Mancher wird denken: Was will uns ein Mönch, der hinter dicken Klostermauern lebt, schon zu diesem Thema sagen könnten? - Eine ganze Menge:
Pater Dr. Anselm Grün hat sowohl Theologie als auch Betriebswirtschaft studiert und ist seit 1977 Cellerar (d.h. wirtschaftlicher Leiter, oder modern: Geschäftsführer) der Benediktinerabtei Münsterschwarzach bei Würzburg. Er ist in dieser Funktion verantwortlich für die 20 Klosterbetriebe mit über 300 Mitarbeitern. Des Weiteren leitet er das Recollectiohaus, ein Haus für Priester und Ordensleute in Krisensituationen. "Nebenbei" schreibt er Bücher zu vielen Lebensthemen, hält durchschnittlich jedes zweite Wochenende ein Seminar und bis zu vier Abendvorträge pro Woche.
Dies zeigt, dass Pater Anselm kein weltfremder Idealist ist, der von einem Elfenbeinturm herab die Menschen belehrt. Nein, er steht mit beiden Beinen fest im Leben. Dies sind wohl auch die Gründe, weshalb ihn Daimler-Chrysler, div. Kreditinstitute und innerkirchliche bzw. kirchennahe Organisationen regelmäßig zu Mitarbeiter- und Führungskräfteschulungen einladen bzw. zur Durchführung derselben in die Abtei kommen.
Ein äußerst spaßiges Bild, das Pater Anselm im Zusammenhang mit Personalführung und dem Zwang zum Profit verwendet ist folgendes: Eine Führungskraft, die lauter "Bewunderungszwerge" um sich herum braucht, muss sich nicht wundern, wenn das Unternehmen nicht floriert. Von Zwergen könne man schließlich keine allzu großen Leistungen erwarten.
Ergänzende Literatur, die man im weiteren Sinne zu diesem Themenbereich hinzurechnen kann, sind Pater Anselm Bücher
"Menschen führen - Leben wecken"
"Leben und Beruf - eine spirituelle Herausforderung"
"Grenzen setzen - Grenzen achten" (zusammen mit Maria-M. Robben)
"Spirituell führen mit Benedikt und der Bibel" (Friedrich Assländer als Co-Autor).