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Malik, dessen Ziel es ist, professionelle Standards zu schaffen, folgt einem umfassenden Verständnis von Management. Konsequenterweise richtet sich sein Buch an alle, die in Organisationen wie auch immer ausgestaltete Führungsaufgaben wahrnehmen. Schon aufgrund dieses breiten Verständnisses geht nach Ansicht des Autors die Forderung nach dem "idealen" Manager, einer Kreuzung aus "antikem Feldherrn, Physik-Nobelpreisträger und Fernseh-Showmaster" an der Wirklichkeit vorbei. Deshalb ist die Frage, die es vielmehr zu beantworten gelte: "Wie schafft man es, normale Menschen zu Spitzenleistungen zu befähigen?" Hierzu formuliert Malik klare Regeln, wobei er an einigen Stellen bewusst mit Lehrbuchweisheiten bricht. So fordert er neben der konsequenten "Output-Orientierung des Managers" dessen Konzentration auf Weniges, aber Wesentliches. Überhand nehmendes Teamworking ist für den Autor nicht etwa ein Zeichen funktionierender, sondern "schlechter Organisation". Und der (typisch deutschen?) Eigenart, immer erst Schwächen beseitigen zu wollen, setzt er die Forderung entgegen, die Stärken der Mitarbeiter gezielt auszubauen und zu nutzen.
Malik ist mit diesem Buch ein aus der Managementliteratur herausragendes Werk gelungen, das Praxiserfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem integrierten Managementansatz synthetisiert. --Manfred Schwarzmeier -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Will ich einen Chef haben, der so denkt? Will ich selbst so sein? Nein danke! Im Gegensatz zu Herrn Malik glaube ich, daß ebenso aus Freude und Begeisterung gute Leistung entstehen kann, wie auch ein erreichtes Ergebnis zu Freude führen kann. Leider sieht Herr Malik nur die eine Seite der Medaille und watscht die andere mit pauschaler Arroganz ab. Ingenieure sind "moderne Analphabeten", die "weder gut schreiben noch gut lesen" können; junge Manager sind "unerfahren" und haben "nicht die geringste Ahnung"; einen Werbespot zu erfinden, "begeistert nur diejenigen, die es noch nie gemacht haben."
Dabei hat Herr Malik mit vielem recht. Er schöpft aus großer Erfahrung und ist sich nicht zu stolz zuzugeben, daß er aus eigenen Fehlern gelernt hat. Sein Ziel ist der absolut erfolgsorientierte, professionelle Manager, der jedoch niemals die Menschlichkeit vergißt.
Das Buch wird diejenigen begeistern, die wie Herr Malik sind: rational, objektiv, nüchtern; mehr an Dingen als an Menschen orientiert; Nützlichkeit geht vor Phantasie, Wahrheit vor Dichtung. Herr Malik zieht Schlüsse aus seinen Erfahrungen und versucht, daraus Prinzipien, Richtlinien und Gesetze zu formulieren. Am liebsten wären ihm Manager, die genauso sind wie er. Den anderen - die Träumer, die Phantasten, die Intuitiven, die Erfinder, die Harmoniesuchenden, die Spekulativen - läßt er größzügig ihre Reservate, aber bitte, Manager sollen sie nicht werden!
Das Buch ist so aufgebaut, wie es Herrn Malik entspricht: klar gegliedert in vier Teile, diese wieder in fünf bis sieben Kapitel unterteilt und jedes Kapitel in Abschnitte, deren Unterabschnitte er durchnumeriert. Rational, objektiv, nüchtern; langweilig.
Leider hat Herr Malik einige Marotten, die die Lektüre erschweren. Sein Text wimmelt von Floskeln wie "de facto", "selbstverständlich", "allgemein bekannt". Seine Lieblingsphrase ist "Erstens ... Zweitens ... Drittens" - sie kommt in jedem Abschnitt vor. Spätestens beim dritten Mal nervt das. Die Rechtschreibung wechselt hin und her zwischen bewährter und neuer Schreibweise: "aufgrund" (bewährte RS) steht neben "mithilfe" (neue RS), "zusammenzukommen" neben "zusammen zu fassen", zwischen "Potential" und "Potenzial" kann er sich nicht recht entscheiden, und "weiss" ist in beiden Rechtschreibungen falsch.
Besonders ärgerlich sind die zahlreichen Wörter, die er kursiv schreibt, um sie zu betonen. Damit mißachtet er seine Leser vollends. In den meisten Fällen ist die Hervorhebung unnötig; die wenigen sinnvollen Stellen gehen in der Fülle der Betonungen unter.
Mein Fazit: trotz vieler richtiger und wichtiger Punkte ist mir Herr Malik zu einseitig; trotz klarer und kraftvoller Sprache wird die Lektüre wegen der Marotten zur Qual.
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