1961, als diese Aufnahmen entstanden, war Quincy Jones noch keine 30 Jahre alt und DAS Talent im amerikanischen Musikbusiness; aus dem Jazz kommend, verlagerte er seine Tätigkeit mehr und mehr in Richtung Pop und Filmmusik. Hier spielt er mit seiner Band die Filmmusik eines anderen Komponisten, Henry Mancini. Es ist eine sehr gute Band, die Arrangements sind originell, und doch: so sehr sich Mancini's Stücke auch in ihrer Originalform ins Gedächtnis einbrennen und für immer mit ihren jeweiligen Filmen verbunden sind (so muss gute Filmmusik sein), so so sehr scheinen sie sich jedoch gegen eine Jazz-Bearbeitung zu sperren, selbst wenn sie von einem Genie wie Quincy Jones vorgenommen wird. Und so gibt es einige Highlights - "Mr Lucky" zählt dazu, auch das gegen den Strich arrangierte "Moon River", aber als Jazz-CD (und nur als solche) hinterlässt das Album ein unbefriedigendes Gefühl - als hätte man sich mehr versprochen.