Aus der Amazon.de-Redaktion
Malik, dessen Ziel es ist, professionelle Standards zu schaffen, folgt einem umfassenden Verständnis von Management. Konsequenterweise richtet sich sein Buch an alle, die in Organisationen wie auch immer ausgestaltete Führungsaufgaben wahrnehmen. Schon aufgrund dieses breiten Verständnisses geht nach Ansicht des Autors die Forderung nach dem "idealen" Manager, einer Kreuzung aus "antikem Feldherrn, Physik-Nobelpreisträger und Fernseh-Showmaster" an der Wirklichkeit vorbei. Deshalb ist die Frage, die es vielmehr zu beantworten gelte: "Wie schafft man es, normale Menschen zu Spitzenleistungen zu befähigen?" Hierzu formuliert Malik klare Regeln, wobei er an einigen Stellen bewusst mit Lehrbuchweisheiten bricht. So fordert er neben der konsequenten "Output-Orientierung des Managers" dessen Konzentration auf Weniges, aber Wesentliches. Überhand nehmendes Teamworking ist für den Autor nicht etwa ein Zeichen funktionierender, sondern "schlechter Organisation". Und der (typisch deutschen?) Eigenart, immer erst Schwächen beseitigen zu wollen, setzt er die Forderung entgegen, die Stärken der Mitarbeiter gezielt auszubauen und zu nutzen.
Malik ist mit diesem Buch ein aus der Managementliteratur herausragendes Werk gelungen, das Praxiserfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem integrierten Managementansatz synthetisiert. --Manfred Schwarzmeier
manager magazin (07/00)
Dieses Buch beantwortet Fragen, die Führungskräfte nicht stellen bis sie dieses Buch gelesen haben. Danach wird man allerdings die eigenen, alten Führungskonzepte nicht mehr mögen.
Fredmund Malik gehört zu den Begründern des systemischen Managements der St. Gallener Schule. Seit Jahrzehnten spezialisiert er sich auf Führungsprobleme.
Bevor Malik in seinem Buch näher auf seine Vorstellungen von einer wirksamen Führung eingeht, räumt er mit hinderlichen Führungsmythen auf: mit der "idealen Führungskraft" und den "wichtigsten Eigenschaften erfolgreicher Führungskräfte".
Selbst an weltberühmten Managementgrößen wie Jack Welch ist nichts Außergewöhnliches, behauptet Malik. Sie entsprechen keinem bestimmten Persönlichkeitstyp. Aber sie sind wirksam und folgen grundlegenden Arbeitsmustern. Diese kann und muss der Normalbegabte lernen.
Die Primadonnen wie die grauen Managementmäuse arbeiten übergreifend: Sie setzen Ziele, organisieren das Handeln der Menschen, kontrollieren die Aufgabenerledigung und fördern leistungsbereite Mitarbeiter. Stärken nutzen, Konzentration auf Weniges, Resultatorientierung so lautet Maliks Rat. Besonders wichtig sei dabei die "systematische Müllabfuhr". Maliks Empfehlung: "Wirksame Führungskräfte reservieren sich einen Tag im Jahr, an dem sie gewissenhaft die Frage durchdenken: Was sollte ich nicht mehr tun weil es sich überlebt hat, weil es Wichtigeres zu tun gibt, weil ich andere Prioritäten setzen muss?"
Fazit: Wer sein Führungsverhalten und sein Führungssystem selbstkritisch überdenken will, kann keine anregendere Lektüre finden.
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