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Die Handlung soll hier nur kurz angerissen werden: Bernhard Abel war vor über vier Jahren nach einem Schlaganfall ins Koma gefallen und wacht plötzlich und völlig überraschend auf. Der Zeitpunkt hätte nicht wirkungsvoller sein können -- gerade wird er für eine Fernsehsendung gefilmt, die sich mit der Frage auseinander setzt, ob es sich unsere Gesellschaft leisten kann und will, Menschen im Wachkoma über so lange Zeit hinweg am Leben zu erhalten.
Für Bernhard Abel ist es nicht einfach, ins "normale" Leben zurückzukehren. Seine Frau hat sich mit seinem Zustand abgefunden und sich in einen anderen Mann verliebt. Darüber hinaus spielt ihm sein Erinnerungsvermögen seltsame Streiche: Er glaubt, einen anderen Namen zu haben und nicht derjenige zu sein, als der er aufgewacht ist. Und er glaubt, von einer weltweiten Verschwörung zu wissen. Doch des Rätsels Lösung ist noch weit fantastischer, als er -- und die Leser -- es sich in ihren kühnsten Träumen hätten vorstellen können.
In seiner Vorbemerkung schreibt FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher über Andreas Eschbach etwas vorlaut: "Er hat das Zeug zu einem deutschen Michael Crichton." Liest man Exponentialdrift mit wachem Verstand, kann man Eschbachs erzählerischen Weitblick und die Souveränität, mit der er das Schicksal zahlreicher Protagonisten auf wenigen Seiten miteinander verknüpft, nur als eigenständige literarische Leistung würdigen und von jedwelchen werbewirksamen Vergleichen Abstand nehmen -- Eschbach ist ein Erzähler, der es verdient hat, für sich selbst zu stehen.
Sehr interessant ist im Übrigen das ausführliche "Making of Exponentialdrift", ein Werkstattbericht, in dem der Autor die Entstehungsbedingungen des Romans reflektiert. Darin erklärt er auch, warum der Text einige Ecken und Kanten mehr hat als seine anderen Bücher. Dessen ungeachtet wird dieser unter ungewöhnlichen Bedingungen entstandene Roman alle Eschbach-Fans begeistern -- und ihm eine ganze Menge neue Leser bescheren. --Felix Darwin
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Was den Roman aber sehr interessant macht ist das sehr ausführliche „Making Of" in dem der Autor schrittweise erläutert wie sich Geschichte und Charaktere entwickelt haben. Da er die Folgen in Echtzeit schrieb um aktuelle Ereignisse einfließen lassen zu können war es ihm nicht möglich in bereits erschienene Teile nachträglich zu ändern. Doch genau diese Tatsache nutzt Eschenbach um den Leser an seinen Gedanken beim schreiben teilhaben zu lassen. Man beginnt zu verstehen was der Autor meint wenn er sagt seine Figuren beginnen „eigenmächtig" zu handeln. Wer Einblicke in die Entstehung eines Romanes gewinnen will wird mit diesem Buch seine Freude haben.
Für Eschbach-Fans besonders interessant: 50 Seiten "making of", auf denen man den Autor endlich mal näher kennen lernt. Dieser Teil ist zu diesem Zweck eigentlich ein *****-Referat.
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