Zuerst einmal ein großes Dankeschön an ICESTORM für die Veröffentlichung dieser gut gemachten DVD. Sie enthält nicht nur einen der besten DEFA-Filme in hervorragender Ton-und Bildqualität sondern auch ein sehr gutes und umfangreiches Bonusmaterial. Hierbei möchte ich speziell auf das Interview mit dem ehemaligen Spanienkämpfer Kurt Goldstein verweisen. Einer der letzten Zeitzeugen schildert seine Erlebnisse im spanischen Bürgerkrieg. Als von den Nazis verfolgter deutscher Jude setzt er freiwillig sein Leben für die Verteidigung der demokratisch gewählten Regierung der Spanischen Republik ein. Wie übrigens viele andere Freiwillige aus aller Welt (z.B. Ernest Hemmingway). Ob es sich dabei um Menschen mit bürgerlicher, christlicher, sozialdemokratischer oder kommunistischer Gesinnung handelte, war den republikanischen Verteidigern egal. Sie spürten, daß sie nicht allein im Kampf gegen Franco und dessen Verbündete Hitler und Mussolini standen. Der Putschist Franco hatte übrigens von Anfang an die vorbehaltlose Unterstützung der beiden Diktatoren. Dem gegenüber wahrten die natürlichen Verbündeten der Spanischen Republik, die bürgerlichen Demokratien, strikte "Neutralität". Nur Mexiko und dann auch die Sowjetunion halfen den Republikanern.
Soweit der notwendige historische Hintergrund der aber zum Verstehen des Films nicht beiseite gelassen werden darf.
Zum Film selbst: Dieser ausgezeichnete Film ist mit hervorragenden Schauspielern wie Erwin Geschonneck, Ulrich Thein, Edwin Marian, Ernst-Georg Schwill, Armin Müller-Stahl, Manfred Krug und Günter Naumann sehr gut besetzt und von Frank Beyer (Regie) 1960 gedreht worden. Das Drehbuch schrieb Walter Gorrish, auch ein ehemaliger Spanienkämpfer. Gerade deshalb ist dieser Film auch kein "neutraler" Film. Hier wird bewusst Position bezogen und zwar für die republikanische Seite. Sicher hat dieser DEFA-Film an der einen oder anderen Stelle ein klein wenig Pathos, der aber dem damaligen Zeitgeist entspricht und auch in Westproduktionen nicht unüblich war. Diesen Film aber als "Blubo-Heldenepos" abzutun, wie das ein Rezensent getan hat, ist meiner Meinung nach schon mehr als ignorant. Ein Gleichheitszeichen zwischen diesem Film und solchen Machwerken wie "Jud Süß" zu setzen, verbietet sich ja wohl von selbst.
Eine akzeptable Kurzschilderung der Handlung wurde bereits bei den DVD-Daten abgegeben. Daher nur noch diese Bemerkungen. Obwohl es in den republikanischen Streitkräften auch reine kommunistische Regimenter gab (El Quiento Regimiento), war doch der überwiegende Teil der bewaffneten Formationen weltanschaulich sehr bunt zusammengesetzt. Auch die Internationalen Brigaden. Gerade das vermittelt der Film leider nicht. Ein eindeutiges Manko.
Die kämpferischen Lieder von Ernst Busch (auch ein Zeitzeuge) im Film unterstreichen dagegen noch einmal den Idealismus der Freiwilligen aus aller Welt für eine gerechte Sache.