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Exponentialdrift: Roman
 
 

Exponentialdrift: Roman [Kindle Edition]

Andreas Eschbach
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Im September 2001 startete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ein Experiment: Mit den Sätzen "... was Sie vorschlagen? Ihn verhungern zu lassen?" beginnt Andreas Eschbach, Autor der Bestseller Das Jesus Video und Eine Billion Dollar, einen Fortsetzungsroman. Dabei handelte es sich nicht um den Abdruck einer fertigen Erzählung, sondern um Texte, die Eschbach zeitnah Woche für Woche und unter Bezugnahme auf Tagesereignisse verfasste.

Die Handlung soll hier nur kurz angerissen werden: Bernhard Abel war vor über vier Jahren nach einem Schlaganfall ins Koma gefallen und wacht plötzlich und völlig überraschend auf. Der Zeitpunkt hätte nicht wirkungsvoller sein können -- gerade wird er für eine Fernsehsendung gefilmt, die sich mit der Frage auseinander setzt, ob es sich unsere Gesellschaft leisten kann und will, Menschen im Wachkoma über so lange Zeit hinweg am Leben zu erhalten.

Für Bernhard Abel ist es nicht einfach, ins "normale" Leben zurückzukehren. Seine Frau hat sich mit seinem Zustand abgefunden und sich in einen anderen Mann verliebt. Darüber hinaus spielt ihm sein Erinnerungsvermögen seltsame Streiche: Er glaubt, einen anderen Namen zu haben und nicht derjenige zu sein, als der er aufgewacht ist. Und er glaubt, von einer weltweiten Verschwörung zu wissen. Doch des Rätsels Lösung ist noch weit fantastischer, als er -- und die Leser -- es sich in ihren kühnsten Träumen hätten vorstellen können.

In seiner Vorbemerkung schreibt FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher über Andreas Eschbach etwas vorlaut: "Er hat das Zeug zu einem deutschen Michael Crichton." Liest man Exponentialdrift mit wachem Verstand, kann man Eschbachs erzählerischen Weitblick und die Souveränität, mit der er das Schicksal zahlreicher Protagonisten auf wenigen Seiten miteinander verknüpft, nur als eigenständige literarische Leistung würdigen und von jedwelchen werbewirksamen Vergleichen Abstand nehmen -- Eschbach ist ein Erzähler, der es verdient hat, für sich selbst zu stehen.

Sehr interessant ist im Übrigen das ausführliche "Making of Exponentialdrift", ein Werkstattbericht, in dem der Autor die Entstehungsbedingungen des Romans reflektiert. Darin erklärt er auch, warum der Text einige Ecken und Kanten mehr hat als seine anderen Bücher. Dessen ungeachtet wird dieser unter ungewöhnlichen Bedingungen entstandene Roman alle Eschbach-Fans begeistern -- und ihm eine ganze Menge neue Leser bescheren. --Felix Darwin

Kurzbeschreibung

Auf einer Pflegestation erwacht ein Mann, der seit vielen Jahren im Wachkoma gelegen hat. Die Welt um ihn herum kommt ihm seltsam verändert vor. In seinen Erinnerungen mischen sich Bilder, die nicht zueinander passen. In ihm reden Stimmendurcheinander, die er nicht versteht. Am wenigsten identifizieren kann er sich mit dem Elementarsten von allem, mit sich selbst. Er kommt zu der Überzeugung, in Wirklichkeit ein Außerirdischer zu sein, den es in den Körper eines Menschenverschlagen hat. Eine Wahnvorstellung? Der Neurologe, der ihn behandelt, ist fasziniert. Seine Frau fühlt sich ihm entfremdet. Und dann ist da noch ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu verfolgen, zu beobachten scheint ...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Interessantes Experiment 4. September 2003
Von Edmund Sackbauer TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Exponentialdrift ist als Fortsetzungsroman im Zeitraum eines Jahres wöchentlich in der FAZ erschienen. Diese Erscheinungsform zwingt dem Roman die Form auf einzelne Kapiteln stakkato-artig kurz zu halten. Das ermöglicht dem Autor natürlich keine unbeschränkte Tiefe seiner Erzählung. Die Geschichte wäre also für sich betrachtet ganz nett zu lesen, ist aber durch die selbst auferlegten Beschränkungen doch eher einfach gehalten. Besonders das Ende kommt abrupt (die Zeitung wollte sparen und hat daher den Roman raus gekippt), wobei Eschenbach im Anbetracht dieser Umstände doch eine gelungene Auflösung seiner Story gefunden hat.

Was den Roman aber sehr interessant macht ist das sehr ausführliche „Making Of" in dem der Autor schrittweise erläutert wie sich Geschichte und Charaktere entwickelt haben. Da er die Folgen in Echtzeit schrieb um aktuelle Ereignisse einfließen lassen zu können war es ihm nicht möglich in bereits erschienene Teile nachträglich zu ändern. Doch genau diese Tatsache nutzt Eschenbach um den Leser an seinen Gedanken beim schreiben teilhaben zu lassen. Man beginnt zu verstehen was der Autor meint wenn er sagt seine Figuren beginnen „eigenmächtig" zu handeln. Wer Einblicke in die Entstehung eines Romanes gewinnen will wird mit diesem Buch seine Freude haben.

