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Fühlen, Denken, Handeln: Wie das Gehirn unser Verhalten steuert [Gebundene Ausgabe]

Gerhard Roth
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

22. Oktober 2001
Fühlen, Denken, Handeln ist eine Weiterführung des erfolgreichen Buches Das Gehirn und seine Wirklichkeit und befaßt sich aus Sicht der Hirnforschung mit der Frage, wer oder was in uns unser Verhalten bestimmt. Dargestellt wird, wie Gefühle im Gehirn entstehen und wie sie unser Denken, Erinnern und Handeln beeinflussen. Zugleich wird aufgezeigt, wie sich das Ich und die Persönlichkeit ausbilden und inwieweit Charakter und Persönlichkeit im Erwachsenenalter grundlegend veränderbar sind. Von besonderer Bedeutung ist die Frage, in welchem Maße unser Tun bewußt oder unbewußt gesteuert wird und wir Einsicht in die Antriebe unseres Handelns haben. Ist das Ich "Herr im Hause" und was haben Hirnforschung und experimentelle Psychologie zur Funktion des Willens und zur Willensfreiheit zu sagen?
Ziel des Buches ist es, die Umrisse eines neuro- und kognitionswissenschaftlich begründeten Menschenbildes zu präsentieren, das die Grundlage zu einem offenen und toleranten Gespräch mit den Sozial- und Geisteswissenschaften über das "Wesen des Menschen" bilden kann. Die für die Lektüre wichtigen neurobiologischen Zusammenhänge werden verständlich vermittelt, mit einem philosophie- und begriffsgeschichtlichen Hintergrund versehen und durch zahlreiche Abbildungen erläutert.


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Pressestimmen

"Das Buch des Bremer Hirnforschers bietet Zündstoff genung, für 'tolerante' Gespräche ebenso wie für leidenschaftliche Diskussionen." (Die Zeit)

