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Malik, dessen Ziel es ist, professionelle Standards zu schaffen, folgt einem umfassenden Verständnis von Management. Konsequenterweise richtet sich sein Buch an alle, die in Organisationen wie auch immer ausgestaltete Führungsaufgaben wahrnehmen. Schon aufgrund dieses breiten Verständnisses geht nach Ansicht des Autors die Forderung nach dem "idealen" Manager, einer Kreuzung aus "antikem Feldherrn, Physik-Nobelpreisträger und Fernseh-Showmaster" an der Wirklichkeit vorbei. Deshalb ist die Frage, die es vielmehr zu beantworten gelte: "Wie schafft man es, normale Menschen zu Spitzenleistungen zu befähigen?" Hierzu formuliert Malik klare Regeln, wobei er an einigen Stellen bewusst mit Lehrbuchweisheiten bricht. So fordert er neben der konsequenten "Output-Orientierung des Managers" dessen Konzentration auf Weniges, aber Wesentliches. Überhand nehmendes Teamworking ist für den Autor nicht etwa ein Zeichen funktionierender, sondern "schlechter Organisation". Und der (typisch deutschen?) Eigenart, immer erst Schwächen beseitigen zu wollen, setzt er die Forderung entgegen, die Stärken der Mitarbeiter gezielt auszubauen und zu nutzen.
Malik ist mit diesem Buch ein aus der Managementliteratur herausragendes Werk gelungen, das Praxiserfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem integrierten Managementansatz synthetisiert. --Manfred Schwarzmeier
Dieses Buch beantwortet Fragen, die Führungskräfte nicht stellen bis sie dieses Buch gelesen haben. Danach wird man allerdings die eigenen, alten Führungskonzepte nicht mehr mögen.
Fredmund Malik gehört zu den Begründern des systemischen Managements der St. Gallener Schule. Seit Jahrzehnten spezialisiert er sich auf Führungsprobleme.
Bevor Malik in seinem Buch näher auf seine Vorstellungen von einer wirksamen Führung eingeht, räumt er mit hinderlichen Führungsmythen auf: mit der "idealen Führungskraft" und den "wichtigsten Eigenschaften erfolgreicher Führungskräfte".
Selbst an weltberühmten Managementgrößen wie Jack Welch ist nichts Außergewöhnliches, behauptet Malik. Sie entsprechen keinem bestimmten Persönlichkeitstyp. Aber sie sind wirksam und folgen grundlegenden Arbeitsmustern. Diese kann und muss der Normalbegabte lernen.
Die Primadonnen wie die grauen Managementmäuse arbeiten übergreifend: Sie setzen Ziele, organisieren das Handeln der Menschen, kontrollieren die Aufgabenerledigung und fördern leistungsbereite Mitarbeiter. Stärken nutzen, Konzentration auf Weniges, Resultatorientierung so lautet Maliks Rat. Besonders wichtig sei dabei die "systematische Müllabfuhr". Maliks Empfehlung: "Wirksame Führungskräfte reservieren sich einen Tag im Jahr, an dem sie gewissenhaft die Frage durchdenken: Was sollte ich nicht mehr tun weil es sich überlebt hat, weil es Wichtigeres zu tun gibt, weil ich andere Prioritäten setzen muss?"
Fazit: Wer sein Führungsverhalten und sein Führungssystem selbstkritisch überdenken will, kann keine anregendere Lektüre finden.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
57 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Standardwerk von Malik,
Rezension bezieht sich auf: Führen, Leisten, Leben. Wirksames Management für eine neue Zeit. (Taschenbuch)
Von allen Büchern die Fredmund Malik im Laufe der Jahre geschrieben hat, ist dieses sicherlich das wichtigste.Maliks Ausgangsthese ist es, dass der Beruf des Managers nirgendwo gelehrt wird, sondern jede Person jederzeit in die Situation kommen kann, einen Prozess oder eine Organisationseinheit managen zu müssen. Neben Talent benötigt sie hierbei vor allem einen Werkzeugkasten für die Vorgehensweise. Die sechs Grundregeln der Führung bestehen laut Malik aus der Resultatorientierung, der Bewertung des Beitrages zum Ganzen (aus dem dann ein sinnvoller Ressourcenaufwand abzuleiten ist), der Konzentration auf weniges, der Nutzung von Stärken (und nicht der Ausmerzung von Schwächen), dem Aufbau von Vertrauen und einem positiven Denken. Aus diesen leitet Malik dann im dritten Teil die fünf Kernaufgaben seines Ansatzes der wirksamen Führung ab: Zieldefinition, Organisation, Entscheidung, Kontrolle und Mitarbeiterentwicklung. Im vierten Teil des Buches erläutert Malik ein Set von sieben Werkzeugen, mit denen die Führungsaufgaben umgesetzt werden können: Sitzungen, Berichte, Job Design und Assignment Control, Persönliche Arbeitsmethodik, Budgetierung, Leistungsbeurteilung und systematische Müllabfuhr. Sicher - es gibt brilliantere Werke in der Welt der Führungs- und Managementliteratur, vor allem von Peter Drucker, in dessen Tradition sich Malik sieht. Aber - als ungemein klar strukturiertes Kompendium, ist es sicher das Standartwerk von Malik. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Fugen - Kleistern - Kleben,
