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Führen, gestalten, bewegen: Werte und Weisheit für eine globalisierte Welt [Gebundene Ausgabe]

Dalai Lama , Laurens van den Muyzenberg , Jürgen Neubauer
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

28.04.2008 / Wirtschaftswoche: Der Selbstlose "Der Dalai Lama redet Managern ins Gewissen."

01.05.2008 / Manager Magazin: Heilige Ratschläge "Die Empfehlungen sind klar und verständlich geschrieben und lassen den Dalai Lama phasenweise als eine Art spirituellen Jack Welch aufscheinen."

02.05.2008 / Format: Buddhas Ökonom "Auf 256 Seiten beantwortet der Dalai Lama fundamentale Fragen zur Globalisierung und erörtert die Rolle von Glauben und Moral in der Wirtschaft. Das Ergebnis dürfte in den kommenden Wochen für heiße Diskussionen sorgen."

04.05.2008 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Führen, gestalten, bewegen "Der Dalai Lama entdeckt den Markt."

18.08.2008 / Der Standard: Wie eine Heiligkeit wirtschaftet "Ein anderer Zugang zum Thema Finanzkrise."

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Der Dalai Lama ist das Oberhaupt der Tibeter und der größte und populärste Lehrer des Buddhismus. Nach einem gescheiterten Aufstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzung im Jahre 1959 flüchtete er nach Indien, wo er seitdem im Exil lebt. Laurens van den Muyzenberg ist ein international tätiger Managementberater. Er lebt in Frankreich.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

