Der Versuch eines "Westlers", das "Nichts" des Zen-Buddhismus zu verstehen, scheitert oft an der Nichtübertragbarkeit in abendländische begriffliche Konzepte. Dennoch scheint es Wanderer zwischen beiden Welten zu geben, die entsprechende Brücken schlagen können. Einen solchen Versuch, das buddhistische "Nichts" in westliche Begriffe zu übertragen, hat Hoseki Shinichi Hisamatsu in seiner philosophischen Abhandlung "Die Fülle des Nichts - Vom Wesen des Zen" unternommen. Dabei macht er auf die wesensgemäße Verwandtschaft des Begriffs "Herz" in der abendländischen Philosophie, Religion und Mystik mit dem buddhistischen Begriff des "Nichts" aufmerksam, das eben nicht "nichts" ist, sondern eine Annäherung an die Wirklichkeit, die über bloße Feststellung dessen, was ist, hinausgeht. Man könnte vielleicht auch sagen, es geht um ein "herzliches" Miterleben der Welt.