Es gehört zu den Kritik-Klischees an Trendforschung, dass sie nur Altbekanntes wiedergebe. Der Vorwurf ist eine Schein-Klugheit: Was unbekannt ist, kann auch von Trendforschern nicht erkannt werden. Sehr wohl aber können sie in der Fülle der Entwicklungen, die als grandioses Info-Chaos jeden Tag in den Medien vorüberziehen, identifizieren, was den Gang der Dinge bestimmt und formt. Genau dies leistet James Canton mit seiner <Extremen neuen Welt>. Er bietet einen komprimierten Überblick über Tendenzen, die heute schon erkennbar die Zukunft beeinflussen werden. Natürlich nicht abschließend, das liegt in der Natur der Dinge. Aber Cantons Leitlinien, die großen Trends zu beobachten, stellen eine große Hilfe zur Orientierung und zum Denken über den Tag hinaus dar. Der Titel des Bandes klingt zwar auf den ersten Blick etwas reißerisch. Aber wer sich die Trends vor Augen hält, wird die neue Welt nicht anders als extrem empfinden können.