reiben will, findet hier ebenso Zündstoff wie der Manager, der sich Erkenntnisse für seine Arbeit erwartet. Fazit: Brillante Gedanken bedingen nicht auch brillantes Lesevergnügen. Aber die Mühe lohnt sich.

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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nach Jahren noch topaktuell 18. Dezember 2002
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dieses Buch zeigt die Schwierigkeiten, die auftreten, wenn der Mensch es mit der Steuerung und Entwicklung komplexer Strukturen zu tun bekommt. Die Beispiele sind mit Hilfe von Computersimulationsspielen aber auch anhand der Realität von Tschernobyl unterlegt. Es wird - durchaus mit gewissen Humor - aufgezeigt, was man so alles falsch machen kann im Leben, als Bürgermeisters eines Dorfes, als Entwicklungshelfer in der Sahel-Zone oder schon bei der simplen Steuerung eines Tiefkühlhauses.

Auch die psychologischen Tricks, die der schwache Mensch so anwendet, um trotz offensichtlichen Scheiterns noch ein Selbstwertgefühl zu behalten. Zum Beispiel angesichts offensichtlicher Katastrophen von der Realität abheben oder zynisch werden, in blinden Aktionismus verfallen, nichts aus Erfahrungen lernen, resignieren, Verschwörungstheorien erstellen...

Man bekommt Verständnis für ungute politische Entwicklungen, die trotz offensichtlicher Schieflage nicht von den Verantwortlichen abgeändert werden. Manche der Versuchsszenarien kommen mir schrecklich realitätsnah vor.

Schön auch, wie Dörner aufräumt mit dem Aberglauben, wir Menschen würden nur 10% unseres Gehirns nutzen: Es läuft auf Erden keine einzige vierbeinige Spezies herum, die dauernd ein ungenutztes fünftes Bein mit sich herumschleppt, das nur darauf wartet, zum Einsatz gebracht zu werden, damit nun erst richtig gesprintet werden kann.

Ein lesenswertes Buch mit viel Erkenntnisgehalt und Unterhaltungswert. Dazu recht preisgünstig.

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Eines meiner wichtigsten...
Dieses Buch musste ich erstmals in der Uni lesen. Seit dem habe ich es mindestens zehnmal gelesen und entdecke immer wieder neue Facetten. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von typhonarasa veröffentlicht
Misslingen durch Aktive Verweigerung der Informationsaufnahme
Dietrich Dörner hat ein wunderbar humanistisches Buch aus Rationalistensicht vorgelegt:

Ein lobenswerter Ansatz, denn sonst kommen immer nur Idealisten bei... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Erich Feldmeier veröffentlicht
Sollte jeder gelesen haben
Dieses Buch macht einem viele Dinge klarer.
Jeder hat sich doch schon Gedanken darüber gemacht, warum schlaue Leute unsinnge Entscheidungen treffen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Michael P veröffentlicht
Zuviel Theorie
Lese sonst solche Bücher gerne, die geistigen Phänomenen nachspüren. Aber ich fand den theoretischen Teil viel zu lang und redundant. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Ulrich Wagner veröffentlicht
Populär, vielleicht z.T. auch sehr vereinfachend geschrieben,...
Der Bamberger Psychologe Dietrich Dörner hat mit "Die Logik des Misslingens" ein ausgesprochen wichtiges Buch vorgelegt. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Tobias Fabian-Krause veröffentlicht
Ärgerlich, flach, naiv und besserwisserisch, allenfalls ein...
In diesem Buch wird das Verhalten von verschiedenen Probanten mit Computer Simulationen relativ komplexer Gegebenheiten analysiert. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von ws__ veröffentlicht
Zu theoretisch und zu sehr auf das Misslingen fokussiert
Zu Anfang dieses Buches wird über ein computergestützte Simulation berichtet, bei der sich mehrere Probanden um das Wohlergehen eines afrikanischem Stammes kümmern... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Mai 2010 von Uwe Stein
Die Grenzen des Könnens
An vielen Beispielen wird dargelegt, wie äußerst menschliche Eigenschaften - darunter auch der Wille, Gutes zu tun - dazu führen, falsch zu planen und zu handeln. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2010 von Renate Druschinski
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Wo lernt man systematische Fehler kennen?

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Veröffentlicht am 4. Januar 2010 von M. Hansen
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