Dieses Buch ist extrem amerikanisch, d.h. sehr plakativ, wenig differenziert, optisch/didaktisch gut aufgemacht. Man darf durch die Lektüre nicht erwarten, die eigenen Führungskompetenzen auszubauen (im Sinne von "Wie führe ich noch besser?"). Der Autor ist vielmehr ein ausgesprochener Provokateur und stellt in diesem Buch ohne viele Erläuterungen Hypothesen in den Raum, die zumindest in ihrer Verallgemeinerung unhaltbar sind. Das Buch ist in dieser Form aber gut geeignet, eigene Denk- und Verhaltensmuster auch grundlegend in Frage zu stellen, Verkrustungen aufzubrechen. Dann kann man über neue Wege besser nachdenken, ohne den vom Autor vorgeschlagenen folgen zu müssen. Nur wenn man das Buch mit dieser Grunderwartungshaltung (Anstöße zum anders machen; out of the box denken) liest, wird man mit ihm glücklich werden.