Über den Autor

Gerhard Roth, geboren 1942 in Marburg, ist Professor für Verhaltensphysiologie an der Universität Bremen und Rektor des Hanse-Wissenschaftskollegs in Delmenhorst. Er veröffentlichte rund 180 Publikationen auf dem Gebiet der experimentellen und theoretischen Neurobiologie und der Neurophilosophie, darunter vier Bücher (u.a. Das Gehirn und seine Wirklichkeit, Frankfurt/Main 1994). Sein besonderes Interesse gilt dem interdisziplinären Brückenschlag zwischen den Neurowissenschaften, der Psychologie und den Sozialwissenschaften.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
133 von 154 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fahrlässiger Umgang mit "Fakten" 20. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Roths Buch ist über weite Strecken eine Zusammenfassung bekannter Befunde; allerdings geht es bei der Darstellung von Befunden auch um die korrekte Wiedergabe. Das ist allerdings bei Roth nicht immer der Fall. Vor allem sein Argument gegen die Willensfreiheit, welches er massgeblich auf die Befunde von Libet und Haggard und Eimer stützt, verdankt sich über weite Strecken einer verkürzten Darstellung der Daten und der eigentlichen Versuchsaufbauten.
Im Prinzip ist es legitim, Befunde "eingefärbt" darzustellen. Allerdings ist es nicht legitim, zu "vergessen", dass man eine sehr einseitige Darstellung der Befunde vorlegt. Eben dies tut Roth im entscheidenden Teil über die Willensfreiheit.
Auch die philosophische Diskussion ist eher dürftig, und zum Teil schlicht historisch falsch (vor allem, wenn Roth auf Kant Bezug nimmt).
Roth scheint grossen Wert darauf zu legen, seine Leser zu überzeugen, und es mag ihm auch bei denjenigen gelingen, die nicht die Ressourcen haben, seine Befunde mit den Originalquellen zu vergleichen. Aber bei wissenschaftlichen Kollegen ist Roths Buch weniger gut angekommen (zB Beckermann, Libet selbst, Heckhausen, Walters, usw.), und das mit gutem Grund.
Fazit: Das Buch ist verführerisch, aber nur deshalb, weil es mit Befunden und Daten sehr nachlässig und selbstdienend umgeht. Es geht nicht darum, viele Menschen zu überzeugen, sondern darum, seriöse Argumente vorzulegen. Das ist in diesem Buch allerdings nur teilweise der Fall, wie jeder selbst überprüfen kann, der sich den Originalquellen zuwendet.
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53 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie das Gehirn unser Verhalten steuert 17. März 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor Gerhard Roth, Professor für Verhaltensphysiologie an der Universität Bre-men, wird dem von ihm selbst vorgegebenen Anspruch gerecht zu erklären, „wie das Gehirn unser Verhalten steuert“. Auf 489 eng geschriebenen Seiten gibt er einen umfassenden Überblick über folgende Kapitel: Er erklärt die modernen Theorien der Verhaltenssteuerung, beschreibt ihre Geschichte und die gesellschaftlichen Zusam-menhänge, in der diese Theorien entstanden sind. Des weiteren gibt er einen Abriss über die Entwicklungsgeschichte der Menschheit.
Relativ viel Raum nimmt die Beschreibung der biologischen und vor allem physiolo-gischen Vorgänge im Gehirn ein. Er beschreibt den Aufbau des Gehirns, die rele-vanten Vorgänge und Zusammenhänge, die unser Handeln steuern und ermögli-chen. Im besonderen sind dies die allgemeinen kognitiven und exekutiven Anteile, die Bereiche, die für die Motorik, die Sprache und die kognitiven Funktionen im enge-ren Sinne zuständig sind. In den Abschnitten, in denen die Gedächtnisleistungen des Menschen beschrieben werden und das Denken im allgemeinen erklärt wird, ver-sucht der Autor auch eine Beschreibung der Kreativität in Zusammenhang mit ihren neuronalen Grundlagen.
Ohne sich auf eine „Schule“ festzulegen wird das Bewusste und Unbewusste be-schrieben, beginnend mit den neurobiologischen Zusammenhängen bis hin zu „nicht-physikalischen“ Phänomenen.
Entsprechend dem Titel des Buches kann der Leser sich in das Kapitel Gefühle ver-tiefen, zuerst mit einer Beschreibung der Emotionen bis hin zu einem geschichtlichen und philosophischen Exkurs. Neben der quantitativen Beschreibung der Gefühle werden in einem gesonderten Kapitel „Starke Gefühle“ z.B. Stress und Angst be-schrieben und erklärt.
Im letzten Abschnitt des Buches wird auf das Handeln eingegangen, auch hier wie-der sehr breit die Vorgänge im Gehirn beschrieben, aber auch die Relevanz, die un-ser Handeln von dem der Tiere unterscheidet, nämlich die Willensfreiheit und Auto-nomie.

Hervorzuheben an dem vorliegenden Buch ist seine gute Lesbarkeit. Manche Ab-schnitte sind sogar richtig interessant und spannend beschrieben, andere hingegen für ein Buch, das nicht im engeren Sinne zu den medizinischen oder psychologi-schen Fachbüchern zählt, zu detailliert und damit auch etwas verwirrend. Trotz der inhaltlichen Tiefe bringt es der Autor fertig, in den Kapiteln, in denen es angebracht ist, auch die nötige Breite zu liefern. Er stellt verschiedene Theorien nebeneinander, ohne zu sehr zu werten, und geht auf die geschichtlichen, gesellschaftlichen und philosophischen Zusammenhänge ein.

Das vorliegende Buch ist gerade wegen seiner gelungenen Kombination aus Fach-kompetenz und guter Lesbarkeit nicht nur für Laien oder als Lehrbuch in Schulen geeignet, sondern auch für Fachleute zur Auffrischung ihres Wissens zu empfehlen.

