Welt am Sonntag, 4.11.2007
Karl beschreibt in eiskalt illusionsloser Sprache, wie der nahende Tod des Familienvaters Theo in den Köpfen seiner Frau Martha und der gemeinsamen Kinder Florian, Ruth und Marie eine Art egozentrischen Erinnerungsschock auslöst - Erinnerungen an alte Kamellen, unverwundene Kränkungen, unvergessliche Peinlichkeiten, Erinnerungen auch an frühe Sehnsüchte und vertane Chancen. Die "Fünf Tage im Juli" sind eine schonungslose Erlebnis- und Erinnerungsreise, es sind die fünf letzten Tage vor dem letzten Atemzug des Vaters, erzählt aus den fünf Perspektiven der Familienmitglieder. Mit seinem psychologischen Röntgenblick und seiner völlig kitschresistenten Sprache ist Franz Xaver Karl hier ein großartiger Roman gelungen.
NEON, Heft 12/2007
Ein wahrer und weiser Familienroman.
Welt am Sonntag, 4.11.2007
Karl beschreibt in eiskalt illusionsloser Sprache, wie der nahende Tod des Familienvaters Theo in den Köpfen seiner Frau Martha und der gemeinsamen Kinder Florian, Ruth und Marie eine Art egozentrischen Erinnerungsschock auslöst - Erinnerungen an alte Kamellen, unverwundene Kränkungen, unvergessliche Peinlichkeiten, Erinnerungen auch an frühe Sehnsüchte und vertane Chancen. Die "Fünf Tage im Juli" sind eine schonungslose Erlebnis- und Erinnerungsreise, es sind die fünf letzten Tage vor dem letzten Atemzug des Vaters, erzählt aus den fünf Perspektiven der Familienmitglieder. Mit seinem psychologischen Röntgenblick und seiner völlig kitschresistenten Sprache ist Franz Xaver Karl hier ein großartiger Roman gelungen.
NEON, Heft 12/2007
Ein wahrer und weiser Familienroman.
Süddeutsche Zeitung, 6.3.2008
"Fünf Tage im Juli" glänzt mit wunderbaren Wortbildern.
Kurzbeschreibung
Mit realistischer Härte und in einer genauen und poetischen Sprache erzählt Franz Xaver Karl fünf entscheidende Tage aus dem Leben einer Familie. Über drei Generationen hinweg entfaltet sich ein Panorama voller unausgesprochener Sehnsüchte und verworfener Träume. Der Vater liegt im Sterben, und die Familienmitglieder sind konfrontiert mit ihren Hoffnungen und Verletzungen, ihren Prägungen und Erinnerungen, schließlich mit dem, was Liebe und Tod bedeuten. Dabei wird spürbar, wie fremd die Beteiligten einander sind. Sie zeigen sich in ihrer Verlorenheit und Absonderlichkeit, in ihrer Bösartigkeit und tiefen Verunsicherung während der Vater überlegt, wie er dem Tod noch entkommen könnte. Theo liegt im Schatten eines Kirschbaums, den er selbst einmal gepflanzt hat. Er fühlt sich verhöhnt von der üppig wuchernden Natur, während in seinem Körper eine Krankheit ihr Unwesen treibt. Martha, seine Frau, patroulliert durch ihren Garten auf der Suche nach Eindringlingen, die ihre geliebten Pflanzen bedrohen. Oft steht sie dort, wie festgewachsen, mit einem merkwürdigen Ausdruck auf dem Gesicht. Im Zentrum des Romans stehen Theo, Martha und ihre Kinder: Ruth, Theos Lieblingskind, die ihr Glück in Horoskopen und Designerkatalogen sucht. Marie, die Künstlerin, die ihre Drogenexzesse hinter sich glaubt. Florian, der jüngste Sohn, der als einziger versucht, die Geschichte seiner Eltern zu verstehen. Und ein Verschollener, der alle Kontakte zur Familie abgebrochen hat. Franz Xaver Karl erzählt mit realistischer Härte und in einer genauen und poetischen Sprache fünf entscheidende Tage aus dem Leben dieser Familie. In absurden Konfrontationen und bewegenden Begegnungen zeigen sich die Vertreter verschiedener Generationen in ihrer Verlorenheit und Absonderlichkeit, in ihrer Bösartigkeit und tiefen Verunsicherung - während Theo überlegt, ob er dem Tod noch ein Schnippchen schlagen kann. So entfaltet sich eine aktuelle und exemplarische Familiengeschichte, in der die Sehnsucht nach Liebe und Transzendenz sichtbar wird.
Der Verlag über das Buch
Mit realistischer Härte und in einer genauen und poetischen Sprache erzählt Franz Xaver Karl fünf entscheidende Tage aus dem Leben einer Familie. Über drei Generationen hinweg entfaltet sich ein Panorama voller unausgesprochener Sehnsüchte und verworfener Träume. Der Vater liegt im Sterben, und die Familienmitglieder sind konfrontiert mit ihren Hoffnungen und Verletzungen, ihren Prägungen und Erinnerungen, schließlich mit dem, was Liebe und Tod bedeuten. Dabei wird spürbar, wie fremd die Beteiligten einander sind. Sie zeigen sich in ihrer Verlorenheit und Absonderlichkeit, in ihrer Bösartigkeit und tiefen Verunsicherung ? während der Vater überlegt, wie er dem Tod noch entkommen könnte.
Über den Autor
Franz Xaver Karl, geboren in Schönberg im Bayerischen Wald, lebt und arbeitet in München. 2002 veröffentlichte er seinen vielbeachteten Debütroman Memomat, über den die Süddeutsche Zeitung schrieb: »Eindringliche Passagen und Bilder, die jenseits aller Archivierung der Gegenwartskultur einfach schön sind.« 2004 folgte Starschnitt. 2005 Literaturstipendium der Stadt München für den Roman Fünf Tage im Juli. 2006 Uraufführung der Theaterrevue Drei Minuten Nationalsozialismus an den Münchner Kammerspielen.