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Produktinformation
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Ein Streit bringt die scheinbar perfekte Ehe von Bill (Tom Cruise) und Alice (Nicole Kidman) Harford aus dem Gleichgewicht. Im Zorn erzählt Alice ihrem Mann, dass sie einmal darüber nachgedacht hat, ihn wegen eines völlig Fremden zu verlassen. Aufgebracht und innerlich erschüttert begibt sich Bill auf die Suche nach etwas, von dem er selbst nicht weiß, was es eigentlich ist. Zwei Nächte und einen Tag lang lässt er sich von seinem Unterbewusstsein treiben, aber von seinem Über-Ich leiten. Dann findet er zurück zu Alice.
Tom Cruise ist überragend als Bill Harford. Er erspielt sich die Leere dieses Arztes ohne Eigenschaften, erschafft aus ihr heraus eine Figur, die keine Persönlichkeit hat und nur aus Begierden und der Angst vor ihnen besteht. Schon Schnitzler war der Psychoanalyse verbunden und stand ihr zugleich kritisch gegenüber, Kubrick geht nun noch einen Schritt weiter. Er bedient ihre Fragen und lässt keine Antworten zu. Auf der einen Seite ist alles ganz klar in Eyes Wide Shut, auf der anderen ist alles rätselhaft und geheimnisvoll. Traum und Wirklichkeit fließen zusammen in diesem wahren Meisterwerk, das genauso elegant, aber um vieles wärmer ist als Kubricks frühere Filme. --Sascha Westphal
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Im Normalfall denke ich liebt oder hasst man Kubricks Filme, der trotz alledem zu den größten Regisseuren der Filmgeschichte gehört obwohl er nie einen Oscar als bester Regisseur erhalten hat.
Dreizehn lange Jahre zogen ins Land bevor nach Kubricks letztem Film „Full Metal Jacket" sein neues Werk den Weg in die Kinos fand.
Nach dieser langen Zeit voller Gerüchte kam mit „Eyes Wide Shut" leider Kubricks letzter Film in die Kinos. Der Meister selbst durfe die Premiere nicht mehr erleben, da er im März 1999 kurz nachdem er den Film fertig geschnitten hatte viel zu früh verstarb.
Basierend auf Arthur Schnitzlers „Traumnovelle" von 1926 sorgte der Film durch seine Geheimniskrämerei seit Beginn der Dreharbeiten vor drei Jahren und einem sehr gewagten Trailer mit Cruise und Kidman für große Erwartungen.
Diese Erwartungen erfüllt der Film, welcher gekonnt mit Obsessionen und sexueller Eifersucht spielt, voll und ganz.
„Eyes Wide Shut" ist ein Film der für mich als Gesamtkunstwerk steht und mit dem sich ein großartiger Regisseur selbst ein Denkmal setzt.
Mit dem traumhaften „Waltz from Jazz Suite 2" von Dimitri Shostakovic, und einer textilfreien Rückenansicht von Nicole Kidman wird der Zuschauer in dieser doch sehr intimen Eröffnungsszene in den Film gesogen der einen bis zum Schluß nicht mehr loslässt. Alice Harford (Nicole Kidman) besucht zusammen mit Ihrem Mann, dem Arzt William (Tom Cruise), die alljährliche Weihnachtsfeier des einflussreichen Freundes Victor Ziegler (Sydney Pollack). Während sich William dem Flirt mit zwei Schönheiten hingibt, schwebt die beschwipste Alice mit einem eleganten Ungarn (Sky Dumont) über die Tanzfläche. Nach der Party gesteht Alice Ihrem Mann, das Sie während Ihres letzten Urlaubs das Verlangen hatte Ihn mit einem gutaussehenden Marineoffizier zu betrügen. Völlig verstört verschwindet William daraufhin in die Nacht und sucht nach dem sexuellen Kick welchen er sowohl bei einer unerfahrenen Prostituieren wie auch bei einer kleinen Nymphomanin (Leelee Sobieski) sucht.
Höhepunkt ist sicherlich dann die sexuelle Orgie in einem schloßartigen Anwesen bei der William nach dem Tip eines befreundeten Klavierspielers landet. Nachdem er dort als Eindringling enttarnt wurde opfert sich eine nackte Schönheit um seine Schuld zu bezahlen. Mit dem Gedanken das Unschuldige mit dem Tod für seine Eskapaden bezahlt haben kehrt er Nachts vollkommen verstört nach Hause zurück, wo seine Frau ein traumhaftes Erlebnis für Ihn parat hält.
„Eyes Wide Shut" lässt den Zuschauer vertört zurück und man grübelt noch lange nach über das eben gesehenen. Der Film zeigt, wie leicht wir doch all das was wir lieben gelernt haben, aufs Spiel setzen um den ultimativen Kick zu erleben und dabei in Gefahr geraten alles zu verlieren.
Kubricks letzter Film ist so facettenreich und genial, das diese Rezension nicht ausreicht um dieses Werk gebührend zu würdigen. Für Stanley Kubrick schließt sich der Vorhang mit Eyes Wide Shut", jeder der den Film sieht sollte die Augen allerdings weit geöffnet haben.
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