Kurzbeschreibung
Leben in Salz und Säure, in kochendem Wasser und dichtem Eis, wie ist das möglich? Welche Organismen sind zu solch ungewöhnlichen Leistungen fähig? Und wo liegen die physiologischen Grenzen biologischer Existenz? In seinem anregenden Buch erläutert der Biochemiker und Wissenschaftsjournalist Michael Groß die biologisch-chemischen Anpassungsstrategien der Extremisten unter den einzelligen Mikroorganismen, die sich vulkanisch heiße wie klirrend kalte Lebensräume erobert haben und sich in der salzhaltigen Lake des Toten Meeres ebenso tummeln wie unter 1000 Atmosphären Druck in 11000 Metern Wassertiefe.
Buchrückseite
((U2)) Gibt es Leben in kochendem Wasser? Im Eis der Antarktis? In verdünnter Schwefelsäure? In Gesteinen weit unter der Erdoberfläche? Selbst unter unwirtlichsten Extrembedingungen ist Leben möglich, wie dieses aufschlußreiche und spannende Sachbuch zeigt. Die Erforschung der "Extremophilen", jener Mikroben, die unter solchen Bedingungen besser gedeihen als unter normalen, hat eine völlig neue Perspektive auf das Leben auf der Erde eröffnet. Überall, wo man genauer nachforschte, mußten Grenzen verschoben werden, entdeckte man Leben, wo man keines vermutet hatte. Exzentriker des Lebens ist eine für Laien zugängliche und unterhaltsame Forschungsreise zu den Grenzen biologischer Existenz auf unserem Planeten. Die ungemütlichsten Biotope der Erde und vor allem die biologisch-chemischen Anpassungsstrategien ihrer Bewohner stehen dabei im Mittelpunkt. Das Buch schildert abenteuerliche Entdeckungen, schier unglaubliche Überlebenskünste und hochaktuelle Forschungsergebnisse aus den Labors der Biophysiker und Molekularbiologen. Zahlreiche Exkurse -- etwa Einblicke in die Werkstätten der Forscher und "Profile" wichtiger Wissenschaftler --lockern den Text auf, und ein hilfreiches Glossar erleichtert dem Einsteiger den Zugang zum Thema. Bemerkenswerterweise liefert die Untersuchung des Extremen bedeutsame Aufschlüsse über das "normale" Leben, seine biochemischen Mechanismen und seine Evolution. Und kaum haben die Grundlagenforscher das neue Feld abgesteckt, tun sich schon ungeahnte Anwendungsperspektiven auf -- in der Gentechnik ebenso wie in der Hochdruckbiochemie und der Optoelektronik. Die so lange verborgen gebliebenen Extremophilen sind also alles andere als Randerscheinungen: Sie haben nicht nur eine glorreiche Vergangenheit in der Urzeit des Lebens hinter sich, sondern auch eine vielversprechende Zukunft in neuen biotechnologischen Verfahren vor sich.