Kurzbeschreibung
Was ist Führungskunst? Ein augenzwinkernder Disput (L. Becker, J. Ehrhardt, W. Gora)Führungspraxis und Führungskultur Globaler Wettbewerb verändert die Anforderungen an das Management auf eine dramatische Art und Weise. Viele Führungsgrundsätze früherer Tage funktionieren nicht mehr, neue Herausforderungen verlangen ein anderes Führungsverständnis. Wie definiert sich gute Unternehmensführung in der Praxis? Welche Konzepte haben sich bewährt und wie können sie Führungskräfte bei der Bewältigung ihrer komplexeren Aufgaben unterstützen? »Führungspraxis und Führungskultur« ist der zweite Band der Buchreihe »Die Neue Führungskunst The New Art of Leadership«. Das Buch konzentriert sich auf die neuen Aufgaben, mit denen die Globalisierung Führungskräfte konfrontiert. Es beleuchtet dabei Führungsstile, Führungskonzepte und Führungskultur im globalen Wettbewerb, darunter - Neue Führungsinstrumente - Macht und Führungskommunikation - Entwicklung von Unternehmenskultur - Führung in politiknahen Organisationen - Führungspraxis in virtuellen Organisationsstrukturen - Führungskunst und Manipulation - Führungshandeln in China und Indien.
Das Buch wendet sich an Führungskräfte, aber auch an Lehrende und Studierende.. Eine große Vielfalt spannender Führungsthemen und zahlreiche aktuelle Fallstudien bieten wertvolle Anregungen für den praktischen Alltag.Unternehmenskultur eine aktuelle DiagnoseViele Firmen bekennen sich in ihren Hochglanzbroschüren, Internetauftritten, Neujahrsansprachen und Führungsgrundsätzen gern dazu: »Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital.« Und das Zusammenspiel dieser Mitarbeiter im Unternehmen wird dann häufig als »unsere einzigartige Unternehmenskultur« bezeichnet. »Kultur« klingt nach Theater und Museum, hohem Anspruch, geheimer Kraftquelle und ist zugleich unverbindlich genug, um vielfältige Interpretationsspielräumezuzulassen. Also doch ein Zauberwort aus der Trickkiste der Managementgurus?Dass mit den genannten Slogans nur ein Wunsch und selten die Firmenwirklichkeit beschrieben wird, ahnen hellhörige Geschäftsführer, Führungskräfte und Berater längst: Nur 13 Prozent allerdeutschen Beschäftigten sind einer Gallup-Umfrage zufolge mitEngagement und Eigeninitiative bei der Arbeit. Dagegen verrichten zirka 70 Prozent der Arbeitnehmer nur »Dienst nach Vorschrift«, derRest hat bereits innerlich gekündigt. Dies verursache für die deutsche Wirtschaft einen jährlichen Schaden von bis zu 260 Milliarden Euro. Als zentralen Grund für den Frust vieler Beschäftigter führt die Gallup-Studie regelmäßig den mangelnden Dialog zwischen Mitarbeiterund Chef an [1]. Ein weiterer Befund aus jüngerer Zeit lautet: Grabenkämpfe und Abteilungsdenken durchziehen mittlerweile weite Teile der Unternehmen. Die Folge sei, dass sich Mitarbeiter vor allemmit sich selbst, ihrer Machtposition in der Firma sowie dem unternehmenspolitischen Hickhack beschäftigten und weniger mit dem gemeinsamen Ziel, ihren Kunden oder dem Markt [2]. Und durchDauerstress in den Unternehmen, so eine dritte Untersuchung, entstehe ein Schaden von insgesamt 50 Milliarden Euro im Jahr. Grenzt man die Analysen nur auf die Zielgruppe der Manager ein, so leidetfast ein Viertel der deutschen Führungskräfte an depressiven Stimmungen, Schlaflosigkeit oder Erschöpfungszuständen [3].Bringen wir es auf den Punkt: Die »einzigartige Unternehmenskultur« vieler Unternehmen demotiviert und macht krank. Sie kann einem im wahrsten Sinne des Wortes Angst einjagen. Die zunehmendeKomplexität der globalen Wirtschaft, der digitalen Welt und der deutschen Struktur- und Reformprobleme scheint die Menschen zu verwirren und den Wunsch nach klaren, einfachen Ideen zu bestärken.