Das Drehbuch hatte es nicht nicht leicht: Wie bringt man in einem Roman der als Forschungsreise angelegt war die notwendige Dramatik hinein? Wie setzt man das Ganze dann auch noch kindgerecht um? Es waren also durchaus neue Ideen gefragt, die dann von den Machern auch prompt kamen.
Was gibt es neben der bekannte Geschichte Neues? Der Mitreisende Kennedy war in einem Buch des Forschungsreisenden Lucian auf sogenannten "magischen Steine" aufmerksam geworden, er ist nicht mehr zu halten: Er will sie. Er macht auch kein Hehl aus seiner Motivation: Er will seine Schulden bezahlen und ein reicher Mann werden. Dann gibt es einen Überfall durch eine Pavianaffenherde bei einer Rast, ein weiterer Stopp bietet einen Kampf mit Löwe und Krodil - und durch Missverständnisse oder Fehlverhalten gibt es so manchen Disput oder sogar Handgreiflichkeiten mit den Eingeborenen. Als dann wirklich in einer alten Mine die gesuchten Steine gefunden werden, verstehen die Afrikaner keinen Spaß mehr....
Der Film ist Locker inszeniert mit bildlich gut umgesetzten Einzelepisoden, da der Kulissenbau wieder ganze Arbeit geleistet hat. Die Kameraführung trug das ihrige dazu bei. Aufnahmen aus der Totalen, Blickwinkel aus der "Froschperspektive" oder Kamerafahrten durch die Kulissen belebten den Film und ließen teiweise vergessen, dass es sich um einen Animationsfilm handelte. Die Musik von Christian Bruhn und die Umsetzung durch das Berliner Film Orchester war schwungvoll und einfühlsam, sie hätte einem Real-Spielfilm zur Ehre gereicht. Wie auch schon die anderen Durniok Verne-Adaptionen ist dies ein gelungener Kinderfilm, der aber durchaus gesamt-Familien-tauglich ist.