Da kam es also, Ende 1999 veröffentlichten Kraftwerk mit "Expo 2000" wieder etwas Musik (basierend auf einem Mix von "Musique Non Stop"), und das Stück war auch gar nicht schlecht.
Ein Jahr später - laaaange nach der Expo - kamen überraschend Remixe heraus. Ich war skeptisch - nach dem Kauf merkte ich: Zurecht! Ich habe nichts gegen Remixe, im Gegenteil, ich sehe es als einen natürlichen Prozeß. Doch die zweite Hälfte dieser MaxiCD fand ich ernüchternd schlecht. Dabei ging es so gut los!
Orbital haben aus "Expo 2000" eine poppige, leichte Variante gezaubert, die mit Schwung zeigt, was man aus den Grundsteinen eines Tracks alles machen kann. Völlig anders aufgebaut ist der Mix von Fancois Kevorkian (der auch schon "Tour de France" remixte) und Rob Rives. Hier wird der Minimalismus zelebriert, ganz vorsichtig und doch gewagt. Ich halte diese Version für den interessantesten Remix, der Klang ist umwerfend.
Bei sämtlichen Versionen von Underground Resistance war ich aber enttäuscht, denn eigentlich sind das keine Expo-Remixe, sondern UR-Tracks, die bereits existierten. Die Veränderungen sind kaum merklich, und ein paar gestreute Vocoder-Samples von Kraftwerk machen noch keinen Remix aus. Man mag mich mißverstehen - ich finde die Musik von UR eigentlich sehr interessant. Aber das sind keine Kraftwerk-Remixe mehr, das sind Remixe von UR-Titeln.
Hin und her gerissen kann ich nur 3 Punkte geben.