Ronald Herb-Hassler

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61 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Günstiger und erst noch aktueller 8. Dezember 2003
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ein grosses Kompliment an Autor und Verlag. Die Taschenbuchausgabe von "Fühlen, Denken, Handeln" ist so vollständig überarbeitet und aktualisiert worden, dass ich auch allen interessierten Besitzern der 2001 erschienenen Hardcover-Ausgabe die Anschaffung empfehle. Die Wissenschaft vom Gehirn ist so im Fluss, dass uns ihre renommiertesten Vertreter fast täglich mit Neuigkeiten überraschen. Und wer wirklich auf dem neusten Stand sein will, kommt am Internet und seinen Newsgroups nicht vorbei. Von Standardwerken oder Bibeln zu sprechen verbietet sich bei diesem Thema. Aber die Publikationen der letzten Jahre haben zumindest gezeigt, welche Autoren etwas zu sagen haben und auch verstanden werden. Zu ihnen gehört zweifelsohne Gerhard Roth.
Die Grundstruktur der Version 2001 wurde zum Glück beibehalten. Es bestand angesichts des überraschenden Erfolges auch kein Handlungsbedarf für grosse Änderungen. Stark überarbeitet wurden aber die wichtigen Kapitel "Das Bewusste und das Unbewusste" und "Starke Gefühle". Die Erkenntnisse der Neurologen sind zum Teil so bahnbrechend, dass sie die Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten umkrempeln werden. Damit wächst aber auch die Pflicht der Wissenschaftler, ihren Elfenbeinturm zu verlassen und Übersetzungsarbeit zu leisten. Gerhard Roth macht beides in beispielhafter Weise. Wer die Gelegenheit hat, ihn live zu hören, soll sie ergreifen. Wer sich lieber im Sofa von Neuem überraschen lassen will, soll dieses Taschenbuch kaufen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Ing. Pe.
Mit meiner Beurteilung komme ich etwas spät, da ich erst jetzt auf das Buch aufmerksam wurde.
Bevor ich das Buch las, habe ich die Beurteilungen und Kommentare anderer zu... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Ing. Pe. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Einsteiger...
Wieder einmal beweist Gerhard Roth, dass er nicht nur neurowissenschaftliche Expertise besitzt, sondern es weiterhin schafft dieses Expertenwissen für die Philosophie des... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Nietsche veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Nicht lesbar!
Ich bin ein am Thema interessierter Laie, und beurteile das Buch aus dieser Sicht. Den wissenschaftlichen Wert des Buches kann ich nicht beurteilen. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von PST veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Hirnforschung: Sind wie Marionetten unserer Gehirnprozesse?
Neuauflage: Zwei Jahre nach der 1. Auflage erscheint eine neue, vollständig überarbeitete Auflage in der preisgünstigen Taschenbuchreihe STW. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. April 2009 von Dr. Achim Schmetz
2.0 von 5 Sternen Stellenweise informativ, aber mühsam zu lesen
Durch dieses Buch erhält der medizinische Laie eine Vorstellung davon, wie das Gehirn arbeitet und z.B. Gefühle entstehen lässt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. April 2009 von Uwe Stein
2.0 von 5 Sternen Etiketten auf falschen Gläsern
Hegel schrieb in der Vorrede zur Phänomenologie des Geistes, um die Dialektik und ihre Verwicklung in das Ganze, was für ihn die Wahrheit ist, und ihrer sie ausmachenden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Januar 2009 von Michael Baumann
5.0 von 5 Sternen Gefühle, Emotionen, Freier Wille, Historisches...
Jedem dem das Geheimis des menschlichen "Wesens" am Herzen liegt findet hier zwar nicht die Antworten seiner innersten Fragen dennoch interessante Gedanken und Hinweise. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2007 von Andreas Graefenstein
5.0 von 5 Sternen Umfangreiche Einführung in die Problematik
Das "Fühlen Denken Handeln" ist sicherlich keine leichte Kost - das Thema ist wohl dazu zu komplex. Lesen Sie weiter...
Am 16. Mai 2003 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Großartig.
Nachdem ich schon das Werk "Das Gehirn und seine Wirklichkeit" mit großer Begeisterung studiert hatte, habe ich nun auch das neueste Werk von Prof. Dr. Lesen Sie weiter...
Am 3. Dezember 2002 veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Fakten, Fakten, Fakten - und nicht an die Leser denken
Mühsam habe ich mich durch dieses Buch gequält. Ich bin ein Mensch, der gerne die Dinge eher ganzheitlich sehen mag. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. November 2002 von Heike Ribke
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