Das neue Buch von Peter Assies beeindruckt mich zuerst mit dem sehr schön gestalteten Cover. Der Leuchtturm, die Wolken und natürlich das Meer bedeuten Freiheit für mich, aber vor allen Dingen das Leben geniessen" zu können.
Peter Assies beschreibt in der Fortsetzung seiner Biographie sehr anschaulich wie sehr sich das Leben nach einer Krankheit verändert und wie man es schaffen kann, diese Veränderung zu akzeptieren.
Die sehr präzisen Beschreibungen des Kopfschmerzes oder auch der Wetterfühligkeit lässt einen "gesunden Menschen" erahnen, welche Höchstleistungen täglich vollbracht werden, wenn man versucht, seinem Leben nach einem solchen Erlebnis, wieder eine gewisse Normalität zu geben.
Eindrücklich beschreibt Peter die Restbeschwerden mit denen er vermutlich sein ganzes Leben lang klarkommen muss und Rückschläge beschönigt er auch nicht. Nämlich zum Beispiel zu erkennen, dass ein ganz stinknormaler" Arbeitstag von früher nie mehr kommen wird. Lernen mit Rückschlägen zu leben und diese auch anzunehmen, das ist die Botschaft des Buches. Auch die Akzeptanz der eigenen Grenze erkennen.
Ich bin eine Freundin klarer Worte. Peter Assies beschönigt nichts und er verpackt es wunderbar in seinem flüssigen Schreibstil.
Besonders beeindruckt hat mich z.B. die Akzeptanz des Schwerbehindertenausweises oder auch die Schilderung, dass ein Renteneinstieg ohne Feier und ohne Sektkorkenknall nicht ganz so einfach ist.
Peter Assies zeigt, dass das Leben nicht gerade läuft und dass man oftmals grosse Umwege gehen muss, um an Ziel zu kommen und vor allem, dass man immer weiter kämpfen muss. Aufgeben heisst Stillstand.
Ein Buch für alle Lebenslagen. Wenn man gesund ist, dann schätzt man nach dem Lesen seine Gesundheit noch mehr und wenn man krank ist, dann spornt das Buch zum Kampf an und wenn man als Verwandter eines Betroffenen ein solches Buch liest, dann erkennt man, dass jede Krankheit seine Tücken hat und es sich auf jeden Fall lohnt, dass man nie aufgibt.