EINLEITUNG Seine Heiligkeit der Dalai Lama Buddhistische Mönche leben im Allgemeinen fern der Gesellschaft in friedlicher Abgeschiedenheit, wo sie für das Wohl aller Lebewesen und des Planeten beten. Zwar bin auch ich einer dieser Mönche, doch zusätzlich trage ich die Verantwortung für die tibetische Exilregierung. Deshalb treffe ich mit Menschen aus aller Welt zusammen und habe einen anderen Horizont gewonnen. Auf meinen Reisen habe ich die unterschiedlichsten Menschen kennengelernt, arme wie reiche, von denen jeder seinen Platz in der Welt einnimmt. Viele Menschen haben mir ihr Vertrauen geschenkt und mir von ihrem Leben und ihren Hoffnungen und Ängsten im Hinblick auf die Zukunft erzählt. Auf diese Weise habe ich viel darüber erfahren, was die verschiedensten Menschen im Leben suchen. Im Grunde wünschen sich die meisten Menschen ein gewisses Maß an Glück. Warum schreibe ich dieses Buch gerade jetzt? Weil ich der Ansicht bin, dass jeder von uns Sorge für das Funktionieren der Weltwirtschaft tragen und Verantwortung übernehmen sollte und dass jeder von uns ein Interesse daran haben sollte, wie Unternehmen unsere vernetzte Welt gestalten. Die Zeiten haben sich verändert, und ich bin der Überzeugung, dass sich die geistlichen Führer aller religiösen Traditionen, die naturgemäß langfristiger denken, in die Diskussionen um die globale Wirtschaft einbringen sollten. Unsere Welt steht vor schwerwiegenden Problemen. Besonders beschäftigt mich die Frage, wie wir die wirtschaftliche Not in armen Ländern lindern können, die Tatsache, dass die Lebenszufriedenheit selbst in reichen Ländern seit den fünfziger Jahren stagniert, die Umweltzerstörung durch Vernachlässigung, Bevölkerungswachstum und den steigenden Lebensstandard, und schließlich der fehlende Frieden in vielen Teilen der Welt. Da der Buddhismus an diese und ähnliche Probleme rational und logisch herangeht, sind seine Antworten für nicht-religiöse Menschen oft leichter nachvollziehbar. Der Buddhismus betont menschliche Werte und zeigt, wie wir lernen können, die Probleme unserer Gesellschaft mit einem ganzheitlichen Ansatz zu lösen. Damit kann der Buddhismus einen wichtigen Beitrag zu diesen Diskussionen leisten. Auch zu den Fragen der Wirtschaft kann der Buddhismus mit seiner weltlichen Ethik und seinen grundlegenden menschlichen Werten einen wichtigen Teil beitragen. Die buddhistischen Vorstellungen von Wohlstand, Arbeit, Konsum und Glück unterscheiden sich in gewisser Hinsicht von denen des Westens. Für den Buddhismus bedeutet Glück mehr als die Befriedigung materieller und anderer Wünsche - dies ist ein wichtiger Unterschied. Wir finden das Glück nicht in unseren Bedürfnissen oder deren Befriedigung, sondern anderswo. Das Glück entspringt unserer Zufriedenheit, die nicht von dem abhängt, was wir gewinnen oder erreichen. Buddha erkannte, wie mächtig unsere ich-bezogenen Triebe sind. Doch er kam zu dem Schluss, dass es unmöglich ist, die Wünsche unseres Ich jemals völlig zu befriedigen, denn es handelt sich um einen endlosen Kreislauf. Niemand kann ohne Freunde und ohne gute Beziehungen zu anderen Menschen glücklich sein. Doch gute Beziehungen beruhen auf Gegenseitigkeit, sie sind unmöglich, wenn es uns nur darum geht, unsere eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Meiner Ansicht nach sind Regierungen und Unternehmen Teil dieser Gleichung, denn sie setzen Menschen zueinander in Beziehung, schaffen Arbeitsplätze und Wohlstand, und spielen eine wichtige Rolle in Fragen des Lebensstandards, des Glücks und der Schnittmenge zwischen beiden. Ich möchte nicht so tun, als wären die Lösungen einfach und lägen auf der Hand. Bei der Arbeit an diesem Buch habe ich gelernt, wie schwer es für Unternehmer sein kann, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wenn ein Unternehmensführer einen Entschluss fällt, wirkt sich dieser auf sämtliche Mitarbeiter und zahlreiche andere Menschen wie etwa Kunden und Zulieferer aus. International agierende Konzerne stehen vor besonders komplexen Situationen, weshalb die Qualität der Entscheidungen den Ausschlag gibt. Daher benötigen Entscheider nicht nur unternehmerische Kompetenz, sondern auch die richtige Motivation und geistige Verfassung. Unternehmerische Kompetenz ist eine Frage des Talents sowie des Fachwissens und würde den Rahmen dieses Buches sprengen. Doch die Beobachtung und Korrektur der Motivation ist ein wichtiger Aspekt der buddhistischen Schulung und wird in diesem Buch im Detail erörtert ebenso wie die Entwicklung der richtigen geistigen Verfassung. Die buddhistische Philosophie gründet auf der Erkenntnis, dass das Leiden ein fester Bestandteil des Lebens ist, und auf der Aufforderung Buddhas, dieses Leiden zu lindern. Genau darum geht es auch mir: Leiden zu lindern und die Lebenszufriedenheit zu steigern. Dieses Buch soll darum Lesern im Allgemeinen und Führungskräften im Besonderen helfen, besser zu verstehen, was in ihrem Geist und im Geist anderer Menschen vorgeht, vor allem im Zusammenhang mit Fragen der Führung. Ich hoffe, dass Sie auf diese Weise in die Lage versetzt werden, bessere Entscheidungen zu treffen und mehr Lebensqualität zu schaffen, und zwar für sich selbst, für Ihr Unternehmen und für alle Menschen, die von Ihren Entscheidungen betroffen sind. Mein eigenes Interesse an Unternehmen und an der Wirtschaft hat über die vergangenen fünfzig Jahre hinweg eine Entwicklung erfahren. Meine formelle Ausbildung war ausschließlich religiöser und spiritueller Natur. Von frühester Jugend an habe ich buddhistische Philosophie und Psychologie studiert. Durch Begegnungen mit Mitgliedern der Kommunistischen Parteien Tibets und Chinas lernte ich später auch etwas über die verschiedenen Wirtschaftssysteme. Instinktiv neigte ich eher zum Sozialismus, doch ich beobachtete auch, wie die Volkswirtschaften der sozialistischen Länder stagnierten, während die Länder mit freier Marktwirtschaft eine immer größere Dynamik entwickelten. Ich begann, mich besonders für die Fehlentwicklungen der sozialistischen Wirtschaft und die positiven Aspekte der freien Marktwirtschaft zu interessieren. Dennoch bereitet es mir weiterhin Sorge, dass sich in den freien Marktwirtschaften die Kluft zwischen Arm und Reich tendenziell immer weiter vergrößert. Im Jahr 1990 erhielt ich einen Brief von Laurens van den Muyzenberg, einem internationalen Managementberater. Er schrieb mir, statt die Gemeinsamkeiten von Kommunismus und Buddhismus zu suchen, wie ich dies zuvor getan hatte, scheine es ihm produktiver, zu überlegen, wie der Kapitalismus verändert werden könne, um unsere kollektiven Interessen zu befriedigen. Mir gefiel dieser Gedanke, und ich lud Laurens zu einem Gespräch ein. Seither haben wir uns regelmäßig getroffen. Im Jahr 1999 machte mir Laurens schließlich einen Vorschlag: Da einerseits immer mehr Unternehmen Interesse an Fragen der guten Unternehmensführung haben und andererseits der Buddhismus zahlreiche theoretische und praktische Hinweise bietet, die für Unternehmensführer nützlich sein könnten, sollte ich einen Beitrag zu diesem Thema leisten. Wir kamen überein, dass Laurens allgemeine unternehmerische Hintergründe darstellen sollte, während ich erläutere, wie sich die buddhistische Lehre auf das jeweilige Gebiet anwenden lässt. Ich bat Laurens um einen ganzheitlichen Ansatz. Mit "ganzheitlich" meinte ich, er solle jede Fragestellung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, nicht nur aus der des westlichen Managementberaters. Meiner Ansicht nach besteht eines der größten Probleme der heutigen Welt darin, dass wir uns angesichts des exponentiellen Anwachsens der Informationsmenge immer weiter spezialisieren und nicht mehr in der Lage sind zu erkennen, inwieweit die verschiedenen Vorschläge zur Verbesserung der Gesellschaft ineinandergreifen. Für dieses Buch habe ich Themen ausgewählt, die mir wichtig erscheinen, und Laurens hat sie vor seinem eigenen Erfahrungshintergrund in Gesprächen mit Kollegen und in Recherchen weiterverfolgt. Er hat Führungskräfte interviewt, die...
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