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Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 30.06.2001
Nicht eben informativ, was wir da lesen über diesen Roman. Lucia Mancioppi ist in ihrer Besprechung vor allem darauf aus, uns den subversiv-konterkarierenden Charakter eines Buches einzubläuen, das die Sehnsüchte und Ambitionen des technischen Zeitalters offenbart und "die Gewissheiten eines 'exakten Universums' ins Wanken" bringt. Dies anhand der "abenteuerlichen Geschichte des Gio Magnasco", eines legendären Mannes und Konstrukteurs "aus dem Geiste der Tüftler und Erfinder." Dass der Autor, wie die Rezensentin schreibt, von der eigentlichen Handlung immer wieder abschweift und zu einer Art kleinen Philosophie der Nägel, Schrauben und Bolzen ansetzt, lässt uns die Sache auch nicht undurchsichtiger erscheinen.
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Kurzbeschreibung
Die Geschichte von Gio Magnasco, der der König der Erfinder und ein Philosoph des Lebens ist Schon zu Lebzeiten wurde Gio Magnasco zur Legende, als einfallsreicher Tüftler und genialer Erfinder. Seine Geschichte ist ein kleines, literarisches Kabinettstück, preisgekrönt, spielerisch, ironisch, hintergründig. Ein kurzweiliges Lesevergnügen. Als der junge Gio Magnasco sich beim Schiffsbauer Perrone im Genueser Hafen zur Mitarbeit an der prächtigen »Principessa Mafalda« verdingt, ist es nur noch ein kurzer Weg zu seinem unaufhaltsamen Aufstieg. Ohne seinen Erfindungsreichtum wäre man nie rechtzeitig fertig geworden. Förderbänder, Kräne, Spezialvorrichtungen, Magnasco ist ein Genie, vor allem wenn es um das Schaffen und Lösen von Verbindungen geht - selbst Perrones Tochter weiß er zu helfen, die einen Schlüssel für ihren Keuschheitsgürtel braucht. Bis eines Tages Gina Gigli in Gio's Geschäft auftaucht und fünf Knöpfe aus Atlasseide verlangt. Es ist der Beginn einer großen und selbstverständlichen Liebe. Mit Gina findet die Firma Gio Magnasco & Gigli. Eisen- und Kurzwaren ihre familiäre und soziale Bestimmung.