Als ich anfing in dem Buch zu lesen, habe ich immer wieder gedacht, der Mann ist wahnsinnig! Was treibt ihn bloß an, woher nimmt er diese Kraft, dieses Durchhaltevermögen? Na, gut. Menschen, die solche wahnsinnigen Dinge tun gibt es. Und viele schreiben auch darüber. Das ist nicht so neu. Was dieses Buch von manch anderen dieser Art abhebt, ist, wie es Norman Bücher gelingt, völlig uneitel von seinen Heldentaten zu berichten. Er hebt sich nicht auf den Heldenthron, sondern bleibt Mensch wie du und ich, wodurch er auch viele Sympathiepunkte bei mir erntet. Er hält dem Leser immer wieder vor Augen, dass auch er diese Kraft entwickeln kann - nicht unbedingt, um durch die Wüste zu laufen, aber um seine eigenen "extremen Ziele" zu erreichen. Er findet immer wieder den Weg vom Extrem-Sport zum "normalen" Leben, so dass der Leser nicht ausweichen kann nach dem Motto "so einen Irrsinn mache ich sowieso nicht", im Gegenteil der Leser wird in seinem Mut, seinem Selbstvertrauen und nicht zuletzt in seiner Motivation gestärkt, seinen eigenen "Wüstenlauf" zu meistern.