Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Großartige Bilder des Foto-Künstlers Walter Frentz !, 11. August 2004
Walter Frentz, der leider am 6. Juli 2004 im Alter von 96 Jahren in Überlingen am Bodensee starb, war einer der besten und bedeutendsten deutschen Fotografen und Kameramänner des 20. Jahrhunderts. Er zeichnete Zeitgeschichte fest, als echter Fotokünstler. Der Bildband "Wolfschanze" zeugt von seiner Kunst ! Großartige Bilder in gestochen scharfer Qualität. Ich denke, daß manche seiner "Kritiker" auch heute noch neidisch auf seine Kunst sind, denn sonst würden sie objektiver sein Wirken betrachten. Denn: Kunst bleibt Kunst, auch wenn es 70 Jahre her sind. Das Motto von Walter Frentz lautete: "Im Leben und bei der Fotografie kommt es auf die Einstellung an !". Diesen Bildband MUSS man gesehen haben, um ihn zu beurteilen ! Ein Bildband, der begeistert, fasziniert, und - erstaunt ! P.S. In Amerika wird übrigens Walter Frentz noch heute als Spitzen-Fotograf bezeichnet.
|
|
|
36 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Führerhauptquartier Wolfschanze 1940-1945. zeitgeschichte in, 3. Juli 2003
Der Leibfotograf Hitlers, der heute 96-jährige Walter Frentz, zuvor Kameramann bei Leni Riefenstahl, hat sein Bildarchiv dem rechtsradikalen Arndt Verlag zur Verfügung gestellt, das dieser nun sukzessive in seinen Fotobänden publiziert. Die Texte sind geschichtsblind und bis an die Verhetzungsgrenze hitlertreu, die Bilder freilich von großer Aussagekraft. In diesen einzigen unzensierten Farbfotos aus dem Leben der NS-Führung verdichten sich die fanatische Verbissenheit, bürgerliche Fassade, prüde Verklemmung, und tödliche Effizienz, die in Hitlers Zirkel unentwirrbar zusammenflossen, zu einer eindrucksvollen Melange. Ob ehrgeizig geduckte Generäle, ein erotisch angespitzter Bormann auf dem Liegestuhl, eine intellektuell skeptische Frau Speer oder ein devot-rechthaberischer Thorak mit Hitler, Goebbels und Blondi am Hosenbein; ob eine Teestunde aus forschfröhlichen bis ahnungsvollen Flugzeugkonstrukteuren, ob die Mienen der karrierebewussten SS-Entourage beim Schneespaziergang oder eine Mitternachts-Kaminrunde, deren Überdruss an sich selbst aus jedem Pixel gähnt - die Fotos sind Dokumente. Sie ersetzen eine Fest-Biografie nicht, aber sie ergänzen sie um Aspekte, die nur intuitiv erfassbar sind. Nicht zuletzt bilden sie eine verbrecherische Idylle ab, die erklärt, weshalb Idylle heute so viel Unwohlsein bereitet. Betrüblich ist, dass der Arndt Verlag an ihnen gut verdient. Aber da ihm die menschliche Ödnis der meisten Szenen zu entgehen scheint, bietet er einen ziemlich authentischen Blick auf den inneren Kreis der Nazis - und, der Eindruck ist bedauerlicherweise vorhanden, auch einen Blick auf die Kontinuität mancher deutscher Archetypen bis in die Gegenwart: Nicht wenigen der Abgebildeten unterhalb der obersten Ebene glaubt man erst gestern irgendwo begegnet zu sein.
|
|
|
29 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Die Geschichte wird neu geschrieben, 9. Juni 2003
Der rechtsradikale Arndt Verlag des ehemaligen NPD Funktionärs Dietmar Munier versucht mit einem weiteren Buch die Geschichte neu zu schreiben, indem er so gut wie sämtliche seriösen historischen Quellen ausser Acht lässt und stattdessen völlig unhaltbare Aussagen aufstellt, die den Schluß zulassen, daß dem armen Hitler der Krieg von den bösen Russen und Alliierten förmlich aufgezwungen wurde. Das hat natürlich mit seriöser Geschichtsschreibung nichts zu tun. So wird natürlich das Hoßbach Protokoll mit keinem Wort erwähnt, daß bereits Ende 1937 Hitlers aggressiven Kriegspläne nachweist. Genausowenig findet die Hitler Konferenz vor der Generalität Ende 1939 Erwähnung, in der Hitler in ungwöhnlicher Offenheit davon spricht, komme was da wolle, einen Rasse- und Vernichtungskrieg um Lebensraum führen zu wollenIn dem Weltbild von Dietmar Munier scheint es natürlich auch den Holocuast niemals gegeben zu haben. Zumindest wird Hitlers mörderische Ausrottungspolitik mit keinem Wort erwähnt. Hitler wird als ein liebenswürdiger und verantwortungsvoller Staatsmann dargestellt und der mörderische Kriegsverbrecher Kaltenbrunner als "angeblicher Krigsverbrecher" bezeichnet. Als Quellen benutzt der Arndt Verlag natürlch fast nur höchst umstrittene Bücher von Autoren die von keinem seriösen Historiker ernst genommen werden. Vor allem ist es überaus bedenklich, wenn Leute dieses Machwerk lesen, die sich mit der Materie nicht sehr gut auskennen. Für informierte Menschen ist dieses Buch sicherlich völlig "unproblematisch", da der Text einfach zu lächerlich ist. Ansonsten aber ist, vor allem auch bei Kindern und Jugendlichen äußerste Vorsicht geboten. Die Farbbilder aus der Wolfschanze sind allerdings interessant.
|
|
|
|