Rezension bezieht sich auf: Führen, Leisten, Leben: Wirksames Management für eine neue Zeit (Gebundene Ausgabe)
Wer noch nie ein Buch von Peter F. Drucker in der Hand hatte mag sich über die Lektüre freuen und denken: wow, das ist aber kreativ und "quer gedacht"! Anders jedoch, wer die Klassiker von Peter F. Drucker im Original gelesen hat, insbesondere "Management for Results" und "The Effective Executive". Denn, so die Überraschung, kaum ein Gedanke von Malik ist wirklich neu (!). Neu ist, dass eine klare Sprache von Drucker zu einer unklaren Sprache von Malik wird.Das Ganze soll nicht bedeuten, dass die "Drucker-im-Malik-Schlauch" Ideen an sich nicht gut wären, ganz im Gegenteil (!). Nur ist halt das "klare" Original der "unklaren" Paraphrase meilenweit überlegen. Peter F. Drucker Bücher gibt es auch auf Deutsch, in brauchbaren Übersetzungen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
120 von 140 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Interessante Aussagen, mühevolle Lektüre,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Führen, Leisten, Leben. Wirksames Management für eine neue Zeit. (Taschenbuch)
"Arbeit macht keine Freude; Ergebnisse machen Freude, aber nur gelegentlich."Will ich einen Chef haben, der so denkt? Will ich selbst so sein? Nein danke! Im Gegensatz zu Herrn Malik glaube ich, daß ebenso aus Freude und Begeisterung gute Leistung entstehen kann, wie auch ein erreichtes Ergebnis zu Freude führen kann. Leider sieht Herr Malik nur die eine Seite der Medaille und watscht die andere mit pauschaler Arroganz ab. Ingenieure sind "moderne Analphabeten", die "weder gut schreiben noch gut lesen" können; junge Manager sind "unerfahren" und haben "nicht die geringste Ahnung"; einen Werbespot zu erfinden, "begeistert nur diejenigen, die es noch nie gemacht haben." Dabei hat Herr Malik mit vielem recht. Er schöpft aus großer Erfahrung und ist sich nicht zu stolz zuzugeben, daß er aus eigenen Fehlern gelernt hat. Sein Ziel ist der absolut erfolgsorientierte, professionelle Manager, der jedoch niemals die Menschlichkeit vergißt. Das Buch wird diejenigen begeistern, die wie Herr Malik sind: rational, objektiv, nüchtern; mehr an Dingen als an Menschen orientiert; Nützlichkeit geht vor Phantasie, Wahrheit vor Dichtung. Herr Malik zieht Schlüsse aus seinen Erfahrungen und versucht, daraus Prinzipien, Richtlinien und Gesetze zu formulieren. Am liebsten wären ihm Manager, die genauso sind wie er. Den anderen - die Träumer, die Phantasten, die Intuitiven, die Erfinder, die Harmoniesuchenden, die Spekulativen - läßt er größzügig ihre Reservate, aber bitte, Manager sollen sie nicht werden! Das Buch ist so aufgebaut, wie es Herrn Malik entspricht: klar gegliedert in vier Teile, diese wieder in fünf bis sieben Kapitel unterteilt und jedes Kapitel in Abschnitte, deren Unterabschnitte er durchnumeriert. Rational, objektiv, nüchtern; langweilig. Leider hat Herr Malik einige Marotten, die die Lektüre erschweren. Sein Text wimmelt von Floskeln wie "de facto", "selbstverständlich", "allgemein bekannt". Seine Lieblingsphrase ist "Erstens ... Zweitens ... Drittens" - sie kommt in jedem Abschnitt vor. Spätestens beim dritten Mal nervt das. Die Rechtschreibung wechselt hin und her zwischen bewährter und neuer Schreibweise: "aufgrund" (bewährte RS) steht neben "mithilfe" (neue RS), "zusammenzukommen" neben "zusammen zu fassen", zwischen "Potential" und "Potenzial" kann er sich nicht recht entscheiden, und "weiss" ist in beiden Rechtschreibungen falsch. Besonders ärgerlich sind die zahlreichen Wörter, die er kursiv schreibt, um sie zu betonen. Damit mißachtet er seine Leser vollends. In den meisten Fällen ist die Hervorhebung unnötig; die wenigen sinnvollen Stellen gehen in der Fülle der Betonungen unter. Mein Fazit: trotz vieler richtiger und wichtiger Punkte ist mir Herr Malik zu einseitig; trotz klarer und kraftvoller Sprache wird die Lektüre wegen der Marotten zur Qual. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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