Auf einer Kuhweide wird eine Frau ermordet aufgefunden. Das Merkwürdige: Auf ihren Fußsohlen wurden Zahlenreihen eintätowiert, die, als GPS-Koordinaten gelesen, das Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger zu einer Box mit einem abgetrennten Körperteil und einem Rätsel führen. Schnell merken beide, dass sie zum Spielball eines Serientäters geworden sind. Denn die Lösung der Rätsel führen zu weiteren Koordinaten und damit zu weiteren Körperteilen. Und dann wird auch noch ein Zeuge ermordet.
Ursula Poznanski, die bereits zwei erfolgreiche Jugendbücher herausgebracht hat, legt mit "Fünf" nun ihren ersten Thriller für Erwachsene vor. Und was für einen. Die Idee, die Ermittler mittels GPS-Koordinaten zu weiteren Leichen und -teilen zu führen ist genial ausgedacht und gut ausgearbeitet. Ganz nebenbei bringt sie dem Leser die Freizeitsportart Geocaching näher, von der sie selber begeisterte Anhängerin ist. Das merkt man auch, so anregend, wie sie darüber schreibt, dass man Lust bekommt, diese Schnitzeljagd mittels GPS auch einmal zu probieren.
Was mir gefällt, ist der Fakt, dass beide Ermittler als normale Menschen geschildert werden. Kein abgewrackter, saufender Polizist, sondern eine alleinerziehende Mutter mit den dazugehörigen Problemen. Mich hat auch der Aufbau der Handlung überzeugt. Schnell wird Spannung aufgebaut, die das ganze Buch über gehalten und am Ende noch gesteigert werden kann. Das Buch ist auch gut lesbar geschrieben, so dass Stunden mit unterhaltsamer Lektüre nichts mehr im Wege stehen.