„Beschenkt wird der Leser mit unzähligen Passagen über das chinesische Alltagsleben, mit farbenprächtigen und atmosphärischen Schilderungen einer fremden Welt, wild wuchernden Traumsequenzen und mit tiefsinnigen Einsichten und philosophischen Höhenflügen eines originellen Denkers.“ --Tom Thelen, Titel – Magazin, 5. Oktober 2009
„Dieses Buch ist weit mehr als ein Roman, es ist ein modernes, spannend kriminalistisch hochgezüchtetes Konstrukt zum Thema Tod uns Sterben. (...) Es geht um Existieren und Vergehen in der heutigen Welt, in der allen denkbaren Gegensätze aufeinanderprallen(...)“ --Hannah Klein, Neues Deutschland, 13. Oktober 2009
»Das Ringen des Leipziger Odysseus um die Gunst der ortsfremden Verhältnisse und sein allmähliches Abgleiten in die städtische Unterwelt als Vertrauter einer jugendlichen Gang begleitet Michael Roes mit brillanten Ausführungen zur Kunst des Schwertkampfes und der Kalligrafie, zu Gräberkunde und Frühgeschichte. (...) Und ohne in Worte gefasst zu werden, wäre selbst der Tod nicht das, was er ist. Ihm, ›dem wahren Gesicht unter der Person‹, ist der ins Buch eingebaute, groß angelegte Essay gewidmet; ein gigantischer Imaginationsspeicher, in dem medizinische, philosophische, kulturanthropologische und religiöse Betrachtungen zu einer hochspekulativen Darstellung gebündelt werden. Die Macht des Todes ›liegt in seiner Kraftlosigkeit‹, er macht uns zu ›Debütanten‹. Der Text bewegt sich von Setzung zu Setzung; ein zwischen Lyrik und Dialektik changierender Gesang von Jenseits und Sterblichkeit. Ein vollkommeneres Objekt als dieses kann man sich für einen leidenschaftlichen Sprach- und Feldforscher nicht vorstellen.« --Gisela von Wysocki, DIE ZEIT, 26. November 2009
»Und irgendwie hat sich dieses Prinzip der wechselweisen Verzauberung und Ernüchterung dem Roman selbst eingeschrieben, der ständig zwischen einem In-der-Narration-Sein und einem Die-Dinge-aus-der-Distanz-Betrachten oszilliert.« --Andreas Resch, taz, 12. Januar 2010
»(...) ein in weiten Strecken grandioses Buch, das interkulturelle Verständigung nicht auf Ratgeberwissen über das pragmatische Miteinander im Touristen- oder Geschäftsalltag reduziert. Stattdessen insistiert es mit Nachdruck auf der fundamentalen Frage, ob und, wenn ja, wie es möglich sein kann, im Spiegel des Fremden das Eigene zu erkennen.« --Dr. Michael Ostheimer, Deutsch-chinesisches Kulturnetz, 06. April 2010
»ein großer Roman« --filmbesprechungen.de, 11. Mai 2010
»Die Selbstverständlichkeit, mit der das uns Ungewohnte hier zu Handlung und Sprache wird - ohne in tumber Vertraulichkeit eingemeindet zu werden - macht wohl Roes's absolute Ausnahmestellung unter den zeitgenössischen Romanciers aus.« --Marko Martin, Kommune, März 2011
»Die Selbstverständlichkeit, mit der das uns Ungewohnte hier zu Handlung und Sprache wird - ohne in tumber Vertraulichkeit eingemeindet zu werden - macht wohl Roes's absolute Ausnahmestellung unter den zeitgenössischen Romanciers aus.« --Marko Martin, Kommune, Juni/Juli 2011
Eine Entführung, eine scheiternde Ehe und schiere Verzweiflung am Älterwerden stehen im Mittelpunkt dieses geheimnisvollen und spannenden Romans. Während der Leipziger Rhetorikprofessor Holz an einem Essay über den Tod zu schreiben beginnt, weckt die Freundschaft zu einem chinesischen Studenten sein Interesse an dessen Kultur. Er nimmt die Einladung zu einer Gastprofessur in Nanking an. Aber nicht nur Neugier treibt ihn an, die Reise nach China ist auch Suche und Flucht. Flucht vor dem, was wirklich geschah. Zwischen Tod und Begehren, Verdacht und Selbstbezichtigung schwankend, lösen sich alle Gewissheiten auf. "Die Fünf Farben Schwarz" ist ein großer Roman, der die Tradition der Moderne mit der Tradition der klassischen asiatischen Literatur vereint.