Félix J. Palma wollte immer schon vom Schreiben leben. Der 1968 in Sanlúcar de
Barrameda geborene Spanier ist zwar ausgebildeter Werbefachmann, hat aber nie in
diesem Beruf gearbeitet - und wie es aussieht, bleibt das auch so. Denn Félix J.
Palma hat es geschafft, bis zu seinem internationalen Durchbruch mit dem Schreiben
von Erzählungen für Stipendien und ausgeschriebene Preise sein Leben zu
finanzieren. Er bewarb sich in seiner Heimat landauf landab um Ausschreibungen,
nahm an Literaturwettbewerben teil und wusste mit der Zeit ziemlich genau, wie er
die Geschichten entwickeln musste, um diese Stipendien und Preise zu gewinnen.
Mit seinem Buch "Die Landkarte der Zeit" kam schließlich der große Erfolg für den in
Madrid lebenden Autor: Palma erhielt dafür u. a. den "Premio Ateneo de Sevilla".
Nicht nur in Spanien stand der intelligente Abenteuerroman - literarische Zeitreise,
Liebesgeschichte, Science-Fiction und Krimi zugleich - lange auf den
Bestsellerlisten. Ein Magazin schrieb: "Ein Bestseller, den jeder Literaturprofessor in
der U-Bahn lesen kann, ohne sich zu schämen."
Das Sehnsuchtsthema Zeitreise beschäftigte Palma, seit er als Junge "Die
Zeitmaschine" von H. G. Wells gelesen hatte. Als er das Buch als Erwachsener, drei
Jahre vor Veröffentlichung von "Die Landkarte der Zeit", erneut las, ließ es ihn nicht
mehr los, und er machte sich an die literarische Arbeit, recherchierte umfassend -
und schrieb einen Bestseller. Palma gehört nicht zu den Autoren, die "für sich selbst"
schreiben. Er will mit seinen Lesern in Kontakt kommen, kommunizieren. Und er hat
Freude daran, sie literarisch in die Irre laufen zu lassen, sie auf falsche Spuren
anzusetzen. Dass seine Leser daran Spaß finden, großen Spaß sogar, ist für beide
Seiten beglückend. Genauso wie die Aussicht, dass Félix J. Palma schon an einer
Fortsetzung von "Die Landkarte der Zeit" arbeitet.