... hat sich Michael Graeter ins wilde Münchner Gesellschaftsleben der vergangenen 60er, 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts gestürzt. Alles, was danach kam, verblasste etwas ... Diese Gesellschaft existiert so nicht mehr oder hat sich hinter dicke Mauern verschanzt. Die Umtriebigkeit dieses Gesellschaftskolumnisten, seine Erfolge und Abstürze sind durchaus lesenswert. Querverbindungen werden sichtbar, so manches vermeintlich vertraute Gesicht steht plötzlich in einem anderen Licht dar. Graeter hat Viele bewegt, viel erreicht und viel verloren. Dafür verdient er eine gewisse Bewunderung. Schade finde ich nur, dass die Abfolge der Stories nicht chronologisch ist, man weiß nur selten, wann was stattgefunden hat, denn er geizt mit Jahreszahlen, stellt kaum Bezüge zu politischen oder kulturellen Ereignissen her.