Zum Abschluss der 70 - iger überzeugten BJH auch nach Abgang von Wolly W. nochmals mit einem fantastischen Album - leider zum letzten Mal. Wo einige meiner Vorrezensisten hier Pop erkennen ist mir schleierhaft. Erst mit "Turn of the tide" und der Megaschnulze "Life is for living" wurde diese Musikrichtung eingeschlagen, zu meinem Leidwesen. Wo Gruppen wie "Genesis" noch mit "Duke" oder "Manfred Mann" mit "Chance" die Kurve in ein neues Musikzeitalter kratzten, hat das bei BJH nicht mehr funktioniert. Auch spätere Alben fanden bei mir keine Gegenliebe mehr, was vor allem dem Trotzkopf Les Holroyd zuzuschreiben ist, da die besseren Lieder von John Lees komponiert wurden, was der gute Les nie einsehen wollte ( er erntete bei seiner letzten Solo-Tour auch Pfiffe für praktisch keine BJH - songs ).
Zurück zu "Eyes of the Universe": stilistisch wurde der Bogen zu "XII" noch sichtlich hörbar geschlagen, d.h. wie auch das Cover schon zeigt wurde wieder Science Fiction zum Thema gemacht, was also mit Pop überhaupt nichts zu tun hat. Die Grundstimmung des Albums ist durchweg melodiös und nachvollziehbar und mit dem 3.Lied "The Song" wurde versucht Wolly vergessen zu machen, was zwar nur mäßig gelingt, der Stimmung der Gesamtscheibe jedoch keinen abtut. "Love on the line" und "Rockn'Roll Lady" sind wirklich die Aufhänger des Albums ( die Verschmelzung von Keyboards und Gitarre sind gewollt lieber Vorgänger, stilistisch auf das Thema Science Fiction abgestimmt ). Der Abschluß bildet der heimliche Klassiker des Albums "Play to the world", ein mit Geigen eingeleitetes Master-Piece, wo die Instrumente wieder einzeln und gezielt eingesetzt und gesteigert werden, bishin zum Saxophon. Weniger als 5 Sterne wären eine Frechheit !