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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
für Eschbach- Fans 2. Oktober 2005
Von hanz
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Dies ist ein ganz besonderes Buch, das einerseits die erstaunliche Fähigkeit des Autors zu kreativen Experimenten wieder voll zum Ausdruck bringt, aber andererseits leider wegen der Umstände seiner Erstellung nicht zum Format seiner übrigen Werke aufläuft. Hauptproblem: der Autor hatte sich auf eine mindestens mehrjährige Serie eingerichtet ("10-20"), die als "Echtzeit-Fortsetzungsroman" in der FASZ gedruckt wurde, der Verlag brach das Experiment aber schon nach 40 Wochen ab, so daß am Schluß eigentlich nur eine Baustelle bleibt. Viele Ideen sind so interessant, daß man sicher darauf hoffen kann, sie später mal in ausführlicher Bearbeitung in einem neuen Buch wiederzusehen.
Das Buch liest sich insgesamt trotzdem spannend, wer noch andere Bücher von Eschbach nicht kennt, sollte diese jedoch vorziehen.

Für Eschbach-Fans besonders interessant: 50 Seiten "making of", auf denen man den Autor endlich mal näher kennen lernt. Dieser Teil ist zu diesem Zweck eigentlich ein *****-Referat.

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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Experiment geglueckt 9. Juni 2003
Von Abraham
Format:Taschenbuch
Die 42 kurzen Kapitel der "Exponentialdrift" sind als SF-Fortsetzungsromen in einer Zeitung erschienen. Das Besondere an diesem Werk ist, dass die Kapitel unmittelbar vor dem Erscheinen
entstanden sind und auf Tagesereignisse Bezug nehmen. Mängel in der Konstruktion der Geschichte sind durch dieses Verfahren zu erwarten und treten auch deutlich zu Tage. Dass dennoch ein ueberaus lesbares Buch daraus entstanden ist, zeugt von der ausserordentlichen Begabung des Autors. Sehr interessant ist der Anhang, in dem der Autor Einblick in die Enstehung der Geschichte gibt. Das Buch ist ein Muss fuer Eschbachfans und fuer LeserInnen, die sich fuer formale Aspekte von
Literatur interessieren. Andere Leser werden meine Begeisterung moeglicherweise uebertrieben finden.
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Ein literarisches Experiment
Diese als Fortsetzungsroman für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung aktuell geschriebene Sciene-fiction-Story ist ein literarisches Experiment. Lesen Sie weiter...
Vor 29 Tagen von Wilh Ruprecht Frieling veröffentlicht
Roman nicht zu Ende geschrieben.
Das Buch ist gut geschrieben und sehr spannend. Leider hört die Geschichte, gerade wo sie wirklich anfängt sich zu entwickeln, nach 215 Seiten plötzlich auf. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Besser veröffentlicht
Leider Nein...
Vorab: 3 Sterne gibts nur deswegen, weil mir die Idee (Außerirdische in Körpern der Menschen um die Ausbreitung der Menscheit zu verhindern) sehr gut gefällt, der... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von D. Hubmann veröffentlicht
Langweilig....
Gut, ich muss zugeben ich bin nicht wirklich ein Fan von Romanen über Auserirdische (auch wenn ich mich für solche Themen sehr interessiere), aber die Langeweile... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von P. Rassamee veröffentlicht
Tolles Buch, krasser Schluss
Hab von Eschbach schon mehreres gelesen und kann den Autor vorbehaltlos empfehlen. Und so hat mir das vorliegende Buch auch von Anfang an gefallen, der Schreibstil, die Idee. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von P. Ternes veröffentlicht
Spannend geschrieben, aber unvollendet
Tja, der Roman wurde ursprünglich in der FAZ am Sonntag veröffentlicht, aber leider nach 42 Episoden abgebrochen. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Diesch veröffentlicht
Gut - aber nicht überragend
Wie ich erst im Anhang des Romans erfahren habe, handelte es sich um einen Fortsetzungsroman in der FAZ. Deshalb sind auch die Kapitel so kurz ausgefallen. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Nicht-die-Mama veröffentlicht
Ein Roman, der aus der Reihe fällt
Andreas Eschbach - war hatte ich nicht schon für unglaublich gute 5-Sterne-Romane von diesem Autor gelesen! Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Thomas BTF veröffentlicht
Leider nicht abgeschlossen
Eschbach hat sich hier in kurzer Zeit eine komplexe und faszinierende Geschichte ausgedacht. Das Buch ist trotz des Originalformats "Fortsetzungsroman" flüssig lesbar und... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Pandorama veröffentlicht
Ein literarisches Experiment
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Fortsetzungsroman, der von September 2001 bis Juli 2002 in der FAZ erschienen ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. November 2009 von Klemens Taplan
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